Startseite > News > Equal Pay Day

Hauptinhalt

News

Übersicht

Icon   Equal Pay Day

Mannsbilder? Weibsbilder? Neue Bilder!

Teresa Bücker • 24. March 2011

Equal Pay Day
Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion und Unterstützer demonstrieren am Freitag vor dem Brandenburger Tor in Berlin bei einer Kundgebung zum Equal Pay Day für die Forderung nach gleicher Entlohnung von Frauen und Männern. (Bild: Elke Ferner)

Am Freitag wird in Deutschland zum vierten Mal der "Equal Pay Day" begangen, ein Aktionstag für die Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen. Die SPD will den Lohnunterschieden mit  zwei Instrumenten begegnen: dem Entgeltgleichheitsgesetz und dem Mindestlohn.


Überall in Deutschland finden am 25. März Aktionen zum "Equal Pay Day" statt. Sein Datum fällt als Symbol auf den Tag des Jahres, bis zu dem Frauen im neuen Jahr mehr arbeiten müssten, um das durchnittliche Vorjahresgehalt des Mannes zu erreichen. Wie im letzten Jahr zeigt uns das: Frauen müssen fast drei Monate länger arbeiten, um den Lohn von Männern zu erhalten. Der unbereinigte Gender Pay Gap, das heißt der prozentuale Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Männern und Frauen, lag im Jahr 2010 wie in den Vorjahren bei 23 Prozent. Seit Mitte der 90er Jahre verharrt der Lohnunterschied nun auf diesem hohen Niveau. Das Problem ist lange bekannt. Doch keine rechtliche Verpflichtung zur gleichen Bezahlung von Frauen und Männern hat daran etwas ändern können. Nicht das Grundgesetz, nicht der EU-Vertrag und auch nicht das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. 

Woher stammen die Lohnunterschiede?

Die Lohnunterschiede haben Ursachen, vor allem aber haben sie Folgen. Einen bedeutenden Anteil am Gender Pay Gap haben traditionelle Rollenbilder für Beruf und Familienleben. Typisch Frau, typisch Mann: sie die Zuverdienerin, er der Haupternährer, Frauenberufe, Männerberufe, Brüche in den Erwerbsbiografien der Frauen, wenn sie Kinder bekommen, gradlinige Karrieren bei Männern, gläserne Decken, die Frauen den beruflichen Aufstieg versperren, eine 90-prozentige Männerquote in vielen Führungsetagen, Frauen stellen 70 Prozent der Arbeitnehmerinnen im Niedriglohnsektor. Aus diesen Mustern ergeben sich für Frauen viele Nachteile: Frauenberufe erhalten weniger Respekt, Frauen sind wirtschaftlich abhängig, sie geraten eher in Armut, wenn sie sich von ihrem Partner trennen und Kinder haben, sie erhalten eine niedrigere Rente und sind im Alter arm.

Was können wir tun?

Um den Gender Pay Gap zu schließen, müssen wir uns der existierenden Rollenbilder bewusst werden und diese neu denken. Wir brauchen eine geschlechtersensible Erziehung in Kindertageseinrichtungen und Schulen, sowie eine Ausbildung der Pädagogen in dieser Hinsicht. Die SPD setzt sich ein für eine Arbeits- und Unternehmenskultur, die eine Vereinbarung von Familie und Beruf ermöglicht  - für Männer und für Frauen. Die Elternzeit könnte beispielsweise gleichmäßiger aufgeteilt werden. Wir brauchen einen flächendeckenden Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen und Ganztagsschulen, denn das deutsche Bildungssystem fußt nach wie vor auf der Erwartungshaltung, dass Mütter sich nachmittags um ihre Kinder kümmern.

Ein Gesetz für Entgeltgleichheit

All diese Bestrebungen für mehr Lohngerechtigkeit will die SPD außerdem mit einem neuen Gesetz verstärken. Die Durchsetzung von Entgeltgleichheit soll nicht mehr den Frauen aufgebürdet, sondern zur unternehmerischen und gesellschaftlichen Herausforderung gemacht werden. Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sagen: Es wird es höchste Zeit für gesetzliche Maßnahmen, die wirklich helfen. Die von der SPD beschlossenen Eckpunkte für ein so genanntes Entgeltgleichheitsgesetz sehen vor, die Verantwortlichen in den Betrieben verbindlich zum Handeln aufzufordern und gegebenenfalls dazu zu zwingen. Dafür soll das Gesetz mit Pflichten, Fristen und Sanktionen ausgestattet werden. Zivilgesellschaftliche Akteure wie die Tarifvertragsparteien, Betriebs- und Personalräte, Beschäftigte und auch Antidiskriminierungsverbände sollen starke Kontroll- und Einwirkungsrechte erhalten.
Vorgesehen sind drei Schritte: Die Unternehmen müssen einen Entgeltbericht erstellen und ihre Entlohnung transparent machen. Bei Entgeltungleichheit haben die Unternehmen die Möglichkeit, selbst für die Beseitigung der Lohndifferenz zu sorgen. Hierfür gibt das Gesetz einen verbindlichen Weg vor. Verweigert sich das Unternehmen, greift der Staat mit Sanktionen ein. Damit künftig auch alle Tarifverträge diskriminierungsfrei sind, soll hier ein ähnliches Verfahren angewendet werden.

