Startseite > News > Wachstum braucht soziale Gerechtigkeit

Hauptinhalt

News

Übersicht

Icon   OECD-Studie

Wachstum braucht soziale Gerechtigkeit

Jan Almstedt • 24. January 2012

Arbeiter bauen ein Grüst auf.
(Bild: dpa)

Die Einkommensunterschiede in den meisten Industrie- und Schwelleländern zwischen Geringverdienern und Beschäftigten mit mittleren Einkommen wachsen, besonders in Deutschland. Das bremst auch das Wachstum, warnt die OECD – und empfiehlt den Kampf gegen soziale Ungleichheit.

Im März will die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ihre Studie „Going for Groth“ vorlegen. Zwei Kapitel hat sie jetzt schon vorgelegt und dabei vor allem Aspekte von Verteilungsgerechtigkeit beleuchtet.

Die zunehmende Einkommensschere zwischen Gering- und Besserverdienern ist der OECD zufolge nicht nur ein Problem sozialer Gerechtigkeit, sondern es bremst auch das Wachstum. Besonders in Deutschland ist demnach die Ungleichheit seit Mitte der 80er Jahre stark gestiegen. Größere Unterschiede haben die Experten lediglich in den USA und in Südkorea feststellen können.

Unter anderem schlechte Bildung erhöht soziale Ungleichheit und dämpft das Wachstum. Für Deutschland kritisieren die Forscher vor allem schlechte Integration und entsprechend geringe Berufschancen für junge Menschen mit Migrationshintergrund. Investitionen in Bildung, so die Botschaft, rechnen sich für die ganze Gesellschaft.

Grundsätzlich lasse sich soziale Ungleichheit durch gezielte Schritte zur Gleichbehandlung eindämmen. Dies betreffe sowohl Zugewanderte und Einheimische als auch Männer und Frauen. Darum empfehlen die Forscher auch eine höhere Arbeitsmarktbeteiligung von Frauen. Dies sei sowohl gut für die Wachstumsperspektiven als auch zum Abbau des Einkommensgefälles.

Hilfreich könne auch ein Mindestlohn sei. Dieser dürfe, schränkt die aber OECD ein, nicht zu hoch sein, weil sonst ein Anstieg der Arbeitslosigkeit drohe.

Um den Arbeitsmarkt dauerhaft anzukurbeln schlagen die Forscher außerdem Entlastungen bei den Steuern auf Arbeit vor. Finanzieren ließe sich dies durch weniger Abschreibungsmöglichkeiten für Besserverdienende und eine höhere Besteuerung von Kapitalgewinnen aus dem Aktienhandel sowie auf Immobilienverkäufe.

Soziale Gerechtigkeit, so die Botschaft der OECD, kann eine wichtige Grundlage für Wirtschaftswachstum sein.

Inhalt rechte Spalte

 

Hauptinhalt 2

Ausgewählt

Onlineantrag Netzpolitik

Icon Zukunftsdialog Online der SPD-Bundestagsfraktion

Ein Bürgerprogramm mit Ihren Ideen

Icon Elias Perabo berichtet über die Gewalt in Syrien

„Jetzt den syrischen Frühling unterstützen“

Icon Lebensmittelskandal

Wo bleibt der Schutz für Mensch und Tier?

Icon Bundesparteitag der SPD 2011

Alle Beschlüsse des Bundesparteitages

Beliebt

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles informiert über Schwerpunkte des Parteitags.

