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Kinder und Familie

Familiensache(n)

(Foto: dpa)

Vertrauen und Geborgenheit. Für einander da sein. Für fast alle Menschen ist Familie der Mittelpunkt ihres Lebens, ihr Zuhause. Egal, wo. 

Familie ist bunt

Vater, Mutter, Kind – das ist Familie! Aber nur das? Zwei Mütter vielleicht? Oder zwei Väter? Mit Trauschein oder ohne? Alleinerziehende? Wie bunt kann Familie heute sein, gibt es noch eine Norm? Und was bedeutet das für staatliche Leistungen, für Steuern, für das Leben im Alter? 

Wer hat noch Zeit für Kinder? 

Wer Verantwortung für Kinder übernimmt, muss bereit sein, Zeit zu geben. Wenn genügend Zeit da ist! Vor allem nach der Geburt – für Wochen, Monate. Oder sogar Jahre? Und auch später. Denn Kinder brauchen in jedem Alter Aufmerksamkeit, Zuwendung. Familie ist ja kein Hobby, das Eltern nebenbei betreiben können – und wollen! Sie ist fester Teil des Lebens, vielleicht der wichtigste. Aber nicht der einzige. Denn Eltern wollen auch im Beruf vorankommen. Viele Frauen wollen weiter arbeiten, auch wenn Kinder da sind. Aber immer noch stoßen sie auf ihrem beruflichen Weg an Hürden, die oft schwer zu überwinden sind. Und viele Männer wollen von ihren Kindern mehr haben, als nur ein paar Minuten beim ins-Bett-bringen oder die Wochenenden. Mütter und Väter lassen sich nicht mehr in alte Rollen zwingen. Sie wollen mehr!  

Grafik: Bedarf an Krippenplätzen
Welche Unterstützung brauchen Eltern, damit sie beides haben können – und sich dabei nicht völlig überlasten? Wie finden Frauen und Männer nach der Auszeit für ihr Kind wieder einen guten Einstieg in den Beruf? Wie lässt sich wirklich gute Kinderbetreuung organisieren? Und was müssen öffentliche Betreuungsangebote leisten? „Familienfreundliche Arbeitswelt“ – was heißt das eigentlich konkret: für die Beschäftigten, die Arbeitgeber und für den Staat? 

Was Kinder brauchen

Kinder brauchen Liebe und Fürsorge. Und auch Orientierung – die Eltern sagen, wo es langgeht. Aber reicht das? Welche Ansprüche haben Kinder – an ihre Eltern, aber auch an die Gesellschaft insgesamt? Ansprüche, die geschützt werden müssen. Brauchen Kinder mehr Rechte, damit unsere Gesellschaft kinder- und familienfreundlicher wird? Müsste man dafür vielleicht sogar die Verfassung ändern?

...und wenn Eltern die Kinder brauchen

Auch Eltern brauchen ihre Kinder. Spätestens im Alter, wenn sie krank werden und gepflegt werden müssen. Viele wollen so lange es geht in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und nicht vereinsamen. Eine Herausforderung für beide Generationen. Wie können Kinder (sich) das leisten, wenn sie selbst im Beruf stehen, vielleicht auch eigene Kinder haben? Welche Hilfe brauchen sie, was kann der Staat tun? 

Wussten Sie eigentlich... 

  • Foto: Grossvater mir Enkelin
    (Foto: dpa)
    ... dass Kinder von Alleinerziehenden bis zu neun Mal öfter in Armut leben (62,2%) als Kinder in Paarhaushalten?
  • ... dass fast 20 % mehr Mütter einem Beruf nachgehen, wenn auch der Vater Elternzeit nimmt?
  • ... dass vollzeitberufstätige Väter gerne über 6 Stunden wöchentlich weniger arbeiten wollen? Bei den Müttern sind es sogar 9,5 Stunden. 

Wir haben was zu bieten

Familien und ihre Interessen sind bei der SPD gut aufgehoben. Wir wollen beste Voraussetzungen schaffen, damit sie ihr Leben nach ihren Wünschen einrichten können. 

Starke Kinder von Anfang an

Damit alle Kinder die selben Chancen im Leben haben, brauchen wir gute Kitas und Schulen. Darum werden wir überall gute Ganztagskitas und -schulen ausbauen. Das gibt allen Kindern mehr Bildungschancen und hilft den Eltern, wenn sie berufstätig sein wollen. 

Starke Familien – mit und ohne Trauschein

Grafik: Familienformen 1998 und 2010
Wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen, da ist Familie. Viele Menschen leben heute ohne Trauschein zusammen. Steuerlich gefördert wird aber vor allem die Ehe. Besonders, wenn der Mann viel und die Frau wenig oder nichts verdient. Egal, ob sie Kinder haben. Und beim Kindergeld bekommen Reiche durch Steuerabzug mehr als andere. Das ist ungerecht. >Darum wollen wir das Ehegattensplitting umwandeln, damit mehr Geld für Familien und Kinder da ist.

