Gastbeitrag von Dr. Peter Kurz, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim
Seit Monaten erleben wir eine kontraproduktive Diskussion, die uns von dem von allen angeblich gewollten Ziel der Integration entfernt. „Multikulti ist gescheitert" und eine „christlich-jüdische Leitkultur“: Beides geht an der Realität und dem politischen Auftrag des Grundgesetzes vorbei, denn wir leben faktisch seit Jahrhunderten in einer multikulturellen Gesellschaft. Worauf es ankommt, ist, dass wir das Miteinander in dieser Gesellschaft so gestalten, wie es das Grundgesetz definiert. Die Ziele der Verfassung in gelebte Wirklichkeit zu verwandeln, das ist unser aller Aufgabe. Woher die Mitglieder ihre mit dem Grundgesetz vereinbaren Werte ableiten, steht jeder und jedem frei. Der Politikwissenschaftler Claus Leggewie formuliert es deutlich: „Deutsche Leitkultur statt Multikulti: Das wäre ein Verfassungsbruch.“
Ende der 1970er Jahre wurde mit dem so genannten "Kühn-Memorandum", verfasst vom ersten Ausländerbeauftragten der Bundesrepublik Deutschland, Heinz Kühn, zum ersten Mal deutlich: „Deutschland ist ein Einwanderungsland.“ Eine damals durchaus nicht selbstverständliche Erkenntnis. Leider dauert es bis heute an, dass sich diese Erkenntnis auch durchsetzt. Das ist erstaunlich, denn historisch und global betrachtet, ist nicht die Sesshaftigkeit von Menschen Normalität, sondern die Mobilität. Die meisten Städte in Deutschland wären ohne diese Mobilität der Menschen in ihrer jetzigen Form kaum vorstellbar.
Auch Mannheim nicht. Ein gemeinsames Selbstverständnis, Teilhabe und Zugehörigkeit haben in Mannheim eine lange Tradition. Die Wertschätzung und Integration anderer Kulturen und Religionen sind seit der Gründung der Stadt im Jahr 1607 fester Bestandteil ihrer Geschichte. Schon im 17. Jahrhundert blickten Zeitgenossen nach Mannheim, wo das als „Mannheimer Experiment“ bezeichnete Zusammenleben von Menschen aus aller Herren Länder friedlich funktionierte – und bis heute funktioniert. Toleranz und Offenheit zählen zu den herausragendsten Merkmalen der Quadratestadt.
Integration ist mehr als Multikulti – in Mannheim lebt man das
Seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es durch die Arbeitsmigration auch in Mannheim einschneidende Veränderungen. Betrug der Anteil von Einwohnerinnen und Einwohnern mit ausländischem Pass 1955 noch 2,2 Prozent, so waren es 2006 bereits knapp 20 Prozent. Heute haben 37,5 Prozent der Mannheimer Bevölkerung einen Migrationshintergrund, Menschen aus rund 170 Nationen prägen die Stadt.
Das Zusammenleben funktioniert. Es funktioniert vor allem deshalb, weil wir dieses Zusammenleben als Potential und Herausforderung sehen und nicht als Integrations- und Sicherheitsproblem. Kulturelle Vielfalt ist für uns die Basis des Zusammenlebens. Das zeigt z. B. die Entstehungsgeschichte der Mannheimer Yavuz-Sultan-Selim-Moschee. 1995 wurde die Moschee nördlich der Innenstadtquadrate eröffnet – viele Jahre die größte in Deutschland. Auch in Mannheim war der Bau zunächst umstritten. Doch in Mannheim arbeite man nicht gegen, sondern miteinander: Der damalige Ausländerbeauftragte – einer der Ersten in Deutschland – brachte Befürworter und Gegner des Baus zusammen und sprach offen über Sorgen, Ansprüche und Erwartungen. Das Miteinander setzt sich auch nach der Eröffnung des muslimischen Gebetshauses fort: Die Yavuz-Sultan-Selim-Moschee ist offen für Besucher, täglich finden Führungen statt, es gibt Sprachkurse und Sozialberatung für Frauen, Hausaufgabenbetreuung und Jugendleiterausbildung. In Mannheim wird außerdem Islamunterricht in deutscher Sprache angeboten und es werden sogar christlich-islamische Schulgottesdienste gefeiert. All das ist Teil des Konzepts „Offene Moschee“, das deutschlandweit Beachtung findet.
