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Ferdinand Lassalle

Foto: Ferdinand Lassalle
Ferdinand Lassalle / AdsD Friedrich-Ebert-Stiftung

Alle große politische Aktion besteht im Aussprechen dessen, was ist, und beginnt damit. Alle politische Kleingeisterei besteht in dem Verschweigen und bemänteln dessen, was ist.

Als Ferdinand Lassalle (1825 bis 1864) den „Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein“ gründete, legte er die Basis für die Entwicklung der „Sozialdemokratischen Partei Deutschlands“ (SPD). Lassalle vereinte zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum die Arbeiter in einer Partei.

Als Sohn eines Seidenhändlers, Heyman Lassal und Rosalie Lassal, wuchs er in behüteten Verhältnissen auf. Es war ihm möglich das Abitur zu erreichen und ein Studium, in den Fächern Geschichte, Archäologie, Philosophie und Philologie abzuschließen.

Während seiner Studienzeit kam er in Berührung mit sozialistischen Ideen, die bei ihm auf fruchtbaren Boden fielen.

Durch seine Reden und Sympathie für die Arbeiterklasse knüpfte Lassalle Verbindungen zu Marx und Engels. Sie standen im regem Briefwechsel miteinander. Dennoch wollte Lassalle die Stärkung der Arbeiterklasse innerhalb der herrschenden Ordnung vollziehen und hoffte mittels des Staates dieses Ziel zu erreichen. Marx und Engels hingegen wollten die Revolution und sahen im Staat eher ein Unterdrückungsinstrument.

Seiner Popularität wegen wurde Ferdinand Lassalle 1863 von Leipziger Arbeitern eingeladen und zum ersten Präsidenten des neugegründeten „Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins“ gewählt. Dieser gilt als die erste Arbeiterpartei Deutschlands und zugleich als eine der Vorläuferorganisationen der heutigen SPD.

Zeitlebens betätigte sich Ferdinand Lassalle als Schriftsteller. Seine Werke beschäftigen sich hauptsächlich mit der Arbeiterbewegung und Verfassungsfragen.