Der Gustav-Heinemann-Preis erinnert an den ersten sozialdemokratischen Bundespräsidenten (1969 bis 1974). Für Gustav Heinemann stand das Grundgesetz mit seinem Angebot an Freiheit und Gerechtigkeit in einem demokratischen und sozialen Rechtsstatt im Mittelpunkt seines Handelns und Denkens. Deshalb wird der Preis auch seit nunmehr 35 Jahren von der SPD immer um den 23. Mai verliehen, dem Tag der Verkündung des Grundgesetzes.
Preiswürdig sind Menschen oder Gruppen, die Bürgertugenden und Überzeugungen, für die Gustav Heinemann eintrat und nach denen erlebte, in Handeln umsetzen.
Es geht um Bürgermut und Zivilcourage im
- Einsatz für Frieden und Demokratie,
- Solidarität mit Schwachen, Randgruppen und Minderheiten,
- Einsatz für eine menschliche Arbeitswelt.
Gustav-Heinemann-Preis 2012 geht an Jesuitenpater Klaus Mertes
Klaus Mertes wird mit dem Gustav-Heinemann-Bürgerpreises ausgezeichnet. In einer Online-Abstimmung votierten über 54 Prozent für den Jesuitenpater, der maßgeblich die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche angestoßen hatte. Öffentlich verliehen wird der Preis am 26. April im Willy-Brandt-Haus. weiterlesen ...
Preisträger der vergangenen 35 Jahre sind z.B. die Bundesarbeitsgemeinschaft kritischer Polizistinnen und Polizisten, Friedrich Magirius, das Forum Ziviler Friedensdienst oder Peter Eigen mit der Antikorruptionsorganisation Transparency International.
Im vergangenen Jahr ist das Frauenfußball-Projekt „Discover Football“ ausgezeichnet worden, das über den Sport international kulturelle Verständigung und Frauenrechte fördert.