Bereits 1974 hat Mannheim als eine der ersten Städte in der Bundesrepublik die Stelle eines Integrationsbeauftragten geschaffen sowie einen Koordinierungskreis für Integration eingerichtet. Seit dem Jahr 2000 haben wir einen Migrationsbeirat als offizielles Vertretungsorgan der Mannheimer Migrantinnen und Migranten gegenüber der Verwaltung und dem Gemeinderat. 2009 wurde er neu konstituiert. Aus 114 eingegangenen Bewerbungen wurden zwanzig KandidatInnen ausgewählt, die sich nun aktiv, mit mehr Rechten in den Politikprozess einschalten können.
Im Dezember 2009 verabschiedete der Mannheimer Gemeinderat einstimmig die „Mannheimer Erklärung“, die zeigt, dass gegenseitige Verständigung und die Bereitschaft zum gemeinsamen Gespräch gerade bei kontroversen Einstellungen und Auffassungen unverzichtbar sind. Nahezu 70 Organisationen, darunter Sozialverbände, der Sportkreis Mannheim, der DGB, die Jüdische Gemeinde, Schulen, Hochschulen, Stiftungen, Kultureinrichtungen und zahlreiche Migrantenorganisationen haben zwischenzeitlich diese Erklärung für Toleranz und Miteinander unterzeichnet. Ebenfalls 2009 hat der Mannheimer Gemeinderat 14 Grundsätze verabschiedet, die das integrationspolitische Selbstverständnis der Stadt formulieren und einen verbindlichen Orientierungsrahmen für die Ausrichtung ihres integrationspolitischen Handelns bilden. Darin heißt es explizit, dass Integration ein gemeinschaftlicher Anpassungsprozess und Aufgabe der gesamten Mannheimer Stadtgesellschaft ist. Integration wird als Gemeinschaftsaufgabe verstanden und gelebt.
Kultur kann Integration befördern
Ein wichtiger Schritt, um das Thema Integration als Querschnittsthema in unserer Kommunalpolitik zu verankern, war die Verabschiedung des Handlungskonzepts interkulturelle Kulturarbeit im Oktober 2007. Die vielen Menschen mit Migrationshintergrund in unserer Stadt sollen an den unterschiedlichen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens gleichberechtigt teilhaben. Deshalb verstehen wir Kulturarbeit als interkulturelle Kulturarbeit, die nicht nur den wechselseitigen Austausch fördern sondern auch künstlerische und gesellschaftliche Prozesse anstoßen soll. „Migration Mainstreaming“ ist die handlungsleitende und strategische Richtlinie für die ganze Stadtpolitik, um Chancengleichheit und Teilhabe möglich zu machen.
Bildungsgerechtigkeit – die große „Baustelle“ der Integration
Eine Besonderheit in der interkulturellen Kulturarbeit ist es, dass Barrieren, wie zum Beispiel fehlende Sprachkenntnisse überwunden werden können, indem andere künstlerische Ausdrucksformen in den Mittelpunkt rücken. Aber auch, wenn das im künstlerischen Bereich möglich ist: Das Medium der Integration ist die deutsche Sprache, und das führt zu einer großen Baustelle der Integrationsbemühungen: die Bildung und die damit verbundene Frage nach Bildungsgerechtigkeit.
