Hauptinhalt

12.01.2012 – Integrationsbericht der Bundesregierung
12. January 2012 - Jan Almstedt

Integration kommt nur langsam voran

Die Integration von Zuwanderern in Deutschland kommt nur langsam voran. Am Donnerstag legte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung ihren Bericht vor. 

Migranten tun sich aber weiterhin schwerer auf dem Arbeitsmarkt und in der Schule als Einheimische. Das geht aus dem Integrationsbericht der Bundesregierung vor, den Maria Böhmer am Donnerstag in Berlin vorstellte. Dennoch sieht die Integrationsbeauftragte „maßgebliche Fortschritte“ in den letzten Jahren. Die Entwicklung gehe in die richtige Richtung. Böhmer räumte aber auch ein: „Noch immer sind die Unterschiede zwischen Migranten und Menschen ohne Migrationshintergrund zu groß.“ In Deutschland leben rund 16 Millionen Zuwanderer und ihre Kinder.



Ein Beispiel ist die Schulbildung: Im Jahr 2010 waren dem Bericht zufolge 4,4 Prozent der 18- bis 24-jährigen Migranten ohne Schulabschluss. Damit hat sich die Quote seit dem Jahr 2005 (5,1 Prozent) nur wenig verringert. Und sie ist im Vergleich zur Quote von Schülern ohne ausländische Wurzeln (1,6 Prozent) immer noch mehr als doppelt so hoch. 

Eine wichtige Erkenntnis haben die Wissenschaftler mit ihrem Bericht der Regierung ins Stammbuch geschrieben: Es ist nicht die ausländische Herkunft, die über die Entwicklung der Kinder entscheidet, sondern die soziale Herkunft. Die SPD weiß das schon lange und betrachtet Integration darum vor allem als eine soziale Herausforderung.

(mit dpa)

Ihr Feedback zu diesem Artikel:



Sie müssen ein SPD.de Benutzerkonto haben, um eigene Kommentare zum Beitrag zu verfassen.

Gleich anmelden oder einloggen

10. February 2012 • 13:54 Antworten

dortmunder

Ausländerquote, Frauenquote, ect. Was im Zusammenhang mit diesen Quoten immer wieder fehlt, ist eindeutig die Schwerbehindertenquote! Diese wird jedoch gerne stillschweigend umgangen. Das AGG wird die gleiche Todesursache haben, wie einst das ADG. Tod durch Arroganz bzw. Ignoranz. Alleine die UN-Konvention zeigt, wie viel noch zu tun ist. Zeit den NAP (Nationalen Aktionsplan Plan) der DBR (Deutscher Behindertenrat) "auch" x umzusetzen um nicht immer wieder andere Projekte zu bevorzugen, um eben dem zu entgehen. Zugegeben, dazu gehört viel Mut und Gesicht. Doch diese Eigenschaften sollten gerade innerhalb der SPD kein Problem sein. Eigentlich. Oder?