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Katarina Barley,
18.03.2016

Katarina Barley zum Equal Pay Day Über Geld spricht man – doch!

Foto: Katarina Barley bei der DGB-Kundgebung zum Equal Pay Day "Recht auf mehr!" in Berlin
dpa

Katarina Barley bei der DGB-Kundgebung zum Equal Pay Day "Recht auf mehr!"

Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich rund 21 Prozent weniger als Männer. SPD-Generalsekretärin Katarina Barley fordert Kanzlerin Angela Merkel auf, das von der SPD eingebrachte Gesetz zur Lohngerechtigkeit rasch umzusetzen. „Am nächsten Equal Pay Day muss klar sein: Das Gesetz ist da, es wirkt und die Lohnlücke wird kleiner. Damit Frauen mehr in der Tasche haben.“

Über Geld spricht man – doch! Die Lohnlücke von rund 21 Prozent zwischen Männern und Frauen hat nicht nur eine Ursache. Daher benötigen wir auch nicht nur ein Werkzeug, um sie zu schließen. Es sind viele Maßnahmen nötig. Wir haben bereits wichtige Schritte getan, wie den Mindestlohn, das ElterngeldPlus, die bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf.

Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig hat den Entwurf eines Gesetzes zur Lohngerechtigkeit auf den Weg gebracht. Das entspricht dem Koalitionsvertrag von Union und SPD. Der Entwurf liegt jetzt im Bundeskanzleramt zur Frühabstimmung. Wir wollen, dass das Gesetz so schnell wie möglich in das parlamentarische Verfahren kommt.

Über Geld zu reden ist nicht unanständig. Es ist auch nicht anrüchig, so viel Geld zu fordern wie ein Mann. Gerechtigkeit kommt nicht von allein, auch Lohngerechtigkeit nicht. Am nächsten Equal Pay Day muss klar sein: Das Gesetz ist da, es wirkt und die Lohnlücke wird kleiner. Damit Frauen mehr in der Tasche haben.

Hintergrund

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. Der diesjährige Equal Pay Day am 19. März mit dem Titel „Berufe mit Zukunft – Was ist meine Arbeit wert?“ zielt neben der gesellschaftlichen vor allem auf die monetäre Aufwertung von „frauentypischen Berufen“ wie beispielsweise in der Erziehung und Pflege.