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Unser Europa: sozial, gerecht, demokratisch

Die Europa-Frage(n)

(Foto: dpa)

 "Immer neue Milliarden zur Euro-Rettung? So kann das nicht weitergehen!" - so denken viele Menschen, wenn das nächste Rettungspaket die Schlagzeilen bestimmt. Wenn wieder Banken gerettet werden müssen. Wenn Millionen ihre Jobs verlieren und die Kosten der Krise vor allem der Steuerzahler begleichen soll. Fakt ist: Die Krise verschärft sich weiter. Die Politik versucht, mit immer neuen Rettungsschirmen das Schlimmste zu verhindern. Eine dauerhafte Lösung ist aber nicht in Sicht. So geht es nicht weiter!

Wer ist Schuld an der Euro-Krise?

Gemeinsam mit Frankreich gibt Deutschland in Europa den Takt vor. Das ist schon lange so. Und so ist es auch in der Krise. Darum wiegt umso schwerer, dass Angela Merkel die eigentlichen Ursachen für die Probleme im Euro-Raum nicht erkannt hat - oder nicht erkennen will. Und dass jahrelang der damalige französische Präsident Nicolas Sarkozy ihr folgte. Sie gingen davon aus, dass die Staatsschulden allein an der Krise schuld sind. Aber stimmt das? Haben nicht viele "Problem-Staaten" bis zur Finanzkrise 2008 geordnete Haushalte gehabt? Hat nicht erst die teure Rettung von Pleite-Banken viele Länder in die Überschuldung getrieben?

Grafik: Öffentlicher Schuldenstand vor und nach der Finanzkrise

... die Antwort?

Wenn es stimmt, dass die Finanzmärkte die Krise ausgelöst haben und sie täglich sogar verschärfen: Ist dann die richtige Antwort, ausschließlich auf Sparen zu setzen? Und damit in Kauf nehmen, dass der Sparkurs die Wirtschaftskraft abwürgt? Und so Millionen ihre Jobs verlieren? Dass Rentner immer ärmer werden – und die junge Generation abgeschrieben wird? Ist das der Preis für den erfolgreichen Kampf gegen die Krise?

... und das Ergebnis?

Wer auf den Kurs des Kaputt-Sparens setzt, muss den Menschen die Zumutungen erklären: den Arbeitslosen, den Jugendlichen ohne Job-Aussicht. So kann die Krise nicht bewältigt werden. Die Schulden in Griechenland, in Spanien,Portugal oder Irland steigen rapide an – statt zu sinken. Das Wachstum bricht ein. Folge: Auch der Konjunkturmotor in Deutschland stottert inzwischen.

Die Minus-Spirale

Zu wenig Investitionen des Staates, Kürzen und Streichen – oft an falscher Stelle – unterdrücken Wachstum. Und die fehlende Bereitschaft der Banken, Unternehmen bei der Finanzierung zu unterstützen. Firmen gehen pleite, Menschen verlieren ihre Jobs. Die Steuereinnahmen des Staates sinken, gleichzeitig steigen Sozialausgaben trotz scharfer Einschnitte in diesem Bereich. Und die Rating-Agenturen werten die „Problem-Staaten“ immer weiter herunter und machen es den Ländern immer schwerer, nötige Reformprogramme zu finanzieren. Klingt das nach einer vernünftigen Antwort auf die Probleme? Ist zu erwarten, dass es so wieder aufwärts geht? Oder ist höchste Zeit, klügere Wege einzuschlagen, um Europa aus der Krise zu führen?

Heimlich verschuldet

Und wer haftet für das Geld, das bislang einzelne Staaten vor dem Zusammenbruch bewahrt hat? Verhindert Angela Merkel die „Schulden-Union“, vor der sie warnt? Oder hat sie vielmehr eine Schulden-Union geschaffen, die sich jeder demokratischen Kontrolle entzieht? Weil unter ihrer Führung in Europa zu wenig passiert, kauft die EZB für viele hundert Milliarden Euro Staatsanleihen. Und dafür haften auch die Steuerzahler in Deutschland. Ohne Zustimmung des Bundestages. Ist es nicht Zeit für mehr Demokratie? Zeit für ein Europa der Menschen – und nicht der Märkte?

