arrow-leftarrow-rightclosecontrastdownloadeasy-languagefacebookinstagrammailmenueMinusPlusprintsearchsoundtarget-blanktwitteryoutube
Inhaltsbereich
Katarina Barley,
07.03.2016

Barley zum Internationalen Frauentag 2016 ist ein Jahr für die Frauen

Katarina Barley
Rainer Michels

Der Internationale Frauentag ist in diesem Jahr politisch wie lange nicht mehr. Im Fokus stehen zum einen arbeitsmarkt- und sozialpolitische Themen: die Lohngerechtigkeit für Frauen, die Frauenquote in Unternehmen, die Neuordnung der Pflegeberufe. Zum anderen wird nach den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln stärker über das Geschlechterverhältnis, über Sexismus und Gewalt in unserer Gesellschaft diskutiert.

Mehr Gerechtigkeit!


Das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit kommt. Es trägt dazu bei, die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern und die daraus resultierende Rentenlücke zu schließen. Wenn Frauen dauerhaft und unfreiwillig Teilzeit arbeiten, sind Nachteile langfristig unvermeidlich. Deshalb wird das Recht, auf die alte Arbeitszeit zurückzukehren, kommen. Pflegeberufe – ein Bereich, in dem sehr viele Frauen arbeiten – werden neu geordnet, modernisiert und neu bewertet. Mit der Frauenquote für Unternehmen, die Anfang 2016 in Kraft getreten ist, wird auch in Führungspositionen mehr Geschlechtergerechtigkeit einziehen.

Mehr Respekt!

Sexismus in den Medien und sexualisierte Gewalt gegen Frauen finden Aufmerksamkeit wie schon lange nicht mehr. Wir werden das Sexualstrafrecht zum Schutz von Frauen und Mädchen umfassend reformieren. Bundesjustizminister Heiko Maas hat einen entsprechenden Gesetzentwurf vorgelegt, bereits im letzten Jahr, lange vor den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht.

Mehr Unterstützung!


Wir sind solidarisch mit den tausenden geflüchteten Frauen und ihren Familien. Wir wollen Flüchtlinge menschlich und sicher aufnehmen. Dazu gehört auch der Schutz von allein reisenden Frauen und anderen gefährdeten Personengruppen in Einrichtungen und Unterkünften. Wer besonders schutzbedürftig ist, dem muss Schutz gewährt werden. Das ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.

Wir wollen, dass alle Flüchtlinge – Frauen und Männer – an Sprach- und Integrationskursen teilnehmen. Um das auch Eltern zu ermöglichen, müssen wir begleitend Kinderbetreuung anbieten.

Die geflüchteten Frauen und ihre Töchter sind unsere Nachbarinnen, Mitschülerinnen, Kolleginnen, Freundinnen von morgen.

Dies alles dient unserem gemeinsamen Ziel: Wir wollen in einer freiheitlichen und toleranten Gesellschaft leben, in der Frauen und Männer gleichberechtigt sind.