Einerseits: Die Wirtschaft boomt, die Unternehmen fahren Rekordgewinne ein.
Anderseits: Arbeitnehmerinnen und Arbeit nehmer haben nichts davon. Die Lohn steigerungen werden durch höhere Kranken kassenbeiträge und die Inflation aufgezehrt.
Einerseits: Die Gehälter und Boni für Manager steigen weiter maßlos. Durch Börsenzockerei
werden riesige Vermögen angehäuft.
Anderseits: Immer mehr Menschen werden für harte Arbeit mit Dumpinglöhnen abgespeist. Rund zwei Millionen Menschen verdienen unter fünf Euro die Stunde.
Einerseits: Frauen machen bessere Schulabschlüsse als Männer, studieren häufiger und arbeiten
genauso gut.
Anderseits: Der durchschnittliche Stundenlohn von Frauen liegt 23 Prozent unter dem von Männern.
Einerseits: Unternehmen erwarten von ihren Beschäftigten gute Arbeit und volle Leistung.
Anderseits: Immer weniger Unternehmen sind dazu bereit, auch angemessene Löhne zu zahlen. Die Leiharbeit in Deutschland nimmt zu. Immer mehr Arbeitnehmer müssen für weniger Geld in ungesicherten Arbeitsverhältnissen das Gleiche leisten wie ihre festangestellten Kollegen.
Einerseits: Die Wirtschaft beklagt sich über zu wenig Fachkräfte und gut gebildete Schulabgänger.
Anderseits: In kaum einem anderen Industrieland hängt der Bildungsgrad so von der Herkunft ab wie in Deutschland. Jedes Jahr verlassen bis zu 70.000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss. Kinder von bildungsfernen Familien werden zu wenig gefördert. Es gibt zu wenig Kitas und Ganztagsschulen. Viele Abiturienten können sich Studiengebühren nicht leisten. An vielen Orten fehlen Qualifizierungsangebote für Arbeitnehmer und Arbeitsuchende.




Claudia Keßel • 29. August 2011 • 14:47
Es kann nicht sein,das ein Betrieb einfach aus der Arbeitgebergemeinschaft austreten kann,um dann den Tariefvertrag umgehen kann.Da muss ein Riegel vorgeschoben werden um das Gleichgewicht zu den Sozialen Arbeitgebern her zu stellen,die durch die Asozialen in die Insolvens getrieben werden.Und wieder Arbeitzplätze verloren gehen.Wie soll ein Angestellter im drei Schicht System bis 67 arbeiten,wenn er nur 24 Tage Urlaub hat,wann soll er sich erholen?Kein Urlaubsgeld, geschweige denn Weihnachtsgeld.
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