Wussten Sie eigentlich...

  • ... dass rund 60 % der deutschen Exporte in die EU gehen? Wenn es unseren europäischen Nachbarn schlecht geht, kann es dauerhaft Deutschland nicht gut gehen.
  • ... dass in Europa jeder fünfte Jugendliche arbeitslos ist? In Spanien sind es sogar über 46 % - vor der Finanzkrise (2007) waren es 18,2 %.

Wir haben was zu bieten

Ein starkes und demokratisches Europa ist überlebenswichtig. Auch der Wohlstand in Deutschland hängt entscheidend davon ab. Und nur gemeinsam können die europäischen Staaten ihre Interessen in der Welt vertreten. Es geht also nicht darum, ob wir Europa brauchen. Sondern welches Europa.

Europa für die Menschen

Foto: Wahlurne
(Foto: dpa)
Zocker an den Finanzmärkten, unkontrollierte Spekulation. Das hat wesentlich in die Krise geführt – und sie noch verschärft. Die Folgen müssen die Menschen tragen. Durch Arbeitslosigkeit, noch schmalere Renten, durch Kürzungen in den sozialen Sicherungssystemen. Das muss sich ändern. Die SPD will darum:

  • eine gemeinsame europäische Wirtschafts- und Finanzpolitik. So lassen sich die Haushalte der Euro-Staaten kontrollieren und gemeinsam Wachstum schaffen.
  • eine europäische Finanzverfassung mit einer besseren Regulierung der Märkte. Damit gefährliche Spekulation nicht mehr ganze Volkswirtschaften in Bedrängnis bringt.
  • Spekulationsblasen verhindern. Wachstum muss in der echten Wirtschaft gefördert werden. In zukunftsfähigen Branchen – sozial, ökologisch, nachhaltig.

Gerecht

Die SPD will ein Europa der Gerechtigkeit. Wer spekulieren will, soll für die Risiken selber haften. Und wer damit Geld verdient, soll auch Steuern zahlen – genauso wie der Bäcker, die Mittelständlerin oder der Angestellte. Und Banken müssen auch pleite gehen können, wenn sie Fehler gemacht haben. Darum ist die SPD treibende Kraft für die Spekulantensteuer in Europa und für eine Reform des Banken-Sektors.

Sozial

Europa braucht eine Sozialunion – mit starken sozialen Grundrechten für alle. Sie müssen mehr Gewicht haben als das reine Wettbewerbsprinzip im europäischen Binnenmarkt. Denn Wettbewerb darf nicht heißen: Wer die niedrigsten Löhne zahlt, gewinnt.

Demokratisch

Das Europa der Märkte soll zu einem Europa der Menschen werden. Die Krise darf nicht dazu führen, dass die Rechte der Parlamente beschnitten werden. Denn sie sind die gewählten Vertretungen der Bürger. Wir brauchen auf längere Sicht einen neuen Anlauf für einen demokratischen Verfassungskonvent für Europa. Über das Ergebnis sollen dann die Menschen abstimmen. Die SPD setzt sich für Volksabstimmungen ein. Das gilt für Fragen in Deutschland und Europa.

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10. April 2013 • 08:50 Antworten

time

Die SPD versinkt bei den Umfragen immer tiefer. Nicht mal ein Bündnis mit den Linken kann helfen. Das starre Halten an Europa ist falsch. Die Schulden der Länder sind so gewaltig, daß kein Politiker mehr die Situation durchblicken kann.

