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Lars Klingbeil, MdB

Lars Klingbeil, MdB

Lars Klingbeil wurde am 23. Februar 1978 in Soltau geboren. Sein Vater Michael war Berufssoldat, seine Mutter Monika arbeitete als Einzelhandelskauffrau. Die Familie ist fest in der Region verwurzelt: Lars Klingbeil wuchs in Munster in der Lüneburger Heide auf und ging hier zur Grundschule und zur Orientierungsstufe. Am Gymnasium Munster bestand er 1998 erfolgreich sein Abitur.

Anschließend zog es ihn „hinaus in die weite Welt“ - allerdings vorerst nur nach Hannover. Dort leistete er bei der Bahnhofsmission seinen Zivildienst ab. Die Erfahrungen in der sozialen Arbeit haben ihn geprägt und in seinen politischen Ansichten gestärkt. Deswegen stand für ihn seine Studienrichtung frühzeitig fest: Er schrieb sich für Geschichte, Soziologie und Politische Wissenschaften an der Universität Hannover ein.

Sein Interesse an internationaler Politik prägte seine Schwerpunkte im Studium. Zahlreiche Auslandsaufenthalte - vor allem in den USA - verschafften ihm solide Fachkenntnis in der Außen- und Sicherheitspolitik. In Washington schrieb er seine Magisterarbeit zum Thema „Das sicherheitspolitische Konzept der USA nach dem 11. September 2001 - Bruch oder Kontinuität“. Klingbeil hat die Schrecken des 11. September aus direkter Nähe miterlebt - er war zum Zeitpunkt der Angriffe auf das World Trade Center als Praktikant in New York. So etwas vergisst man nie: Bis heute hat er sein Interesse an den USA und an amerikanischer Politik beibehalten.
Nach seinem Studium belegte er einen Forschungsaufenthalt in Berlin und begann mit seiner Promotion, die erst durch sein kurzfristiges Nachrücken in den Deutschen Bundestag unterbrochen wurde. Lars Klingbeil arbeite bereits vor und auch nach seiner Abgeordnetenzeit in der Politik: So war er schon während seines Studiums Mitarbeiter im Abgeordnetenbüro des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder. Seit Ende 2005 ist er Büroleiter des niedersächsischen Bundestagsabgeordneten und SPD-Landesvorsitzenden Garrelt Duin.
Seine Heimat hat Lars Klingbeil dabei nie verlassen: Er lebt noch heute in seiner Heimatstadt - gemeinsam mit seiner Freundin Britta, die als Erzieherin arbeitet, und dem 11-jährigen Luca. Zu Hause verbringt er seine freie Zeit mit Familie und Freunden, ist sportlich aktiv oder schaut gern ein gutes Fußballspiel. Zur Ablenkung vom stressigen Alltag greift er gern zur Gitarre.

Politischer Werdegang

Die ersten politischen Gehversuche unternahm Lars Klingbeil schon am Gymnasium Munster. Als Schülersprecher beschränkte sich seine Tätigkeit zunächst auf das Organisieren von Faschingsfeiern - bald reichte ihm dies aber nicht mehr aus. Zusammen mit seinen Mitstreitern setzte er sich kritisch mit der Bildungspolitik der damaligen Landesregierung auseinander und organisierte Aktionen und Veranstaltungen.


Durch dieses Engagement lernte er den örtlichen SPD-Landtagsabgeordneten Dieter Möhrmann kennen, der später einer seiner großen Förderer wurde. Er absolvierte ein Praktikum im Landtag und engagierte sich bei den Jusos gegen Rechtsradikalismus - vor allem gegen das damals noch bestehende Schulungszentrum rechter Gruppierungen in Hetendorf im benachbarten Landkreis Celle.


Sein Einsatz vor Ort hat seitdem nicht nachgelassen: 1996 kandidierte er noch als Parteiloser auf der Liste der SPD für den Munsteraner Stadtrat - allerdings verfehlte er knapp den Einzug. Sein Entschluss war aber gefasst: Er wollte politisch aktiv werden und trat nun „ganz“ in die SPD ein. Bei der SPD-Jugendorganisation, den Jusos, war Lars Klingbeil auf allen Ebenen aktiv - zuletzt als stellvertretender Bundesvorsitzender. In der SPD und der Kommunalpolitik füllte er viele Funktionen aus: So ist er seit 2001 Ratsmitglied in seiner Heimatstadt und seit 2002 Mitglied im Bezirksvorstand der SPD Nord-Niedersachsen.


Am 24. Januar 2005 geschah etwas, womit Lars Klingbeil eigentlich nicht gerechnet hatte: Er rückte für einen ausgeschiedenen SPD-Abgeordneten in den Deutschen Bundestag nach. Zügig arbeitete er sich ein und vertrat die SPD im Europaausschuss und als Stellvertreter im Verteidigungsausschuss. Bundestagsabgeordneter zu sein hieß für ihn von Anfang an, sich auch um seinen Wahlkreis zu kümmern: Er suchte intensiv das Gespräch mit Vereinen, Unternehmen und den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort und war im gesamten Wahlkreis unterwegs. Die vorgezogene Bundestagswahl 2005 beendete seine Abgeordnetenzeit früher als geplant: Klingbeil konnte sein Mandat nicht weiter ausüben, da er ohne „eigenen“ Wahlkreis antrat.


Politisch hat ihm die Erfahrung als Abgeordneter viel gebracht - und ihn bestärkt, sein politisches Engagement fortzusetzen. Lars Klingbeil wurde 2006 zum Vorsitzenden der SPD im Landkreis Soltau-Fallingbostel gewählt. In diesem Amt wurde er 2008 mit überwältigender Mehrheit bestätigt. Als Kreistagsabgeordneter in Soltau-Fallingbostel und Ratsmitglied in Munster arbeitet er mit ganzer Kraft für die Menschen in seiner Heimatregion.
Seit dem 27. September 2009 vertritt Lars Klingbeil nun den Wahlkreis Rotenburg I/Soltau-Fallingbostel im Deutschen Bundestag. Im Verteidigungsausschuss, im Ausschuss für Kultur und Medien, aber vor allem in der Arbeit für den Wahlkreis wird er seinen neuen Weg in der Politik fortsetzen. Ehrlich und mit harter Arbeit.