Grußwort Stephan Weil auf dem Bundesparteitag
09. December 2012 - Christine KrokeEin Geburtstagsgeschenk für die SPD
Zum Auftakt des außerordentlichen Bundesparteitages der SPD in Hannover hat Stephan Weil, Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Niedersachsen am 20. Januar, ein Grußwort an die Partei gerichtet. Ein Machtwechsel im Bund im Land Niedersachsen ist möglich, so Weil, der zugleich Oberbürgermeister in Hannover ist.
„Es ist nun wirklich nicht ungewöhnlich, dass ein Oberbürgermeister die Gäste eines Parteitages willkommen heißt. Ich sage aber aus vollem Herzen, ihr seid mir ganz besonders willkommen. Herzlich Willkommen in Hannover!“, begrüßt Stephan Weil die Gäste und Delegierten in „seiner Stadt“ Hannover.
Und Weil greift direkt an: „Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen den Landtagswahlen und der Bundestagswahl im kommenden Jahr. Alle Umfragen sagen: Am 20. Januar 2013 wird Schwarz-Gelb in Niedersachsen abgewählt. Und alle Umfragen, die ich kenne, zeigen deutlich: Ich habe sehr gute Chancen der nächste sozialdemokratische niedersächsische Ministerpräsident zu werden“.
Bildung, Energiewende, Kommunen
Weil nimmt anschließend eines der wichtigsten Themen ins Visier, das den Wahlkampf in Niedersachsen und auch im Bund dominiert: Bildung! Studiengebühren abschaffen, Aufstiegschancen ermöglichen und mehr Kita-Plätze - das sind die Ziele von Stephan Weil.
Die Energiewende im Windland Niedersachsen ist ebenfalls ein Thema, das den Spitzenkandidaten umtreibt. „Wir müssen endlich Schluss machen mit diesem schwarz-gelben Energiechaos, das dafür sorgt, dass die Energiepreise an die Decke schießen und gleichzeitig an der Küste die Offshore-Unternehmen pleite gehen“, kritisiert Weil.
Weil spricht auch über die finanzielle Not der Städte und Gemeinden in Deutschland. „Wir wollen dafür sorgen, dass den Kommunen in unserem Land die Rolle spielen, die ihnen zukommt!“
Ein Wechsel kommt selten allein: erst Niedersachsen, dann der Bund
Er habe sich fest vorgenommen, die Phase des Stillstands nach zehn Jahren Schwarz-Gelb zu beenden, so der Spitzenkandidat. „Wenn es gelingt, Schwarz-Gelb in Niedersachsen abzulösen, dann ist das viel wert. Wenn es gelingt, mit einer rot-grünen Mehrheit Niedersachsen zu gewinnen, dann ist das noch viel mehr wert. Dann ist das der Anfang vom Ende der Regierung Merkel!“
Weil betont auch seine Unterstützung für den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück: „Peer kann Kanzler! Er hat die Kragenweite, die man braucht um ein Land wie Deutschland zu regieren.“
Gewonnene Wahl zum Partei-Geburtstag
Weil hob hervor, wie wichtig das 150-Jahre-Jubiläum der SPD für den Wahlkampf im nächsten Jahr sei: „Es gibt keine Partei in Deutschland, die auf ihre Geschichte so stolz sein kann, wie wir es können. Ich bin auch stolz, Teil dieser Sozialdemokratie zu sein!“
Der SPD-Spitzenkandidat will „seiner Partei“ zum 150. Geburtstag im nächsten Jahr eine Freude machen: „Wir können der SPD im Mai ein Geschenk auf den Gabentisch legen und den Beweis führen, dass unsere Partei immer wieder in der Lage ist, Vertrauen zu gewinnen und Wahlen zu gewinnen!“