Mannheim will Vorbild für Bildungsgerechtigkeit in Deutschland sein, das ist eines von sieben strategischen Zielen der Stadt. Für mich ist Bildung der Schlüssel zu politischer und gesellschaftlicher Teilhabe, sie erhöht die Chancengleichheit und schafft ein Bewusstsein für kulturelle Vielfalt. Nur gut ausgebildete junge Menschen entwickeln ein Verständnis für ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Zusammenhänge, und sind offen für einen nachhaltigen Lebensstil. Qualifizierte Menschen stärken die gesellschaftliche und wirtschaftliche Innovationskraft einer Region und eröffnen damit Zukunftsperspektiven und Entwicklungsspielräume. Und nur ein Kind, das an seinem ersten Schultag seine Lehrer/innen auch verstehen kann, wird in der Schule erfolgreich sein. Das ist bei vielen Kindern mit Migrationshintergrund nicht der Fall.
59 Prozent aller Mannheimer Kinder unter 6 Jahren (Stand 2009) haben einen Migrationshintergrund. Damit ist Bildung, speziell der Bildungserfolg von Migrantenkindern, in Mannheim ein Schlüsselthema für gelungene Integration. Und deshalb knüpfen wir eine lückenlose, biografiebegleitende Bildungskette. Im laufenden Haushalt haben wir dazu – trotz Finanzkrise – erhebliche zusätzliche Mittel eingeplant. Diese Mittel nutzen wir, um zum Beispiel eine Quote für Kinder aus sozial schwachen und bildungsfernen Familien bei der Vergabe von Krippenplätzen zu schaffen. Außerdem mischen wir uns ganz bewusst und gezielt in den inneren Schulbetrieb ein. Das Projekt MAUS (Mannheimer Unterstützungssystem Schule) hat gezeigt, dass wir als Kommune Möglichkeiten entwickeln müssen und können, um Schule besser zu machen und Bildungserfolge zu erzielen. Wir stellen elf Schulen pro Jahr 10.000 Unterrichtsstunden extra zur Verfügung. Unsere Partner sind dabei zum Beispiel die Abendakademie, Stadtbibliothek und Musikschule. Nach dem Baukastenprinzip können die Schulen verschiedene Kurse auswählen und so Kinder individuell fördern.
Der kommunale Förderansatz „Ein Quadratkilometer Bildung – Bildung im Quadrat“ trägt der Tatsache Rechnung, dass es in bestimmten Mannheimer Stadtteilen mehr Menschen mit Migrationshintergrund gibt als in anderen. Die Neckarstadt-West ist ein solcher Stadtteil. Ende 2009 leben hier insgesamt 12.106 Personen mit einem Migrationshintergrund, was einem Anteil von 59,1 Prozent der dortigen Bevölkerung entspricht. Damit hat dieser Stadtteil die höchste Migrantenquote in Mannheim. Gemeinsam mit der Freudenbergstiftung wollen wir hier eine biografiebegleitende Lern- und Förderkultur für Kinder und Jugendliche von den ersten Schritten bis zur Berufsausbildung etablieren, eine individuelle und optimale Förderung mit besonderem Augenmerk auf den Bildungsübergängen. Für zehn Jahre haben wir uns dazu verpflichtet und an der Humboldtschule im Stadtteil eine Pädagogische Werkstatt eingerichtet, die Grundschule, Kindergärten und Eltern so vernetzt und verbindet, dass eine optimale individuelle Förderung der Kinder und ein systematisches Übergangsmanagement entstehen können.
