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14.04.2020

Walter-Borjans für Lockerung der Corona-Maßnahmen

Foto: Norbert Walter-Borjans
photothek


Der SPD-Co-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans hat sich für eine schrittweise Lockerung der Beschränkungen im Zuge der Corona-Krise ausgesprochen. Die Restriktionen in der jetzigen Form aufrechtzuerhalten, werde aus seiner Sicht zunehmend auch „zur psychischen und wirtschaftlichen Belastung“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag).

„Wir alle haben ein Interesse daran, die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen so schnell wie möglich wiederherzustellen. Mir ist ein Haushaltswaren- oder ein Möbelgeschäft, das ich nur mit Atemschutz betreten kann, jedenfalls lieber als geschlossene Läden, die die Versorgung einschränken und Hunderttausende wirtschaftlicher Existenzen bedrohen.“

Normalität werde allerdings nur langsam zurückkehren, sagt Walter-Borjans weiter. Der Hebel könne nicht einfach „wieder von null auf eins“ umgelegt werden, dafür bleibe die Lage zu fragil. Das entscheidende Kriterium bei den anstehenden Gesprächen bleibe, die Belastbarkeit der medizinischen Einrichtungen und des behandelnden Personals nicht zu überfordern. „Überhaupt sollte gelten, nach einer Lockerung der Auflagen so zurückhaltend wie eben möglich zu bleiben.“

Zudem forderte Walter-Borjans ein möglichst einheitliches Vorgehen der Länder. „Dem jetzt so wichtigen Vertrauen in die Politik dient es, wenn sich Bund und Länder auf ein einheitliches Vorgehen verständigen“, sagte er der „Welt“ (Dienstag). Nur, wo unbedingt nötig, solle es Sonderregelungen geben.

An diesem Mittwoch beraten Bund und Länder über mögliche Lockerungen der Beschränkungen.