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11.06.2012 - Rot-Grüne Bundesratsinitiative
11. June 2012 - Jochen Wiemken

Schmid will Vermögensteuer wieder einführen

Baden-Württembergs Finanzminister Nils Schmid (SPD) hat angekündigt, dass die rot-grünen Bundesländer nach der parlamentarischen Sommerpause eine Bundesratsinitiative mit dem Ziel starten wollen, die Vermögensteuer wieder zu erheben. Ungefähr 11,5 Milliarden Euro sollen so jährlich in die Kassen der Länder für dringend notwendige Zukunftsinvestitionen gespült werden.

Die Vermögensteuer sei unverzichtbar, um das Ziel ausgeglichener Haushalte zu erreichen, sagte der SPD-Politiker am Wochenende gegenüber der "Badische Zeitung". Denn das bloße Kürzen von Ausgaben reiche nicht aus, um die Defizite abzubauen. "Die öffentlichen Haushalte sind unterfinanziert", so Schmid. Vor allem in den Bereichen Verkehrsinfrastruktur und Bildung müsse der Staat mehr Geld  investieren.
"Große Vermögen müssen einen stärkeren Beitrag zum Gemeinwohl leisten", betonte Schmid Die SPD erhebt in ihrem Parteiprogramm die Forderung nach einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes und der Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge. Die Wiedereinführung der Vermögensteuer sei für die Länder ebenfalls ein wichtiger Baustein, sagte Schmid.

Der Steuersatz für Vermögen soll ein Prozent betragen. Bezahlen sollen die Steuer vor allem Privatleute mit hohem Vermögen. Betriebliche Vermögen sollen geschont werden. Schmid: "Ich setze mich für eine weitgehende Verschonung von Betriebsvermögen ein".

Zurzeit erarbeitet eine Arbeitsgruppe der SPD-Finanzminister aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hamburg die Details.

In der Diskussion der Länder steht ein Basismodell, das einen Freibetrag von zwei Millionen Euro für natürliche Personen und vier Millionen Euro bei Ehepaaren vorsieht. Für Kapitalgesellschaften soll es eine Freigrenze von 200.000 Euro geben.

Nach diesem Modell müssten 150.000 natürliche Personen und 160.000 Kapitalgesellschaften die Vermögensteuer zahlen.

Im Dezember hatte der Bundesparteitag der SPD beschlossen, den Spitzensteuersatz anzuheben und eine Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge einzuführen.

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23. June 2012 • 22:04 Antworten

Pu244

Na toll, ein Vorschlag wie ich ihn von den Sozis gewohnt bin, absolut undurchdacht. Wetten das in den 11,5 Mrd. € nicht berücksichtigt wurde das dann auch noch die letzten ehrlichen Idioten unter den Vermögenden welche bisher ehrlich ihre Steuern gezahlt haben (z.B. Dieter Bohlen) sich in die Schweiz absetzen oder wie die zu Guttenbergs (400 Mio. €) ihr Geld in eine Stiftung transferieren. Es würde mich nicht wundern wenn der Staat am Ende sogar draufzahlt. Es ist nun mal eine Tatsache: Sozis, vor allem linke verstehen nunmal meist nichts vom Geld. Ich erinnere mich noch an TSG der in Hessen die Zwangsanleihen aus der Mottenkiste geholt hat mit denen schon Kohl in den 80ern beim Bundesverfassungsgericht gescheitert ist. Aber eventuell rege ich mich auch zu unrecht auf und es kommt ganz anders wie bei Schröder: im Wahlkampf noch das üblich Gesülze von sozialer Gerechtigkeit und dann kam Hartz 4, Rente mit 67, Kürzungen im Gesundheitswesen (das ich in 30 Jahren mein Gebiss wohl selbst zahlen muß vergesse ich euch nicht). Wer für Mindestlohn, soziale Gerechtigkeit,gegen Wehrpflicht und Kernkraft ist wählt Schwarz Gelb und wer Kürzungen im Sozial und Rentenbereich sowie Steuersenkungen für Gutverdiener will wählt SPD. Verkehrte Welt...

21. June 2012 • 16:45 Antworten

raudy

richtig und weiter so besteuern sie doch auch mal die, die 2-3 luxusnebenwohnungen besitzen und so den normalen menschen den wohnraum entziehen. es sollten sowieso mehr für den sozialen wohnungsbau getan werden. das könnten sie auch für den wahlkampf verwenden die menschen würden es ihnen danken

13. June 2012 • 17:53 Antworten

Edgar Herrmann

"Große Vermögen müssen einen stärkeren Beitrag zum Gemeinwohl leisten", ich kann nicht verstehen, das dies Steuer abgeschaft wurde. Volkswirtschaftlich war das ein Unding.