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Icon   18.12.2011 SPD erhöht Druck auf Wulff

"Ein Bedauern reicht nicht"

Teresa Bücker • 18. December 2011

Nachdem nun neue Zweifel aufgetaucht sind, ob der 500.000-Euro-Kredit an Christian Wulff nicht doch vom Unternehmer Egon Geerkens direkt stammt, und nicht von dessen Frau, forderte die SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles „reinen Tisch“. Zu dem Privatkredit für Wulff waren am Freitag neue Fragen aufgetaucht. Der „Spiegel“ berichtete, Äußerungen von Geerkens ließen darauf schließen, dass die Geldsumme faktisch doch von ihm gekommen seien. 

Die SPD-Spitze erhöht den Druck auf Bundespräsident Christian Wulff, alle Fakten über die Finanzierung seines Hauses in Osnabrück offen zu legen. Die Generalsekretärin Andrea Nahles sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: „Wenn Bundespräsident Wulff das höchste Amt im Staat nicht beschädigen will, muss er jetzt endlich reinen Tisch machen.“ Nahles fuhr fort: „Ein Bedauern reicht nicht, wenn Vorwürfe, wie sie jetzt in den Medien erhoben werden, im Raum stehen.“

Insbesonderen die Bürgerinnen und Bürger hätten ein Recht darauf zu erfahren, in welchem tatsächlichen Verhältnis der damalige niedersächsische Ministerpräsident und heutige Bundespräsident Wulff zu dem Unternehmer Geerkens stand, so Nahles. Das gebiete der Respekt und die Achtung vor den demokratischen Institutionen."Es ist unerträglich, dass ausgerechnet der Bundespräsident durch sein Verhalten die Politkverdrossenheit in unserem Land spürbar vorantreibt", sagte Nahles der F.A.S.

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