Icon Gesetzentwurf angekündigt

SPD will Rente mit 67 aussetzen

Icon Martin Schulz ist neuer Präsident des Europäischen Parlaments

„Ich werde kein bequemer Präsident sein“

Icon Gabriel bietet parteiübergreifende Wulff-Nachfolge an

"Wir brauchen einen Neuanfang"

Icon Europa-Appell von Altkanzler Helmut Schmidt

„Hilfsbereitschaft ist unerlässlich“

Interviews

Birgit Sippel im Gespräch

Icon Europäische Harmonisierung von Daten- und Verbraucherschutz

„Der Teufel steckt natürlich im Detail“

Icon spd.de-Interview mit Heiko Maas

„Der Ausgang ist offen“

Icon Korea-Experte im Interview

Machtwechsel in Nordkorea bietet auch Chancen

Icon Occupy-Bewegung

„Wir sind gekommen um zu bleiben“

Reportagen

Elisa Krummrich Taner Ünalgan Josefine Geib

Icon Drei Köpfe – eine Geschichte

Gerechte Bildung heißt für mich ...

Icon Reportage: Jugend & Politik

Politik ist ja gar nicht so uncool!

Icon Besuch in der "Sozialen Stadt"

Vom Problemkiez zum Wohnzimmer

Icon Drei Köpfe – eine Geschichte

Eine vielfältigere SPD heißt für mich ...

Eurokrise

Ein Mann zeigt symbolisch seine leere Hosentasche.

Icon Erklärung gegen die verfehlte Europa-Politik der Bundesregierung

Sparen allein reicht nicht

Icon Europäisches Wachstums- und Beschäftigungsprogramm

„Strukturfonds anzuzapfen reicht nicht“

Icon Finanztransaktionssteuer

„Signale helfen nicht“

Icon Weltwirtschaftsforum in Davos

"Ein selbstzerstörerischer Kurs"

Energiewende

Sigmar Gabriel und Volker Hauff

Icon Energiewende droht zu kippen

„Das Ding läuft schief“

Icon SPD-Chef Gabriel warnt vor dem Scheitern der Energiewende

„Regierung handelt planlos“

Icon Jahresauftakt-Klausur des SPD-Parteivorstandes

Gemeinschaftsprojekt „Soziale Gerechtigkeit“

Icon Jahreswirtschaftsbericht

Regierung baut allein auf Hoffnung

Gesundheitspolitik

Butler James schaut in dem Sketch "Dinner for One" mißbilligend auf das Tigerfell.

Icon Geschenk der Union an Pharma- und Apothekenlobby

„Der Tiger wird zum Bettvorleger“

Icon BUND und SPD für mehr Verbraucherschutz

Die industrielle Tierhaltung zurückdrängen

Icon Bundesrat-Veto angekündigt

SPD lehnt „Pflege-Bahr“ ab

Icon Kurzserie

Das erwartet Sie 2012 – Teil 2

Neuer Fortschritt

Arbeiter bauen ein Grüst auf.

Icon OECD-Studie

Wachstum braucht soziale Gerechtigkeit

Icon Neuer Fortschritt

Freiräume in der Rushhour des Lebens

Icon berlin buch battle des vorwärts-Verlags

Den Fortschritt gestalten – aber wie?

Icon Drei Köpfe – eine Geschichte

Energiewende heißt für mich...

Integration und Zuwanderung

Foto: Hannelore Kraft

Icon Mehr Investitionen: Beschluss zu Bildung und Integration

„Mut und Entschlossenheit“ für Zukunftschancen

Icon 12.01.2012 – Integrationsbericht der Bundesregierung

Integration kommt nur langsam voran

Icon Drei Köpfe – eine Geschichte

Eine vielfältigere SPD heißt für mich ...

Icon Beschluss des Parteivorstandes

SPD holt Vielfalt in die Parteiführung

Parteireform

Zahlreiche Menschen gehen am 20.12.2008 in Freiburg durch eine Fußgängerzone.

Icon SPD-Regierungsprogramm

Mehr Volksbeteiligung leben

Icon Organisationspolitisches Grundsatzprogramm

Die modernste Partei Europas werden

Icon SPD beschließt Parteireform

„Es ist wieder Zeit für eine Veränderung“

Icon Roter Frauensalon

"Frauen interessieren sich für Politik mehr denn je"