  • Darum wollen wir ein neues Kindergeld. Das soll bei Familien mit geringem Einkommen höher sein. 
  • Darum wollen wir den Mindestlohn, damit Eltern sich und ihre Familie vom Lohn ihrer Arbeit ernähren können. 

Partnerschaft und Arbeitswelt

Immer mehr Mütter wollen auch im Beruf vorankommen. Immer mehr Väter wollen mehr Zeit für die Familie. Das können sich bisher aber nicht alle leisten. 

  • Darum wollen wir die Arbeitswelt familienfreundlicher machen. Zum Beispiel durch längeren Elterngeldbezug, wenn beide gleichzeitig Teilzeit arbeiten.
  • Wir wollen die Möglichkeiten für Teilzeit auf eigenen Wunsch verbessern – und für den Weg zurück, von der sukzessiven Aufstockung bis zur Vollzeitbeschäftigung.
  • Partnerschaftliche Arbeitsteilung fördern: durch einen Lohnzuschuss, wenn beide Elternteile für ihre Kinder die  Arbeitszeit reduzieren. 

Kinderrechte ins Grundgesetz

Kinder haben Rechte! Bildung gehört dazu, der Schutz vor Gewalt, das Recht auf gesundes Aufwachsen. Deutschland hat die UN-Kinderrechtskonvention nach 20 Jahren noch immer nicht vollständig umgesetzt. Um Kindern ihre Rechte zu garantieren, wollen wir das ändern: im Grundgesetz!

Zeit für die Älteren

Für Berufstätige wollen wir die Pflege von Angehörigen erleichtern: mit einem Lohnausgleich bei kurzfristiger Auszeit. Und einem 1000-Stunden-Budget für Berufstätige, die sich länger um ihre Angehörigen kümmern. Damit Pflege in der Familie keine Frage des Geldes ist.

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01. April 2013 • 14:26 Antworten

Naumudo

Die Aussage im obigen Artikel "Darum wollen wir das Ehegattensplitting umwandeln, damit mehr Geld für Familien und Kinder da ist.", sagt leider nicht aus, was und wie umgewandelt werden soll. Wenn hier nicht rechtzeitig und klipp und klar erklärt wird, was sich die SPD darunter vorstellt, wird die SPD nicht gewählt. Ich bin überzeugt davon, dass dies das entscheidende Wahlkriterium ist. In meinen Augen ist das Ehegattensplitting ein sozialer Ausgleich dafür, dass Ehegatten ihr Leben so organisieren, dass Beruf und Familie gemeistert werden. Dass dabei ein Partner in der beruflichen Entwicklung mehr oder weniger benachteiligt ist, lässt sich meistens nicht umgehen. Außerdem sind eheliche und andere Lebensgemeinschaften von Staats wegen zur gegenseitigen Unterstützung verpflichtet. Hätte ein Partner als Alleinstehender Anspruch auf staatliche Unterstützung, so wird diese nicht gewährt, wenn diese Person in einer ehelichen Gemeinschaft lebt und der Partner genug Einkommen und Besitz hat. Ich fordere, dass alle diese Lebensgemeinschaften vom Ehegattensplitting profitieren. Übrig bleibt die Frage, wo diese soziale Leistung nicht benötigt wird. So kann auch ich mir vorstellen, dass Einkommen über 100T€ nicht vom Ehegatttensplitting profitieren sollten. Also ich meine den Teil des Einkommens, der 100T€ übersteigt. Bis dahin, wird so getan, als ob beide Partner je 50T€ verdient hätten. Möglicherweise kann man diese Grenze auch niedriger ansetzen. Dabei sollte die SPD ihre Wählerschaft nicht aus dem Auge verlieren.