26. March 2013 • 11:12 Antworten

pewbartel

Europa, Euro-Krise, Fiskalpakt usw., ist doch alles Augenwisacherei. Die Einführung des Euro war doch der größte Betrug an der arbeitenden Bevölkerung, meine: Halbierung (-50%) der Einkommen, die DM-Preise wurden nur auf Euro (+100%) gewechselt und sind seitdem natürlich weiter künstlich angehoben worden, Methode Merkel wie Frau Gertrud Höhler richtig darstellt. Und alles nur damit gierige Banker und Manager Geld bequem hin und her transferieren können. Der Bürger war vorher gut in der Lage Franc, Schilling und Lira in DM umzurechnen. Und für den Betrug darf natürlich der Steuerzahler bluten und die Politik versucht den Menschen dies als notwendig zu verkaufen. Europa der Märkte, nur weitere Abzocke. Warum zahlen Franzosen 47 Prozent weniger für ihren Strom und in Deutschland wird alles mit dem AKW-Austieg vernebelt, warum hat Östereich keine Öko-Steuer und dort ist die Luft und Wasser sauberer, warum ist die Pflege der alten Menschen in Dänemark Sache des Staates mit nur qualifizierten Kräften? Ein Europa? In Deutschland wird nur abgeschöpft. In den Nachrichten heißt es, die Arbeitskosten seien um rund 30 Prozent höher als in den anderen EU-Ländern durch den Durchschnittsstundenlohn von 31 Euro, wer hat den so ein Einkommen, mind 5000,- Brutto. Die nächste Volksverdummung. Und die Politik klatscht allles ab, leider auch die SPD.

05. March 2013 • 02:10 Antworten

Dan_Jaco

Da liest man in der Zeitung unter anderem . . . “Steinbrück bezeichnet die Politiker Beppe Grillo und Silvio Berlusconi beiläufig als Clowns, eine Tatsachenbehauptung, die wir an dieser Stelle gar nicht widerlegen wollen. Nur: Ein deutscher Kanzler muss sich mitunter auch mit politischen Clowns ernsthaft ins Benehmen setzen.” Quelle:http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_politik/article113991110/Steinbrueck-ein-Clown.html Und stellt sich dann die Europa-Frage(n) Wer ist Schuld an der Euro-Krise? Und man denkt an Italien ... die Antwort? Und man denkt an die Mafiosis und “fast” Zuhälter wie Silvio Berlusconi ... und das Ergebnis? Und man denkt an Italien Die Minus-Spirale, Heimlich verschuldet, und wir Deutsche mit anderen EU-Staaten bezahlen. Wussten Sie eigentlich . . .Wir haben was zu bieten außer KAOS und Zirkus Nr., um Bürger zu verarmen. Europa für die Menschen; mit Gerechtigkeit, sozialistisch Organisiert, Demokratie und Rechtsstaat. “. . . auch der Frieden vordert Kampf . . .” “Ernsthaft benehmen”, heißt auch mit der Wahrheit zu sprechen, und die Sachen bei ihren Namen zu nennen. Uns Bürger zu verteidigen, vor allem vor Clowns und Zirkus Nr., die nur dazu da sind uns zu veramren, und oben drauf mit verbrecherischen Methoden. Es ist Voxpopuli, das Silvio Berlusconi Feste für und mit Minderjährigen gibt, und das er Gesetze verändert hat oder verändern will, um nicht ins Gefängnis zu kommen. Das er frei herum läuft und Merkel eine Diktatorin nennt, und sie mit Nazis vergleicht. Es ist auch bekannt, daß Silvio Berlusconi mit ungefähr 29% der Stimmen der italienischen Bürger WIEDER.gewählt worden ist, was bedeutet, daß sich italienische Bürger beklagen, aber nicht dementsprechend handeln, und andere wiederrum sich mit Berlusconi identifizieren. Eine Sache schließt nicht die andere aus, und doch haben die Italiener Beppe Grillo nicht gewählt, weil seine Zirkus Nr. schlecht wäre, sondern höchstwahrscheinlich, weil er ein ehrlicher Mensch ist, der uns Deutsche und andere EU-Politiker nicht “betrügen” wird, bis in ein Mafiosi als Köder benützt, um seine Mafiosi Zirkus Nr. auf unsere Kosten zu drehen. Wir Deutsche bezahlen ja immer . . . In einer gleichwertigen Beziehung ist der Respekt gegenseitig, das bedeutet auch, daß wenn man angelogen wird, man nicht mit der Wahrheit antworten muß! In einer gleichwertigen Beziehung zwischen Politiker, Staaten, NATO-Staaten und UNO-Staaten, werden die Menschenrechte, der Römisches-Statut IStGH, die Magna Carta der UNO respektiert, und Verbrecher und korrpute Beamte, so wie es sich gehört, bestraft und eingesperrt. Wenn dies nicht der Fall ist, dann werden wir von den anderen nicht respektiert, sondern für dumm verkauft, wobei ihre Zirkus Nr. nur dazu da ist, um zu vertuschen, daß man uns grade ausraubt, als Sündenbock benützt, uns an der Nase herumführt, uns zum Narren hält, um uns ihren Willen aufzuzwingen, weshalb wir ihnen auch keinen respekt schuldig sind, und noch mehr, wir ihnen zeigen müssen, daß wir ihre Zirkus Nr. schon kennen, weshalb wir auch nicht bezahlen werden. Wir sind für sie Wertvoll als Geisel, aber Wertlos als Ansprechpartner. Theater, Theater . . . zum Schluß enden wir als unerwünschter Nebeneffekt in einer Zwickmühle, bis die Herrschaften sich alles angeeignet haben was sie wollten, und uns in der Mülltone wie ein Objekt zurücklassen. *. . . . .*

