Hauptinhalt

07.08.2012 - Zum Fall Drygalla
07. August 2012 - Friederike Bergmann

Warnung vor Hexenjagd

Der SPD-Innenexperte Sebastian Edathy hat im Fall
der Olympia-Ruderin Nadja Drygalla vor einer „Hexenjagd“ gewarnt. Im Deutschlandfunk sagte Edathy am Dienstag, er habe „große Schwierigkeiten“ damit, „private Liebschaften von einzelnen Bürgern“ zum Gegenstand öffentlicher Debatten zu machen: „Das kann dann auch schnell zur Hexenjagd werden“.

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) kritisierte am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Schwerin das Bundesinnenministerium und den Deutschen Ruderverband für deren Umgang mit der Ruderin. Sport und Politik müssten für die Zulassung zu den Olympischen Spielen klare Regeln erlassen. „Wir sind der Meinung, dass eine Beziehung alleine nicht reicht, sondern dass es auf den Menschen selbst ankommt, was er getan hat“, sagte Sellering. Drygalla sei lediglich mit einem früheren NPD-Mann liiert und es gäbe keine weiteren Erkenntnisse, dass sie persönlich dieses Gedankengut vertrete.

Drygalla hatte wegen ihrer Kontakte zu dem früheren NPD-Landtagskandidaten Michael Fischer die Olympischen Spiele in London vorzeitig verlassen und eine Debatte über Rechtsextremismus im Spitzensport ausgelöst.

(mit dpa)

Ihr Feedback zu diesem Artikel:



Sie müssen ein SPD.de Benutzerkonto haben, um eigene Kommentare zum Beitrag zu verfassen.

Gleich anmelden oder einloggen