SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles vermisst bei Kanzlerin Angela Merkel angemessene Schwerpunkte in der Europapolitik. Statt dem französischen Präsidenten beim Wahlkampf zu unterstützen solle sie lieber nach Griechenland reisen und ihren dortigen Parteifreund „die Meinung sagen“.
Das massive Engagement Merkels im französischen Wahlkampf für den inzwischen „einzigen Verbündeten in Europa, den sie noch hat“, sieht Nahles als Zeitverschwendung an: „Das nützt weder Europa noch Sarkozy noch Merkel“.
Statt nach Frankreich zu reisen, empfiehlt die SPD-Generalsekretärin der deutschen Regierungschefin einen Besuch in Griechenland, um Antonis Samaras „einmal die Meinung zu sagen“. Schließlich präsentiere sich ihr Parteifreund als „Hauptblockierer“ der notwendigen Strukturreformen im Land und lasse sich „in keine Kabinettsdisziplin einbinden“, kritisierte Nahles am Montag in Berlin.












JLWagner • 13. February 2012 • 10:59
Die SPD-Spitze begreift offenbar nichts. Nach Agenda 2010 folgten im Rahmen der großen Koalition Deregulierungen im Finanzbereich und der Umbau der Landesbanken zu Investmentanstalten, mit bekannten Konsequenzen. Statt nun endlich den notwendigen Kurswechsel zu verlangen, statt sich Seite an Seite mit den 100.000 demonstrierenden Griechen zu positionieren und die Austeritätspolitik (von CNN (!!!) gestern mit "more suffering for the people" beschrieben) als falschen Weg zu kritisieren, will man "Blockierern" die Leviten lesen und fordert in diversen Artikeln noch mehr Sparpolitik. Die SPD scheint sich aktuell - frei von jeder sinnvollen, um sozialen Ausgleich bemühten Politik - bereits gemütlich im Ehebett mit Frau Merkel einzurichten. Eine Partei demontiert sich selber. Applaus!
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