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Unsere Expert*innen

Laura Krause

Laura Krause
Geschäftsführerin More in Common Deutschland

Wer bin ich?

Ich engagiere mich seit fast 20 Jahren gesellschaftlich – in der Jugendarbeit, im digitalen Ehrenamt und politisch. Seit einigen Jahren habe ich außerdem das große Privileg, meine Leidenschaft für gesellschaftliche Fragen und die Zukunft unserer Demokratie auch beruflich verfolgen zu können.

Was mache ich beruflich? Wofür trage ich Verantwortung?

Ich bin Geschäftsführerin von More in Common Deutschland, einer Initiative für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wir haben Kolleginnen und Kollegen in Frankreich, Großbritannien und den USA. Wir versuchen im internationalen Austausch besser zu verstehen, was Gesellschaft im Hier und Heute zusammenhält und wie wir Populismus und gesellschaftlicher Spaltung möglichst früh etwas entgegensetzen können. Ich trage dabei Verantwortung für ein tolles Team. Gemeinsam versuchen wir, unseren Beitrag dazu zu leisten, dass unsere Gesellschaft in der Lage bleibt große Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.

Wie ich glaube, dass wir in 10 Jahren leben werden …

Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt, aber wir "bauen" durch unser heutiges Handeln jeden Tag an ihr – im Guten wie im Schlechten. Davon bin ich fest überzeugt. Deshalb ist es so wichtig, sich regelmäßig zu fragen – nicht wo man in 10 Jahren ist – sondern wo man gesellschaftlich gerne wäre und dieses Ziel auch im Heute nicht aus den Augen zu verlieren.

Was würde ich in Deutschland gerne sofort ändern …

Ich wünsche mir mehr gegenseitige Anerkennung, für den gesellschaftlichen Beitrag anderer Menschen, die womöglich ganz anders sind als man selbst. In unserer Forschung bei More in Common haben wir herausgefunden, dass die Menschen sich eine stärkere Gestaltung der Zukunft wünschen, unsere Debatte sind oft sehr am heute orientiert – ich bin also für mehr (konstruktives!) Ringen um die Zukunft.

Was bedeuten "Zusammenhalt" und "Gemeinwohl" für mich?

Bei Zusammenhalt geht es nicht nur um ein gutes gesellschaftliches Miteinander, sondern die Fähigkeit einer Gesellschaft die großen Herausforderungen unserer Zeit produktiv bearbeiten zu können. Zusammenhalt bedeutet also auch Konfliktfähigkeit und das konstruktive Ringen um die beste gemeinsame Zukunft. Der Zusammenhalt ist kein Selbstzweck – und auch kein Selbstläufer. Er braucht Vertrauen und eine Gesellschaft, die für alle funktioniert.

Welche Lehren sollten wir aus der Corona-Krisen ziehen?

Die Corona-Pandemie ist wie ein Brennglas für unsere Gesellschaft. Sie zeigt uns deutlich, was in unserem Land gut funktioniert und wo es Defizite gibt. So hat zum Beispiel die Quarantäne alle Menschen auf das zurückgeworfen, was sie bereits hatten und damit eben auch Ungerechtigkeit noch einmal besonders deutlich gezeigt – sei es in Sachen Wohnsituation, Bildungsprivilegien oder finanzieller Sicherheit. Das ist ein Auftrag an die Politik. Außerdem zeigt die Ausnahmesituation sehr deutlich, wie unterschiedlich wir Menschen Dinge erleben, schließlich haben wir unterschiedliche Werte, Bedürfnisse und Grundüberzeugungen. Wir sollten uns merken, dass kollektives Handeln ein Vereinen dieser unterschiedlichen Perspektiven braucht.