Die Hungerkatastrophe in Ostafrika spitzt sich dramatisch zu. Am Montag kommt die internationale Staatengemeinschaft zu einem Krisentreffen zusammen. Vertreter mehrerer NGOs, kirchlicher Hilfswerke sowie des Forums "Eine Welt" der SPD appellieren, mehr humanitäre Hilfe zu leisten. Die bisherigen Beträge der wirtschaftsstarken Länder seien „beschämend niedrig“.
Auf Antrag der französischen G20-Präsidentschaft treffen sich die UN-Staaten im Rahmen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) am Montag in Rom. Sie wollen über die Situation, Koordinierung und Finanzierung der Hilfsmaßnahmen für die von einer katastrophalen Dürre betroffenen Menschen am Horn von Afrika beraten.
Unmittelbar vor dem Treffen fordert ein Bündnis insbesondere von den in der G20 organisierten Staaten, entschlossene Hilfe zu leisten und die notwendigen Finanzmittel zur Verfügung zu stellen. In dem Aufruf „Menschen in Ostafrika benötigen dringend mehr humanitäre Hilfe!“ [PDF, 45 KB] verweisen sie darauf, dass am Horn von Afrika rund 12 Millionen Menschen von der Dürre betroffen sind. Monatelang ausbleibende Regenfälle und drastisch gestiegene Lebensmittelpreise bedrohten dort die ärmsten und schwächsten Menschen.
Industrieländer stehen in der Pflicht
Mitverantwortlich für diese Situation sei der Klimawandel, der diese Region besonders hart trifft. „Deshalb gibt es auch eine besondere Verpflichtung der Industrieländer als Hauptverantwortliche aktiv Hilfe zu leisten“, heißt es in dem Aufruf. „Die Beträge der wirtschaftsstarken Länder, darunter Deutschland, sind beschämend niedrig.“ Die G20-Staaten müssten dringend ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Dabei müsse sich die Gebergemeinschaft an die Grundprinzipien der humanitären Hilfe, Neutralität und strikte Bedarfsorientierung, halten. „Die Hilfe für Somalia darf nicht politisch instrumentalisiert werden“, warnt das Bündnis.
Zu den Unterzeichnern des Aufrufs [PDF, 45 KB] gehören unter anderem der Gründer von Transparency International, Prof. Dr. Peter Eigen, die Vizepräsidentin des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche in Deutschland, Cornelia Füllkrug-Weitzel, der Geschäftsführer des INKOTA-Netzwerkes Arnd von Massenbach sowie die Chefin des Forums Eine Welt, Heidemarie Wieczorek-Zeul.
Die Dürrekatastrophe am Horn von Afrika gilt als die schlimmste seit 60 Jahren und betrifft neben Somalia und Kenia auch Äthiopien und Teile Ugandas. Zehntausende Menschen sind nach Schätzungen der Hilfsorganisationen der Hungerkatastrophe schon zum Opfer gefallen. Für etwa zwölf Millionen wird die Lage immer bedrohlicher. Kirchen und Hilfsorganisationen in Deutschland rufen die Bevölkerung eindringlich zu Spenden für die leidenden Menschen auf.














Gelöschter Nutzer • 25. July 2011 • 19:32
Die Welt des 21. Jahrhunderts steht vor wirklich entscheidenden Herausforderungen – Herausforderungen, die bereits seit der Gründung der UNO bestand haben und wo die Weltgemeinschaft dennoch große Fortschritte erzielt hat: Politische Herausforderungen (Kriege, Konflikte, Terrorismus, Nukleare Bedrohung, etc.); Soziale Herausforderungen (Hunger, Krankheiten, Armut, u. a.); wirtschaftliche Herausforderungen (Finanzkrisen, Schuldenkrise, Unterentwicklung, Arbeitslosigkeit, etc.); ökologische Herausforderungen (Klimawandel, Naturkatastrophen, Kernenergie) sowie liberale Herausforderungen (Unterdrückung, Benachteiligung, Diskriminierung, Ungleichheit, etc.). Diese Aufgabenfülle kann schon zur Resignation führen. Sie müssen aber auf eine neue globale Agenda und je nach Priorität entschieden angegangen werden können, bis 2040/2050 können gewaltige Fortschritte erzielt werden. Siehe Entwicklung der letzten 50 Jahre seit 1960.
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