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Friedrich Ebert

Foto: Friedrich Ebert
Friedrich Ebert: 1925 / AdsD Friedrich-Ebert-Stiftung

Ich will und werde als der Beauftragte des ganzen deutschen Volkes handeln, nicht als Vormann einer einzigen Partei. Ich bekenne aber auch, dass ich ein Sohn des Arbeiterstandes bin, aufgewachsen in der Gedankenwelt des Sozialismus, und dass ich weder meinen Ursprung noch meine Überzeugung jemals zu verleugnen gesonnen bin.

Erstes demokratisch gewähltes Staatsoberhaupt

Friedrich Ebert wurde am 11. Februar 1919 zum ersten demokratisch gewählten Staatsoberhaupt Deutschlands ernannt. Sein Hauptanliegen galt der Sicherung der jungen Republik.

Ebert wurde 1871 in Heidelberg in ärmliche Verhältnisse hineingeboren. Nach der Schule macht er eine Ausbildung zum Sattler. Daran schlossen sich zweieinhalb Wanderjahre an. 

Ab dieser Zeit begann er sich für die Belange der Arbeiter zu engagieren, was er bis zu seinem Tode 1925 weiterführte. So ermunterte Friedrich Ebert die Arbeiter und Handwerker vielerorts sich in Gewerkschaften zusammen zuschließen. Am Ende der Wanderjahre trat er 1889 in die Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (SAP) ein, die sich 1890 mit dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein zur SPD vereinigte.

Seine ehrenamtliche und beratende Tätigkeit innerhalb der Gewerkschaft verhalfen ihm zu einer Anstellung als Arbeitssekretär. 1900 begann dann die politische Karriere mit dem Einzug Eberts in die Bremer Bürgerschaft. Seine Arbeit führte schnell zu überregionaler Bekanntheit. 1905 wurde er in das neugeschaffene Amt des Parteisekretärs gewählt. Hier bemühte er sich besonders den Zusammenhalt der Parteiflügel zu bewahren. Aufgrund seiner gewerkschaftlichen Tätigkeit in Bremen wurde er auch der Mittelsmann zwischen der SPD und den Gewerkschaften.1912 zog er in den Reichstag ein. Ein Jahr später stieg er innerhalb der Partei zum zweiten Vorsitzenden der SPD auf.

Als Reichstagsabgeordneter versuchte er die Lebensverhältnisse der Arbeiterschicht zu verbessern.Als 1918 die Novemberrevolution in Deutschland ausbrach, war es insbesondere auch der Verdienst Eberts, dass sich aus der Revolution eine parlamentarische Demokratie entwickelte. Ein Jahr danach trat Ebert das Amt des Reichspräsidenten an. Seine Präsidentschaft kennzeichnete besonders der Abwehrkampf gegen die antidemokratischen Kräfte wie der Kappputsch oder verschiedene kommunistische Arbeiteraufstände, die eine Diktatur des Proletariats erstrebten.Die Weimarer Republik überlebte ihren großen Verteidiger nur um acht Jahre - Reichspräsident Friedrich Ebert verstarb 1925 in Berlin.      

Kurz nach seinem Tod 1925 wurde die nach ihm benannte Friedrich-Ebert-Stiftung gegründet, die damit die älteste aktive politische Stiftung Deutschlands ist.

www.friedrich-ebert-stiftung.de