Startseite > News > Familienministerin bittet zur Kasse

Hauptinhalt

News

Übersicht

Icon   Familienministerin bittet zur Kasse

3.600 Euro weniger für arbeitslose Eltern


Jochen Wiemken • 26. November 2010

Drei Babys liegen in der Universitätsfrauenklinik in Leipzig
(Bild: DPA)

Schwarz-Gelb will Elterngeld kürzen und Hartz-IV-Empfängern das Elterngeld ganz streichen – ohne Übergangsregelung. Anfang kommenden Jahres droht darum vielen Familien eine böse Überraschung.

90.000 Eltern werden nach dem Jahreswechsel unmittelbar die schwarz-gelbe Familienpolitik zu spüren bekommen. Ab Januar 2011 wird die Bundesregierung ihnen die laufenden Elterngeldzahlungen kürzen. Darüber hinaus müssen Empfängerinnen und Empfänger von Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II mit der kompletten Anrechnung, also der Streichung des Elterngeldes rechnen.

Eine Familie mit einem Nettoeinkommen von 1.500 Euro muss damit Einbußen in Höhe von etwa 340 Euro im Jahr hinnehmen. Arbeitslose Eltern werden sogar 3.600 Euro weniger im Jahr zur Verfügung haben.

Schröder zeigt „unnachgiebige Härte gegen die Schwächsten“


Bundesfamilienministerin Schröder hat nun erklärt, sie sei nicht bereit, eine Übergangsregelung bei der Streichung des Elterngeldes für Hartz-IV-Empfänger zu schaffen. Das heißt: die Kürzung, beziehungsweise komplette Streichung, wird sofort wirksam – auch bei Familien, die noch Elterngeld beziehen und im Vertrauen auf die Leistung ihr Leben organisiert haben.

Dies stößt auf heftige Kritik der SPD-Parteivize Manuela Schwesig. Damit zeigt die Ministerin „unnachgiebige Härte“ vor allem „gegenüber den Ärmsten in unserer Gesellschaft“, kritisiert Schwesig.

Schwesig, die auch Sozialministerin in Mecklenburg-Vorpommern ist, kritisiert vor allem, dass viele Alleinerziehende ab Januar grundsätzlich kein Elterngeld mehr bekommen werden. Die nicht berufstätige Hausfrau des gut verdienenden Managers hingegen weiter versorgt wird. Noch schlimmer sei, dass die Familienministerin es jetzt noch darauf anlegt, diejenigen zu schröpfen, die den staatlichen Zuschuss auf zwei Jahre gestreckt haben. „Gerade die Eltern, die sich das wenige Geld einteilen wollten, werden so bestraft“, empört sich die SPD-Politikerin.

Sofort Streckung des Elterngeldbezugs widerrufen


Schwesig rät allen, die eine Streckung beantragt haben, diese sofort zu widerrufen. Denn nur so verfallen ihre Ansprüche nicht. „Die zuständigen Berater und Behörden müssen Betroffene darauf aufmerksam machen. Denn auf Kristina Schröder können sich die Familien nicht verlassen. Schröder setzt ihre familienfeindliche Politik fort“, stellt die SPD-Parteivize fest.

Inhalt rechte Spalte

 

Hauptinhalt 2

Ausgewählt

Onlineantrag Netzpolitik

Icon Zukunftsdialog Online der SPD-Bundestagsfraktion

Ein Bürgerprogramm mit Ihren Ideen

Icon Elias Perabo berichtet über die Gewalt in Syrien

„Jetzt den syrischen Frühling unterstützen“

Icon Lebensmittelskandal

Wo bleibt der Schutz für Mensch und Tier?

Icon Bundesparteitag der SPD 2011

Alle Beschlüsse des Bundesparteitages

Beliebt

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles informiert über Schwerpunkte des Parteitags.

