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Die AfD behauptet, vor uns seien andere mit Klimaschutz dran

Was behauptet die AfD?

Die AfD behauptet, Deutschland müsse keine Klimaschutzpolitik verfolgen. Als Hochtechnologieland verfüge Deutschland bereits über eine sehr effiziente und umweltfreundliche Wirtschaft. Außerdem sei Deutschland im globalen Vergleich ein eher kleines Land und für entsprechend wenig CO2-Ausstoß verantwortlich. Erstmal müsse China, das weltweit am meisten Treibhausgase ausstößt, im Klimaschutz aktiv werden.

Warum behauptet die AfD das?

Die AfD tut so, als könne Deutschland den Klimawandel nicht beeinflussen. Somit entlässt die AfD die BürgerInnen und den Staat aus der persönlichen und politischen Verantwortung. All jenen, denen Klimaschutz Sorgen oder Ängste bereitet, vermittelt sie die Botschaft: Es gibt kein Problem - alles kann so bleiben, wie es ist.

In der Psychologie spricht man von „Verantwortungsdiffusion“: Verantwortung wird hin und her geschoben, die Aufgabe wird nicht gelöst. Eine Aufgabe, die erledigt werden muss, wird deshalb nicht ausgeführt, obwohl ausreichend Personen zur Verfügung stünden. Verantwortung verschwindet aber „nicht einfach, nur weil man sie in kleine Teile zerlegt“, heißt es hierzu auf Klimafakten.de.

Warum verzerrt das die Wahrheit?

Deutschland spielt im internationalen Kontext eine besondere Rolle. Als viertgrößte Volkswirtschaft der Welt werden wir international als Vorbild gesehen. Wenn Deutschland sich dem Klimaschutz verweigert, ist das ein verheerendes Signal an ärmere Länder: „Wenn nicht mal Deutschland es hinkriegt, wie sollen wir das dann hinkriegen?“

Wenn einige Staaten mit gutem Beispiel vorangehen, hat das einen so genannten „Lenkungseffekt“ auf andere Länder – das haben die Innovationen im Bereich erneuerbare Energien gezeigt: hohe Produktionsmengen haben die Kosten für klimafreundliche Technologien gesenkt und diese wettbewerbsfähig gemacht.

Wie betreibt Deutschland Klimaschutz?

Die Frage, was Deutschland für den Klimaschutz tun sollte, wurde mit der Unterzeichnung des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015 durch die deutsche Bundesregierung beantwortet: Völkerrechtlich verbindlich ist darin festgeschrieben, dass "alle Vertragsparteien" ihre eigenen Emissionen mit "ehrgeizigen" Maßnahmen zu senken haben – und zwar unabhängig davon, welchen Anteil an den Gesamtemissionen jede einzelne hat. (Auszug aus klimafakten.de)

Verweise und weiterführende Links

Allgemeine Daten und Fakten

Die Seite Klimafakten.de bereitet komplexe Ergebnisse der Klimaforschung verständlich auf und erläutert, was sie für einzelne Teile von Wirtschaft und Gesellschaft bedeuten.

Klimaschutz in Zahlen. Fakten, Trends und Impulse deutscher Klimapolitik: Ausgabe 2018 - vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU).

Deutschlands Rolle als CO2-Emittent

Die AfD behauptet, Deutschland sei nur für 2 Prozent des weltweiten CO-Ausstoßes verantwortlich. Warum das so nicht stimmt, belegt das unabhängige Faktencheck-Portal stimmtdas.org mit Zahlen.

Deutschland sei im internationalen Vergleich nicht nur auf Platz 6 der größten CO2-Emittenten, es komme ihm auch „auch beim Klimaschutz eine Vorreiterrolle zu“, schreibt die Welt.

Die Geo erklärt, warum der Gedanke, Deutschland könne klimapolitisch nichts bewirken, falsch ist.

Was andere Länder machen

Während andere Länder beim Klimaschutz echte Fortschritte machen, hat Deutschland noch viel zu liefern, so die Welt.

China habe schon mehr Geld in erneuerbare Energien investiert als die USA, die EU und Japan zusammen, so die Umwelt-Expertin Barbara Finamore im Spiegel.

Warum Klimaschutz gut für Deutschland (und die Welt) ist

Deutschland muss mehr für das Klima tun, schon aus Eigeninteresse“, schreibt der Krautreporter.

Die grüne Wirtschaft schafft neue Stellen: Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank im Handelsblatt.

Zahlen zu Arbeitsplätzen und Beschäftigung bei erneuerbaren Energien findet ihr beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Unsere Positionen:

  • Wir haben in der Bundesregierung ein Klimaschutzpaket erarbeitet, erstmals wird der Klimaschutz gesetzlich verankert. Warum dies ein Erfolg ist, erklärt die Bundesumweltministerin, Svenja Schulze,hier.
  • Branchen, die von der sozial-ökologischen Transformation betroffen sind, werden nicht alleine gelassen. Wie genau das funktionieren soll, erklären wirhier.
  • Mehr Informationen zum Klimaschutzpaket - wie z.B. über die 54 Milliarden an Investitionen in unsere Zukunft - findest Duauf unserer Themenseiteundhier.
  • Doch wir wollen noch mehr und besseren Klimaschutz. In dem von uns entwickelten Masterplan für sozial gerechten Klimaschutz geht es um einen beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien, mehr und bessere BürgerInnen-Beteiligung für die kommunale Energiewende vor Ort z.B. durch Bürgerwindparks und mieter- und mieterinnenfreundliche Verbesserungen im Mietrecht nach Energiesanierungen. Alle Infos hierzu auf unsererThemenseite.

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