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OB-Kandidatin Susanne Gaschke
26. October 2012 - Christine Kroke

In Kiel zu Hause

(Foto: Martina Oppermann)

SPD.de drückt die Daumen: Am Sonntag wählt Kiel ein neues Stadtoberhaupt. Susanne Gaschke geht für die SPD als Nachfolgerin von Torsten Albig ins Rennen. Wir haben mit ihr kurz vor der Wahl über ihre Ziele für ihre Heimatstadt und den Wahlkampfendspurt gesprochen.

Susanne Gaschkes Terminkalender ist voll. Ein Wahlkampftermin jagt den nächsten. „Ich habe zehn Minuten Zeit für das Interview, danach geht’s weiter im Wahlkampf“, sagte sie SPD.de im Vorfeld des Gesprächs.

Trotz des Termindrucks ist Susanne Gaschke beim Interview gut gelaunt und entspannt. „Die vergangenen Wochen waren ganz toll und eine der interessantesten Erfahrungen meines Lebens. Insgesamt haben mein Wahlkampfteam und ich über hundert Termine wahrgenommen. Wir haben Betriebe und Einrichtungen besucht, an Podiumsdiskussionen teilgenommen und uns bei Experten informiert. Eine sehr bereichernde Zeit, in der ich Kiel noch besser kennengelernt habe“, berichtet die 45-Jährige.

Viel Freude und eine große Herausforderung

Natürlich habe sie auch erfahren, welch große Herausforderung das Amt der Oberbürgermeisterin mit sich bringe. Es sei nicht immer einfach, alle Erwartungen zu erfüllen. „Bei manchen Wahlkampfveranstaltungen hätte ich mir gewünscht, etwas mehr Redezeit zu haben. Man will ja niemanden 'vollschwallen', aber gewisse Zusammenhänge, zum Beispiel zur Energiewende, lassen sich nun mal nicht in einer Minute erklären“.

Torsten Albig und Susanne Gaschke
Susanne Gaschke will in Torsten Albigs Fußstapfen treten (Foto: Wir für Susanne Gaschke)
Dennoch, für Susanne Gaschke war der Wahlkampf eine positive Erfahrung. „Mit Wahlkampf geht es in den kommenden Tagen natürlich auch weiter. Wir nehmen an einer Demonstration gegen die Entscheidung des CDU-Verteidigungsministers teil, das Marienarsenal aus Kiel zu verlegen. Außerdem sind wir in den Fußgängerzonen unterwegs und haben natürlich überall Infostände aufgebaut, die ich besuche. Ministerpräsident Torsten Albig wird auch dabei sein. Am Samstagabend gehen wir auf Kneipentour. Dort werde ich die Leute aber nicht zum Wett-Trinken animieren“, sagt die Journalistin lachend.

Joggen gegen die Nervosität

Am Sonntagmorgen werde sie erst einmal lange Joggen gehen „damit ich nicht total aus dem Häuschen bin“, sagt Gaschke. „Nach dem Frühstück mit meiner Familie ist dann noch mal ein Spaziergang am Wasser angesagt um die aufregende Zeit bis zum Abend zu überbrücken und dann geht’s ins Rathaus“. 

Privatisierungstrend stoppen

Warum sie die richtige Wahl für das Amt der Kieler Oberbürgermeisterin ist, kann Susanne Gaschke leicht beantworten: 

„Ich lebe seit meiner Kindheit hier, kenne die Stadt sehr gut. Es ist eine schöne Stadt - das soll auch so bleiben! Aber es gibt einiges zu verbessern.

Wegen der knappen Kassen wollen wir das ideologische Festhalten an der Privatisierung ändern. Die hat nämlich vieles schlechter und teurer gemacht.

Das heißt: Dinge wie die Abfallwirtschaft oder die Pflege wollen wir wieder zurück in kommunale Hände geben. Dadurch kann man Defizite in diesen Bereichen beheben, Kosten für die Bürger senken und für die Stadt fällt auch was ab“.

Welche Pläne hat Susanne Gaschke noch? „Wir haben vor, eine Wohnungsbaugesellschaft zu gründen, da Kiel eine wachsende Stadt mit akutem Wohnungsmangel ist. Für Menschen mit Behinderung planen wir, Kiel barrierefrei zu machen und bei der Bildung wollen wir Mängel beheben und mit einer Leseförderung erste, kleine Schritte machen“, so Gaschke.

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29. October 2012 • 15:42 Antworten
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Manipu

Susanne Gaschke ist außerhalb Kiels relativ unbekannt, doch ihr zum Ausdruck gebrachter Wille, Privatisierungen nicht nur zu stoppen, sondern in den Bereichen Abfallwirtschaft und Pflege wieder in kommunale Verantwortung zu geben, macht sie mir sehr sympathisch. Ob sie mir nach ihrer Wahl sympathisch bleibt, wenn es darum geht Taten folgen zu lassen, ist zum Wohle der Bürger Kiels zu hoffen und zu wünschen.