Auch der Mindestlohn ist wichtig

Wir kämpfen weiterhin für einen gesetzlichen Mindestlohn. Davon würden viele Frauen profitieren, die im Niedriglohnsektor arbeiten, doch auch die Lohnunterschiede zwischen Armen und Reichen werden immer größer. Wir fassen den „Equal Pay Day“ noch ein Stück weiter. Die SPD setzt sich ein für faire Löhne für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


Machen Sie mit! Auf der Website des Frauenrates finden Sie eine Karte zu zahlreichen Aktionen zum Equal Pay Day überall in Deutschland.

Inhalt rechte Spalte

 

Hauptinhalt 2

Ausgewählt

Erhard Eppler

Icon „Vaterlandsverrat“ - Wirbel um “Welt“-Kommentar

„Zornausbruch einer Marktradikalen“

Icon Die Union macht einen Vorschlag, den sie hoffentlich nicht ernst meint

Mindestlohn per Tombola

Icon Betreuungsgeld oder Kita-Ausbau

Die Fakten

Icon D64 veröffentlicht Charta zur digitalen Gesellschaft

Netzpolitik muss moderne Gesellschaftspolitik sein!

Beliebt

Frank-Walter Steinmeier, Sigmar Gabriel und Peer Steinbrück

Icon SPD-Positionspapier für Wachstum und Beschäftigung in Europa

Wer sparen will, braucht Wachstum!

Icon Sigmar Gabriel zum Wahlausgang

Politik für die Menschen

Icon NRW-Wahl

Triumph für Rot-Grün!

Icon Kurswechsel der Kanzlerin steht bevor

Merkels Europapolitik ist gescheitert

Interviews

Eltern mit Babyschale

Icon Betreuungsgeld aus arbeitsmarktpolitischer Sicht

"Eltern wollen früher wieder einsteigen"

Icon Frühkindliche Erziehung - Interview mit Katia Saalfrank

"Kinder brauchen sichere, stabile Beziehungen"

Icon Schwesig im Interview zum SPD-Kampagnenstart:

"Für Kitas statt Betreuungsgeld"

Icon Interview mit Aydan Özoguz

„Eine einladende Integrationspolitik ist der richtige Weg“

Reportagen

Kampagne von Francois Hollande

Icon In der Kampagnenzentrale von François Hollande

L'esprit de changement

Icon Drei Köpfe – eine Geschichte

Gerechte Bildung heißt für mich ...

Icon Reportage: Jugend & Politik

Politik ist ja gar nicht so uncool!

Icon Besuch in der "Sozialen Stadt"

Vom Problemkiez zum Wohnzimmer

Eurokrise

Frank-Walter Steinmeier, Sigmar Gabriel und Peer Steinbrück

Icon SPD-Positionspapier für Wachstum und Beschäftigung in Europa

Wer sparen will, braucht Wachstum!

Icon Kurswechsel der Kanzlerin steht bevor

Merkels Europapolitik ist gescheitert

Icon Europapolitik

„Frau Merkel wird sich bewegen müssen“

Icon 1.Mai-Kundgebungen

Hunderttausende fordern Kurswechsel in Europa

Energiewende

Umweltminister Norbert Röttgen und Wirtschaftsminister Philipp Rösler

Icon SPD sieht Industriestandort bedroht

Regierung treibt Solarindustrie in den Kollaps

Icon Ziele der NRWSPD

Dafür steht Hannelore Kraft

Icon NRW

Volle Kraft für NRW

Icon „Denkwerk Demokratie“ veröffentlicht Auftakterklärung

Neues Denken für Politik und Wirtschaft

Gesundheitspolitik

Krankenhauspersonal im OP-Saal

Icon Gesundheitsminister will sparen – vor allem bei den Älteren

Operation Hüfte

Icon Geheimabsprachen bei Medikamentenhandel

Union mauschelt mit Pharma-Lobby

Icon Schwere Vorwürfe der Verbraucherzentralen

Notfallpatient PKV

Icon Nach der Debatte im Bundestag

SPD-Führung zeigt ihre Organspende-Ausweise

Neuer Fortschritt

Arbeiter bauen ein Grüst auf.

Icon OECD-Studie

Wachstum braucht soziale Gerechtigkeit

Icon Neuer Fortschritt

Freiräume in der Rushhour des Lebens

Icon berlin buch battle des vorwärts-Verlags

Den Fortschritt gestalten – aber wie?

Icon Drei Köpfe – eine Geschichte

Energiewende heißt für mich...

Integration und Zuwanderung

Aydan Özoguz

Icon Interview mit Aydan Özoguz

„Eine einladende Integrationspolitik ist der richtige Weg“

Icon Mehr Investitionen: Beschluss zu Bildung und Integration

„Mut und Entschlossenheit“ für Zukunftschancen

Icon 12.01.2012 – Integrationsbericht der Bundesregierung

Integration kommt nur langsam voran

Icon Drei Köpfe – eine Geschichte

Eine vielfältigere SPD heißt für mich ...

Parteireform

Zahlreiche Menschen gehen am 20.12.2008 in Freiburg durch eine Fußgängerzone.

Icon SPD-Regierungsprogramm

Mehr Volksbeteiligung leben

Icon Organisationspolitisches Grundsatzprogramm

Die modernste Partei Europas werden

Icon SPD beschließt Parteireform

„Es ist wieder Zeit für eine Veränderung“

Icon Roter Frauensalon

"Frauen interessieren sich für Politik mehr denn je"