Nachgewiesen ist auch der positive Einfluss Integrierter Gesamtschulen auf den Bildungserfolg – auch und gerade von Migrantenkindern. Die Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried (IGMH) ist die bislang einzige Mannheimer Integrierte Ganztagesschule. Sie zeichnet sich durch individuelle Förderung, ganzheitliche Bildung und soziale Integration ihrer Schülerinnen und Schüler aus. 54 Nationalitäten sind an der IGMH vertreten, aktuell haben 22,5 Prozent der Schülerinnen und Schüler einen Migrationshintergrund. Die Erfolge der IGMH sind erstaunlich: 52 Prozent der Schüler mit Realschulabschluss hatten nur eine Hauptschulempfehlung und 54 Prozent der Schüler mit Abitur hatten keine Empfehlung fürs Gymnasium – ein wesentlicher Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit. Übrigens. Auch in Sachen Ganztagsschule war Mannheim Vorreiter: Die erste Ganztagesgrundschule in Baden-Württemberg wurde im Mannheimer Stadtteil Jungbusch eingerichtet, ebenfalls ein Stadtteil mit hohem Migrantenanteil. Dass Ganztagesschulen das Sozialverhalten von Schülerinnen und Schülern verbessern und die Quote der Klassenwiederholungen sinken lassen, das hat gerade erst eine Studie des Bundesbildungsministeriums bewiesen. Wir wollen deshalb in den nächsten Jahren 50 Prozent der Mannheimer Schulen in den Ganztagesbetrieb überführen.
Integration im Arbeitsmarkt und beim Aufbau einer Existenz
Mit der Ausbildung ist für uns in Mannheim die Integrationsaufgabe aber noch nicht beendet. Jugendliche aus der Schule in die Perspektivlosigkeit zu entlassen kann nicht das Ziel gelungener Integration sein. So haben wir bereits 1996 im Rahmen der Ausbildungsoffensive zusammen mit dem Interkulturellen Bildungszentrum und dem Bildungszentrum des Einzelhandelsverbandes den Ausbildungsverbund mit Migrantenunternehmen gegründet. Ziel ist es, zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen und als Koordinierungsstelle Unternehmen und Auszubildende zu unterstützen. In der Metropolregion Rhein Neckar haben sich durch den Verbund 200 Migrantenunternehmen als Ausbildungsbetriebe etabliert. Der Ausbildungsverbund begleitet mittlerweile 250 Jugendliche.
Dass Mannheim ein gute Pflaster für neue Ideen ist, auch das gehört zu Mannheims Geschichte. Damit aus einer guten Idee ein gutes Geschäft werden kann, braucht es gute Kontakte und Raum, um sich zu entfalten. Beides bietet in Mannheim das Netzwerk „Start im Quadrat“. Hier findet jeder Gründungswillige jemanden, der seine „Sprache“ spricht. In Mannheim sind so auch Gründerinitiativen entstanden, die sich zum Beispiel speziell an Migranten wenden. Und diese spezielle Betreuung ist sehr wichtig, denn eine Studie des Instituts für Mittelstandsforschung an der Uni Mannheim zeigt, dass die Zahl ausländischer Selbständiger in den letzten Jahren stark und weit überproportional zur Entwicklung der ausländischen Bevölkerung angestiegen ist. Seit Anfang der neunziger Jahre hat sich die Zahl der selbstständigen Deutschen um etwa 30 Prozent erhöht, bei den Migranten um mehr als 100 Prozent. In Mannheim kümmert sich zum Beispiel das Team des Deutsch-Türkischen-Wirtschaftszentrums speziell um türkische Existengründer/innen in allen Fragen und Phasen ihrer Existenzgründung, gibt ihnen die Sicherheit, die sie für eine erfolgreiche Planung und Umsetzung Ihres Vorhabens benötigen und macht sie fit für die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen des Marktes. Fachwissen und Erfahrung rund um die Existenzgründung werden hier vermittelt.
Ein Beispiel für solch eine gelungene Existenzgründung von Migranten in Mannheim ist Cesur Mete Tatar. Er ist Inhaber eines erfolgreichen Unternehmens im Mannheimer Existenzgründungszentrum Musikpark, das anatolische und orientalische Musikinstrumente herstellt und über das Internet weltweit vertreibt. Pro Jahr verkauft er etwa 2.000 Musikinstrumente. In Mannheim gibt es viele solcher Erfolgsgeschichten zu erzählen, über „traditionelle“ Existenzgründungen, wie den Aufbau eines eigenen Restaurants oder eines Schneidereibetriebes oder die eigene Kafferösterei bis hin zum Lebensmittelunternehmen mit einem Umsatz von mehr als 80 Millionen Euro und weltweit mehr als 2.000 Mitarbeitern, denn der größte türkische Lebensmittelhändler in Deutschland, BAK Kardesler, wurde in Mannheim gegründet.
