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22.04.2020

Kabinett Renten steigen ab Juli deutlich

Foto: Hubertus Heil
Werner Schüring

Arbeitsminister Heil: Renten steigen zum 1. Juli im Westen um 3,45 Prozent, im Osten um 4,20 Prozent

Gute Nachrichten für Rentnerinnen und Rentner: Das Bundeskabinett hat am Mittwoch eine kräftige Rentenanhebung zum 1. Juli beschlossen, die der guten Lohnentwicklung des vorangegangenen Jahres folgt: Die Rente steigt im Westen um 3,45 Prozent, im Osten um 4,20 Prozent. „Auf die Rentenversicherung ist Verlass, auch in Krisenzeiten“, sagt Arbeitsminister Hubertus Heil.

„Es gilt das Grundprinzip, dass die Renten den Löhnen folgen. In guten wie in schlechten Zeiten. Auch in ungewissen Zeiten steht die Rentenversicherung für Verlässlichkeit“, sagte der Arbeitsminister. Die aktuelle Rentenanpassung sicherteden Rentnerinnen und Rentnern ihre Teilhabe an der Lohnentwicklung und sorge so für höhere Renten. Sie folge der guten wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2019.

Auch die Angleichung der Rentenwerte in Ost und West schreitet weiter voran: Eine monatliche Rente von 1000 Euro, die nur auf West-Beiträgen beruht, erhöht sich um 34,50 Euro, eine gleich hohe Rente mit Ost-Beiträgen um 42 Euro. Der Bundesrat muss der Erhöhung noch zustimmen.

Auch in den Vorjahren waren die Renten gestiegen. Zuletzt legten die Bezüge 2019 in Westdeutschland um 3,18 Prozent zu, im Osten um 3,91 Prozent. 2018 waren es 3,22 Prozent (West) und 3,37 Prozent (Ost).

Der aktuelle Rentenwert im Osten steigt nunmehr auf 97,2 Prozent des Wertes West. Bis 2024 soll er aufgrund einer Gesetzesvorgabe von 2017 schrittweise 100 Prozent erreichen. Der Rentenwert gibt konkret in Euro an, wie viel ein Entgeltpunkt in der Rentenversicherung wert ist. Ein Entgeltpunkt - berechnet nach einer komplizierten Formel - ist maßgeblich für die Höhe der Rente.