05. March 2013 • 02:08 Antworten

Dan_Jaco

*. . . . .* “Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.” Zitat Albert Einstein. Was hat die Merkel A.D., CSU Plagiat Guttenberg, CDU, FDP alles durchgehen lassen? Was haben wir den Italienern alles durchgehen lassen? Sind wir nicht zu alt, um Spieglein Spieglein an der Wand zu spielen . . . ? Italien bekommt fast kein Geld im internationalen Markt, sie ist die 3 größte Wirtschaft in Europa,und trotzdem geht S.Berlusconi nicht freiwillig. . .Das ist Verantwortungslos! Denn wir Deutsche und Europär sind den Italiernen egal! Die italienischen Politiker spielen “So-tun-als-Ob-Spiele”, Clowns als Ablenkungsmanöver gehören eben dazu, genauso wie “Räuber und Gendarm”. Spielt Merkel Pavian in Pankow, während sie uns mit ihren benhemen ausnehmen? Wir brauchen ernshafte Politiker mit Verantwortungsbewusstsein die nicht die Wirklichkeit verleugnen.

22. February 2013 • 14:41 Antworten

Gustav Bittl

Mir leuchtet schon ein, dass wir (bzw. die EU) Griechenland helfen müssen. Was ich allerdings in letzter Zeit in den Diskussionen immer mehr vermisse, sind die Anstrengungen, reiche griechische Steuersünder aufzubringen und hier Geld einzutreiben. Der griechische Mittelstand bzw. die ärmeren Personen gehen auch deswegen auf die Straße. Zum Zwecke der Darstellung übertreibe ich mal: Mir ist es äußerst unsymphatisch, dass ich als Rentner scheibchenweise Kürzungen( Pflege, Energie ect ) hinnehmen muss, damit sich ein griechischer Reeder, der keine Steuern zahlt, eine dritte Yacht kauft. Weil ihm die beiden anderen zu klein sind. Wenn die Griechen es selbst nicht schaffen hier mehr Steuergerechtigkeit reinzubringen, müssen sie m.E. eine EU-Finanzkommission akzeptieren, welche die notwendigen Kompetenzen erhält. Damit diese Situation wesentlich verbessert wird. Bevor neue Gelder fliessen. Ich bekomme allgemein den Eindruck, daß es auch in anderen Staaten - Deutschland nicht ausgenommen- immer mehr um "reich gegen arm" geht. Viele Grüße gustealtstadt 43