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12.02.2020

TalkGespräch mit Karamba Diaby über Hass gegen Politikerinnen und Politiker

Anna Kleimann im Gespräch mit Karamba Diaby
SPD

Anna Kleimann im Gespräch mit Karamba Diaby

Am 12.Februar hat Lars Klingbeil zu einem Runden Tisch gegen rechte Gewalt eingeladen. Am Rande dieses Runden Tisches hat Anna mit Karamba Diaby über rechte Gewalt in der Gesellschaft geredet.

Anna: An deinem Büro wurden Einschusslöcher gefunden, aber auch die Berichte über Angriffe auf Kommunalpolitiker*innen häufen sich in letzter Zeit. Wie erlebst du die Situation vor Ort?

Karamba: Ich finde es unheimlich wichtig, dass wir uns nicht einschüchtern lassen. Auch mein Team und ich lassen uns nicht einschüchtern und Machen unsere Arbeit weiter. Es ist wichtig, dass den Betroffenen gegenüber Solidarität ausgesprochen wird. In meinem Fall ist es wichtig, dass mehr Menschen aufgefordert werden sich gegen Gewalt zu positionieren. Gegen Gewalt in der Gesellschaft und insbesondere gegen Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern, aber auch Sicherheitsleute, die Feuerwehr und alle, die ehrenamtlich unterwegs sind. Ich denke unsere Gesellschaft braucht Zusammenhalt und keine Spaltung. Das müssen wir deutlich Machen. Die Demokratie braucht wirklich mündiger Bürger, die sich wehren und Position beziehen.

Anna: Hast du gemerkt, dass sich im Zusammenleben vor Ort etwas geändert hat?

Karamba: Ich spüre nach den Ereignissen der letzten Monate ein Gefühl des Zusammenhalts - die Leute stehen zusammen. Wir haben eine Welle von Solidarität erhalten, aber die Menschen positionieren sich auch und treten Aufrufen gegen Gewalt bei. Das brauchen wir mehr. Wir brauchen aber auch politische Bildung, denn es ist wichtig, dass Menschen sensibilisiert werden, dass demokratische Auseinandersetzung friedlich möglich ist. Deshalb brauchen wir eine Stärkung der politischen Bildung aber auch an Demokratie. Das fordern wir und an der Spitze Franziska Giffey schon lange.

Anna: Hast du auch schon mal darüber nachgedacht vielleicht aufzugeben, weil es für dich zu extrem ist.

Karamba: Nein, wenn man aufgiebt haben die Gegner der Demokratie gewonnen. Deshalb lasse ich mich nicht einschüchtern und mein Team steht hinter mir. Wir machen unsere Arbeit weiterhin, wie wir das immer gemacht haben.

Anna: Jetzt hast du schon das Programm Demokratieförderung erwähnt. Wie denkst du, könnte noch mehr konkrete Hilfe aussehen?

Karamba: Wir brauchen Ombudsstellen. Männer und Frauen, die zur Verfügung stehen, um Menschen zu unterstützen. Wir brauchen die Förderung von Demokratie Projekte. Das Familienministerium macht sehr viel in dieser Richtung. Wir brauchen solche Programme, die Demokratieförderung ist eine Daueraufgabe.

Anna: Gibt es etwas, was dir Mut macht und dir Hoffnung gibt in dieser Zeit.

Karamba: Was mir Hoffnung macht, ist die Mehrheit der Gesellschaft, die offen und solidarisch ist. Und das müssen wir deutlich Machen. Das stärkt mich persönlich und gibt mir Mut weiterzumachen.

Mit Karamba sprach Anna Kleimann, sie arbeitet im Willy-Brandt-Haus in der Online-Kommunikation.

Das Gespräch gab es zuerst als Audio-Talk bei telegram. Das könnt ihr jederzeit nachhören, wenn ihr in den Chat SASKIA schreibt.

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