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01.11.2016

Kaiser’s Tengelmann 15.000 Jobs gerettet

Foto: Angestellte der Kaiser·s Tengelmann GmbH sind bei einer Betriebsversammlung in Viersen (NRW) zu sehen.
dpa


Rund 15.000 Beschäftigte der Supermarktkette Kaiser´s Tengelmann können aufatmen. Eine Schlichtung auf Betreiben von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) bringt Erfolg. Die Jobs der Kassiererinnen, Fleischer, Verkäuferinnen und Lagerarbeiter sind gerettet. „Der Einsatz hat sich gelohnt,“ sagte Gabriel am Montag in Berlin.

Lange mussten die Beschäftigten der Supermarktkette um ihre Jobs zittern. Nun sind ihre Arbeitsplätze in letzter Sekunde gerettet. In einem von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und dem verdi-Gewerkschaftschef Frank Bsirske gestarteten Schlichtungsverfahren haben sich die Unternehmen Tengelmann, Edeka und Rewe auf einen Interessensausgleich geeinigt, der den Weg für eine Übernahme der Kette durch Edeka frei macht. Damit könnte Kaiser's Tengelmann nun doch an Edeka verkauft werden. Eine Auflage ist eine Arbeitsplatzsicherung für sieben Jahre.

Die Beschäftigten könnten nun ein gutes Weihnachtsfest feiern, weil sie sich keine Sorgen um ihre Arbeitsplätze machen müssten, sagte Gabriel. Der Vizekanzler dankte den beiden Schlichtern, dem früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder und dem Ökonomen Bert Rürup „außerordentlich“ für die Einigung.

Sie sei „ein wichtiges Signal in diesen aufgeregten Zeiten, dass unsere soziale Marktwirtschaft funktioniert und trotz aller wirtschaftlichen Interessen die normalen Menschen nicht unter die Räder geraten“. Die Mühe und der politische Ärger habe sich mehr als gelohnt.

Kraft: Achterbahnfahrt hat ein Ende

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sprach von „einer guten Nachricht, dass die Achterbahnfahrt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun ein Ende haben wird.“ Dank des Einsatzes von Gabriel und Schröder gebe es nun eine langjährige Bestandsgarantie auch für die Beschäftigten von Kaiser’s Tengelmann in NRW.

ver.di begrüßt Schlichtungsergebnis

Auch die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßte die erfolgreiche Schlichtung. „Das ist ein guter Tag für rund 15.000 Beschäftigte, deren Arbeitsplätze, Tarifbindung sowie die Betriebsratsstrukturen auf Jahre hinaus gesichert sind“, sagte ver.di-Chef Frank Bsirske.

Der Gewerkschaftschef dankte besonders Gabriel für dessen Engagement: „Ohne seine Hartnäckigkeit und seine Bereitschaft, das Thema Arbeitsplatzsicherheit für rund 15.000 Beschäftigte ganz hoch zu priorisieren, hätte es dieses Gelingen der Schlichtung in dieser späten Phase nicht gegeben“, betonte Bsirske.