Auf zunehmenden Widerstand gegen ihre Atompolitik muss sich die schwarz-gelbe Bundesregierung einstellen. Nachdem der Protest auf der Straße seit Monaten zunimmt, belegt auch eine neue Umfrage die breite Ablehnung gegen verlängerte AKW-Laufzeiten: Über Dreiviertel der Befragten wollen, dass Schwarz-Gelb das Vorhaben noch mal überdenkt.
Nach dem umstrittenen Atommüll-Transport ins Zwischenlager Gorleben erreicht die Ablehnung der schwarz-gelben Atompolitik in der Bevölkerung Spitzenwerte: 76 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, dass die Bundesregierung ihren Beschluss über Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke überdenken sollte. Dies teilt mit 57 Prozent selbst die Mehrheit der Anhängerschaft von CDU/CSU. Dies ergab eine repräsentative Umfrage von TNS-Emnid im Auftrag des Kampagnennetzwerks Campact, die am 10. und 11. November unter 1.002 zufällig ausgewählten Bundesbürgern durchgeführt wurde.
„Die schwarz-gelbe Koalition verliert in diesen Tagen den letzten Rückhalt in der Bevölkerung für ihre Klientelpolitik im Interesse der großen Energiekonzerne“, kommentiert Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz die Zahlen. „Die Castor-Proteste haben dazu geführt, dass sich die übergroße Mehrheit der Bundesbürger mittlerweile hinter der Anti-Atom-Bewegung versammelt. Die Regierung heizt einen gesellschaftlichen Großkonflikt wieder an, nur um vier Atomkonzernen Milliardenprofite in die Kassen zu spülen. Jetzt muss Angela Merkel die Notbremse ziehen und den Atom-Deal stoppen.“
Den Widerstand wird Schwarz-Gelb in den nächsten Wochen und Monaten weiterhin auch auf der Straße zu spüren bekommen. Campact, andere Initiativen und auch die Oppositionsparteien planen weitere Aktionen. Die SPD bereitet außerdem eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht vor gegen die Umgehung des Bundesrates bei der Laufzeitverlängerung.
Hier können Sie sich die vollständigen Ergebnisse herunterladen.