15. March 2013 • 19:36 Antworten

Skipper55

Rot greift in die Taschen der Familien Ehegattensplitting Ehegattensplitting bedeutet nicht Lohnsteuerklasse 3/5 oder 4/4, sondern gemeinsame Veranlagung des Familieneinkommem im Jahr. Im Fall Wegfall des Ehegattensplittings bedeutet dies für alle Familien bei 40T€ Brutto Jahreseinkommen einen realen Jahresnettoverlust von 3500 Euro. Es muß egal sein ob 2 Einkommen von jeweils 20T€ oder ein Einkommen von 20T€ für eine Familie zu versteuern sind. Genau das soll zum Nachteil aller geschlossenen Ehen geändert werden. Diskussion Ehegattensplitting! Familien die sich für eine traditionelle Ehe entschieden haben, um für die Kinder eine liebevolle Umgebung zu schaffen ist dies ein Schlag ins Gesicht. Die Ehepaare, deren gemeinsame Kinder den Haushalt bereits verlassen haben, gelten in der amtlichen Statistik als "kinderlos". Und für diese Ehepaare wäre ein Wegfall des Splittings eine unzumutbare wirtschaftliche Härte. Über diese Ehepaare wird in der laufenden Diskussion überhaupt nicht gesprochen. Das ist der Dank für die jahrelang geleistete Familienarbeit. Wenn das Ehegattensplitting abschafft wird, muss man auch die gegenseitige Unterhaltspflicht mit abschaffen. Es kann nicht sein, dass der Staat Ehepartner zwingt, bei Arbeitslosigkeit oder bei Krankheit füreinander finanziell einzustehen, während Unverheiratete sich dieser Pflicht leicht entziehen können und von der Allgemeinheit anschließend gestützt werden müssen. Das Thema Versorgungsausgleich und Zugewinngemeinschaft bei einer Ehe muss dann ebenfalls auf den Prüfstein. Vergessen wir nun endlich die Christlichen Werte die unsere Verfassung zugrunde liegen? Ist das die gewünschte Familienpolitik von übermorgen? Ist diese Familienpolitik wirklich die wir alle wollen? Es wäre es richtig, Kinder bis zum Ende ihrer Ausbildung in das Splitting einzubeziehen, also das Familieneinkommen durch Familienmitglieder zu teilen und danach die Steuer zu ermitteln. Splitting ist kein Geschenk sondern es wird durch 2 Personen geteilt, die für einander

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Gunther Debusmann

Mitmitty: 18.03.2013 Ich stimme der Kritik vonSkipper55 als SPD-Mitglied voll zu. Zusätzlich merke ich an: Das Splitting sollte für den Mittelstand (bis mindestens 100.000, € Familieneinkommen fortlaufend inflationiert) erhalten bleiben. Für die Erziehung der Kinder hat oft einer der Partner freiwillig seine Karriere hintenangestellt. Durch das Splitting -- auch nach der Kindererziehungszeit -- ist bisher ein bescheidener Ausgleich gegeben und ein ausreichendes, verdientes Wohlstandsniveau möglich. Außerdem waren und sind keine Kinderbetreuungsplätze ausreichend vorhanden. Zusätzlich waren in der Vergangenheit häufig gar keine entsprechenden Arbeitsplätze vorhanden. Augenwischerei ist, zu behaupten, durch Wegfall des Splittings wäre mehr Freiheit für die Berufsausübung gegeben. Im Gegenteil ist jetzt der Zwang zur Berufsfortsetzung bei Kindern gegeben, absolut unsozial gegenüber denen, die keine Kinder erziehen. Das hat nichts damit zu tun, richtiger Weise ausreichend Kinderbetreuungsplätze anzubieten und jedem Partner in der Familie zu ermöglichen (freiwillig) seinen Beruf fortzuführen. Gerade der Mittelstand gibt verhältnismäßig viel für die Kindererziehung und gute Berufsausbildung der Kinder aus und verzichtet auf mehr Wohlstand. Die Politik aller Parteien hat es bis jetzt nicht geschafft (und wird es nicht schaffen), Kindern unabhängig von der elterlichen Unterstützung beste Ausbildungsmöglichkeiten zu geben. Der Staat ist darauf angewiesen, dass insbesondere der Mittelstand sich um die beste Ausbildung der Kinder kümmert und bereit ist, viel Geld dafür auszugeben. Jetzt sollen gerade diese Eltern bestraft werden und in ihrer Lebensplanung betrogen werden, weil sie für Kinder auf Karriere verzichteten und sich auf das Splitting im Alter nach der "Kinderzeit" vertrauten. Bemerkensert ist, dass für gleichgeschlechtliche Partnerschaften das Splitting eingeführt werden und dann aus fiskalischen Gründen das Splitting für den Mittelstand (und Reiche) erheblich eingeschränkt werden soll. Sollte das Splittingverfahren für den Mittelstand durch die SPD abgeschafft werden, kann ich die SPD nicht mehr als sozial und familienfreundlich ansehen und ich werde die notwendig Konsequenz ziehen und zukünftig -- "zum Ausgleich" -- Beiträge und Spenden sparen.

11. March 2013 • 19:12 Antworten

Skipper55

Sollte Ehegattensplitting entfallen, ist die SPD nicht wählbar. Ehegattensplitting hat keinen Steuervorteil. Es muß egal sein ob es ein Einkommen mit 70T€ oder 2 mit 20 und 50T€ sind. Ehe heißt, für einander zu Sorgen, dies zu unterschlagen ist ungeheuerlich.

08. March 2013 • 13:44 Antworten
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Gelöschter Nutzer

--- HEUTE IST INTERNATINALER FRAUENTAG --- Da solche Ereignisse gerne mal vergessen werden, möchte ich daran erinnern, das heute am 08.03.2013 wieder Frauentag ist! Ich wünsche für diesen Tag +allen Frauen weltweit+ alles Gute und nur das Beste! An Tagen wie heute, sollte sich mal jeder selbst die Frage stellen, was und wo wären wir Männer ohne unsere Partnerinnen und die Menschen ohne deren Mütter wären?