Die Mannheimer sagen: Hier ist Integration gelungen
Integration ist ein wechselseitiger Prozess und die Anforderung, eine gesellschaftliche Anpassungsleistung an durchgreifende Wandlungsprozesse vorzunehmen. Die Integrationsleistung wird aber von allen verlangt. Die Sichtweise, dass ein Teil Integrationsleistungen erbringen muss, während der andere das nicht muss, ist gefährlich und hat Konsequenzen. Weiten Teilen der Gesellschaft gerät so aus dem Blick, dass auch sie um ihre Bindung an die Gesellschaft ringen müssen. Generell muss Integration viel stärker als geistiger, emotionaler und kultureller Prozess gesehen werden. Dass die Debatte immer stärker auf die materiellen Bedingungen für Teilhabe fokussiert wurde, war teilweise hinderlich für die Beförderung von Integration, weil die Schaffung entsprechender materieller Rahmenbedingungen zwar notwendig ist, für gelungene Integration aber bei Weitem nicht ausreicht. Sich zu dieser Gesellschaft zugehörig fühlen zu können, darf auch nicht vom kulturellen Hintergrund oder dem religiösen Bekenntnis abhängig gemacht werden. Wir haben Rahmenbedingungen zu gewährleisten, die durch gleiche Lebenschancen und Beteiligungsmöglichkeiten ein selbstbestimmtes Leben in unserer Gesellschaft ermöglichen. Eine Stadt, der dies gelingt, ist tolerant und wird Vorbild für das Zusammenleben sein.
Deshalb freuen wir uns, dass unsere BürgerInnen der Meinung sind, dass Mannheim mit seiner Integrationspolitik auf einem guten Weg ist. Laut einer Umfrage der Forschungsruppe Wahlen im Auftrag des Mannheimer Morgen vom Oktober dieses Jahres ist Mannheim ein gutes Beispiel für die insgesamt gelungene Eingliederung von Menschen aus verschiedenen Ländern. In einem Bürgerbarometer gaben 62 Prozent der Befragten an, dass das Zusammenleben zwischen Deutschen und Menschen mit Migrationshintergrund in Mannheim gut oder sehr gut funktioniert. Für ganz Deutschland fiel das Ergebnis deutlich schlechter aus: Nur 40 Prozent werteten mit gut oder sehr gut.
Wie unser Ziel, Vorbild für das Zusammenleben in Metropolen zu sein, und Zugehörigkeit erfahrbar wird, bringt eine bemerkenswerte, junge Mannheimerin gut zum Ausdruck: Farhana Islam wurde 1990 in Mannheim geboren, ist Deutsche, Muslimin, und Bengalin. Im Juni 2010 gewann sie den RTL-COM.MIT-Award mit ihrem Film „Farhana“ zum Thema „Integration in deinem Alter“. Zeitgleich machte sie Abitur an der Integrierten Gesamtschule Mannheim-Herzogenried. Seit Oktober 2010 studiert sie Südasienstudien, Politik und Wirtschaft in Heidelberg, lebt aber weiterhin in Mannheim, und das tut sie gerne: "Warum ich Mannheim mag? Ganz einfach: Trotz meines anderen Aussehens falle ich überhaupt nicht auf und werde so akzeptiert, wie ich bin. Ich fühle mich wie ein Fisch im Wasser, wenn ich durch die Innenstadt schlendere und Türken, Inder oder Chinesen sehe. Ich finde es schön, dass Mannheim so kosmopolitisch ist. Es ist nicht nur meine Stadt, sondern auch mein Zuhause. "