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Die AfD behauptet, gegen den Klimawandel könne man nichts tun

Wie geht die AfD vor?

Die AfD gründete sich als Anti-Europa-Partei, fokussierte sich dann auf Migration und erhebt nun Klima zum Mobilisierungsthema. Die AfD hetzt gegen Klimabewegungen wie Fridays for Future, einzelne Personen wie die Aktivistin Greta Thunberg und lehnt Maßnahmen zum Klimaschutz ab. Sie kombiniert Halbwahrheiten, verdrehte Fakten oder reine Behauptungen zu einem Narrativ mit der Botschaft: Es gibt keine Belege dafür, dass der Mensch den Klimawandel verursacht, deshalb kann der Mensch auch nichts dagegen tun.

Warum behauptet die AfD das?

Die AfD sucht sich Themen mit hohem Emotionalisierungspotential und schafft sich in dem Bereich ein Alleinstellungsmerkmal. Wenn eine Mehrheit in Bevölkerung und Politik sich für Klimaschutz ausspricht, positioniert sich die AfD dagegen. Der AfD sind dabei Emotionen wichtiger als Argumente.

Viele Menschen haben Sorge, dass Klimaschutz ihren persönlichen Lebensstil beeinträchtigt. Das betrifft Bereiche wie: Autofahren, Flugreisen, Heizen, Essen. Die AfD bietet diesen Menschen einen vermeintlichen Ausweg aus der Verantwortung: sie leugnet zwar nicht per se den Klimawandel. Sie leugnet aber, dass es in der Macht der Menschheit steht, den Klimawandel zu bekämpfen. Die AfD bietet Menschen die trügerische Sicherheit, dass alles so bleiben kann, wie es ist.

Was ist daran das Problem?

Die AfD nutzt das Thema Klima für ihre polarisierende Politik, bietet aber keine Lösungen an. Wenn wir uns nicht um Lösungen bemühen, ist die Zukunft der Menschheit in Gefahr.

Verweise und weiterführende Links

Wie die AfD den Klimawandel leugnet

  • Im AfD-Grundsatzprogramm (S. 79) wird der menschengemachte Klimawandel verharmlost und geleugnet.
  • AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen zweifelt im ZDF an der Einigkeit der Forscher über den vom Mensch gemachten Klimawandel.
  • Nach Ansicht von AfD-Umweltpolitiker Karsten Hilse hat der Klimawandel wenig mit dem Menschen zu tun, berichtet die Tagesschau.
  • AfD-Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland behauptet, der menschengemachte Klimawandel sei "politisch motivierte Panikmache".

Forschungslage zum menschengemachten Klimawandel

  • Zehn Fakten zum Klimawandel bei ZeitOnline.
  • Die Seite Klimafakten.de bereitet komplexe Ergebnisse der Klimaforschung verständlich auf und erläutert, was sie für einzelne Teile von Wirtschaft und Gesellschaft bedeuten
  • 97 Prozent aller Klima-ForscherInnen sind sich einig: der Klimawandel ist menschengemacht. Die Bundesregierung stellt in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion sogar fest, "dass rund 99 Prozent der Wissenschaftler, die Fachaufsätze zum Klimaschutz veröffentlichen, der Überzeugung sind, dass der Klimawandel durch den Menschen verursacht ist."
  • Die Bundesregierung stützt sich bei dieser Aussage auf Auswertungen des Wissenschaftlers James Powell. Hierzu berichten auch die tageszeitung,Spiegel Onlineund DerWesten.dein ihren eigenen Faktenchecks zu den Klima-Behauptungen der AfD, wie ebenso derBundestag.
  • "Klimahysterie!", "Klimapropaganda!": Die Neue Züricher Zeitung hat gesammelt, was KlimaforscherInnen zu den häufigsten Argumenten von SkeptikerInnen sagen.

CO2, Treibhauseffekt und Klimawandel

  • Wie CO2-Ausstoß, Treibhauseffekt und Erderwärmung zusammenhängen, erklärt die Wissenschaft-Sendung 'Quarks' des WDR.
  • Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens einhalten zu können, muss die Bundesrepublik bis spätestens 2050 weitestgehend CO2-neutral sei, schreibt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.
  • Immer wieder wird behauptet, CO2 wäre gut für Pflanzen. Fakt ist: Nicht alle Pflanzen profitieren von einem Mehr an CO2, viele würden leiden oder eingehen. Einige Getreidesorten würden zwar schneller wachsen, jedoch mit weniger Eiweiß, so SWR Wissen.
  • Das CO2 in der Atmosphäre ist für Pflanzen nichts wert, wenn durch den Klimawandel verstärkt Trockenheit herrscht und kein Wasser zur Verfügung steht.
  • Durch den Klimawandel könnten 30 Prozent der heimischen Arten verloren gehen, da diese sich nicht an die neuen Temperaturen anpassen können, berichtet der Bayerische Rundfunk.

Konsequenzen des Klimawandels

  • Die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels: Mehr Hitzerekorde, immer weniger Niederschläge im Sommer, so ORF Science.
  • Gerade in Mitteleuropa würde sich die Trockenheit ausbreiten, wodurch unsere Region noch anfälliger für Dürren und Waldbrände werden würde, so die Europäische Kommission.
  • Extreme Hitze und Trockenheit können zu Ernteausfällen führen, so das Umweltbundesamt. Auf dessen Webseite findet ihr auch Informationen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf eure Region.
  • Nach den extrem heißen und trockenen Sommern 2018 und 2019 klagt der deutsche Bauernverband über enorme Ernteausfälle, berichtet der Deutschlandfunk. Mangels Regen seien schon jetzt die Ernteaussichten für 2020 eingetrübt.
  • Hitzewellen können insbesondere bei älteren und kranken Menschen zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen führen, so das Umweltbundesamt.
  • Auch starke Stürme und Orkane werden zunehmen: Bayerischer Rundfunk.
  • In den nächsten 50 Jahren können zwischen 250 Millionen und einer Milliarde Menschen wegen Naturkatastrophen gezwungen sein, ihre Heimat zu verlassen, warnt die UN-Flüchtlingshilfe.

Unsere Positionen:

  • Wir haben in der Bundesregierung ein Klimaschutzpaket erarbeitet, erstmals wird der Klimaschutz gesetzlich verankert. Warum dies ein Erfolg ist, erklärt die Bundesumweltministerin, Svenja Schulze, hier.
  • Branchen, die von der sozial-ökologischen Transformation betroffen sind, werden nicht alleine gelassen. Wie genau das funktionieren soll, erklären wir hier.
  • Mehr Informationen zum Klimaschutzpaket – wie z.B. über die 54 Milliarden an Investitionen in unsere Zukunft – findest Du auf unserer Themenseite und hier.
  • Doch wir wollen noch mehr und besseren Klimaschutz. In dem von uns entwickelten Masterplan für sozial gerechten Klimaschutz geht es um einen beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien, mehr und bessere BürgerInnen-Beteiligung für die kommunale Energiewende vor Ort z.B. durch Bürgerwindparks und mieter- und mieterinnenfreundliche Verbesserungen im Mietrecht nach Energiesanierungen. Alle Infos hierzu auf unserer Themenseite.

P.S.: In einem der nächsten FaktenFunk-Beiträge erklären wir, warum es Quatsch ist zu behaupten, Klimaschutzmaßnahmen in Deutschland würden nichts bringen, weil unser CO2-Ausstoß eh nur bei 2% liege.

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