Icon Gesetzentwurf angekündigt

SPD will Rente mit 67 aussetzen

Icon Martin Schulz ist neuer Präsident des Europäischen Parlaments

„Ich werde kein bequemer Präsident sein“

Icon Gabriel bietet parteiübergreifende Wulff-Nachfolge an

"Wir brauchen einen Neuanfang"

Icon Europa-Appell von Altkanzler Helmut Schmidt

„Hilfsbereitschaft ist unerlässlich“

Interviews

Birgit Sippel im Gespräch

Icon Europäische Harmonisierung von Daten- und Verbraucherschutz

„Der Teufel steckt natürlich im Detail“

Icon spd.de-Interview mit Heiko Maas

„Der Ausgang ist offen“

Icon Korea-Experte im Interview

Machtwechsel in Nordkorea bietet auch Chancen

Icon Occupy-Bewegung

„Wir sind gekommen um zu bleiben“

Reportagen

Elisa Krummrich Taner Ünalgan Josefine Geib

Icon Drei Köpfe – eine Geschichte

Gerechte Bildung heißt für mich ...

Icon Reportage: Jugend & Politik

Politik ist ja gar nicht so uncool!

Icon Besuch in der "Sozialen Stadt"

Vom Problemkiez zum Wohnzimmer

Icon Drei Köpfe – eine Geschichte

Eine vielfältigere SPD heißt für mich ...

Eurokrise

Ein Mann zeigt symbolisch seine leere Hosentasche.

Icon Erklärung gegen die verfehlte Europa-Politik der Bundesregierung

Sparen allein reicht nicht

Icon Europäisches Wachstums- und Beschäftigungsprogramm

„Strukturfonds anzuzapfen reicht nicht“

Icon Finanztransaktionssteuer

„Signale helfen nicht“

Icon Weltwirtschaftsforum in Davos

"Ein selbstzerstörerischer Kurs"

Energiewende

Sigmar Gabriel und Volker Hauff

Icon Energiewende droht zu kippen

„Das Ding läuft schief“

Icon SPD-Chef Gabriel warnt vor dem Scheitern der Energiewende

„Regierung handelt planlos“

Icon Jahresauftakt-Klausur des SPD-Parteivorstandes

Gemeinschaftsprojekt „Soziale Gerechtigkeit“

Icon Jahreswirtschaftsbericht

Regierung baut allein auf Hoffnung

Gesundheitspolitik

Butler James schaut in dem Sketch "Dinner for One" mißbilligend auf das Tigerfell.

Icon Geschenk der Union an Pharma- und Apothekenlobby

„Der Tiger wird zum Bettvorleger“

Icon BUND und SPD für mehr Verbraucherschutz

Die industrielle Tierhaltung zurückdrängen

Icon Bundesrat-Veto angekündigt

SPD lehnt „Pflege-Bahr“ ab

Icon Kurzserie

Das erwartet Sie 2012 – Teil 2

Neuer Fortschritt

Arbeiter bauen ein Grüst auf.

Icon OECD-Studie

Wachstum braucht soziale Gerechtigkeit

Icon Neuer Fortschritt

Freiräume in der Rushhour des Lebens

Icon berlin buch battle des vorwärts-Verlags

Den Fortschritt gestalten – aber wie?

Icon Drei Köpfe – eine Geschichte

Energiewende heißt für mich...

Integration und Zuwanderung

Foto: Hannelore Kraft

Icon Mehr Investitionen: Beschluss zu Bildung und Integration

„Mut und Entschlossenheit“ für Zukunftschancen

Icon 12.01.2012 – Integrationsbericht der Bundesregierung

Integration kommt nur langsam voran

Icon Drei Köpfe – eine Geschichte

Eine vielfältigere SPD heißt für mich ...

Icon Beschluss des Parteivorstandes

SPD holt Vielfalt in die Parteiführung

Parteireform

Zahlreiche Menschen gehen am 20.12.2008 in Freiburg durch eine Fußgängerzone.

Icon SPD-Regierungsprogramm

Mehr Volksbeteiligung leben

Icon Organisationspolitisches Grundsatzprogramm

Die modernste Partei Europas werden

Icon SPD beschließt Parteireform

„Es ist wieder Zeit für eine Veränderung“

Icon Roter Frauensalon

"Frauen interessieren sich für Politik mehr denn je"