Kinder unter zwei Jahren mit ausländischen Wurzeln werden nur halb so oft in Kindertagesstätten oder von Tagesmüttern betreut wie Kinder ohne Migrationshintergrund. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat mitgeteilt, dass auch bei den Drei- bis Fünfjährigen die Betreuungsquote mit 85 Prozent im Vergleich zu Kindern ohne ausländische Wurzeln mit 97 Prozent deutlich niedriger liegt.
Angesichts dieser Zahlen kritisiert die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig das Betreuungsgeld erneut als „Quatsch und sogar kontraproduktiv“. Gerade Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund würden durch die Bildungs- und Betreuungsangebote in Kitas Aufstiegschancen und die Möglichkeit zur Integration erhalten. Sie fordert: „Wir müssen Hürden abbauen, die gerade Familien mit Migrationshintergrund noch davon abhalten, ihre Kinder in Kitas zu bringen.“
In ihrer Kritik am Betreuungsgeld der Bundesregierung stehen Sozialverbände und Opposition nicht alleine. Erst gestern berichtete die Financial Times Deutschland, dass die EU-Kommission einen blauen Brief an Deutschland geschickt hat. Brüssel wirft der Koalition vor, mit dieser Prämie würden „Fehlanreize“ gesetzt und die Erwerbsbeteiligung der Frauen gefährdet.











