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Heide Simonis

Foto: Heide Simonis

Heide Simonis *1943

Heide Simonis ist eine Sozialdemokratin, die Schritt für Schritt klassische Männerdomänen der Politik in die eigene Hand nimmt. Sie war Deutschlands erste Frau an der Spitze einer Landesregierung.

Heide Steinhardt wird 1943 in Bonn als älteste von drei Schwestern geboren und legt 1967 in Kiel ihr Examen als Diplom-Volkswirtin ab.

Im gleichen Jahr lernt sie Udo Simonis kennen und folgt ihm beruflich nach Afrika und Tokio. Sie ahnt nach eigenem Bekunden selbst lange nicht, wohin sie ihr Eintritt in die SPD 1969 führen würde.

Entschiedenheit und Kampfgeist

Nach ihrer Zeit als Ratsherrin in Kiel von 1971 bis 1976 geht Simonis als Bundestagsabgeordnete nach Bonn. Dort zählt sie bald zu den finanzpolitischen Nachwuchstalenten. Elfeinhalb Jahre widmet sie sich vor allem Finanz- und Wirtschaftsfragen als Mitglied des Haushaltsausschusses. 1988 kehrt sie als Finanzministerin nach Kiel zurück.

Deutschlands erste Ministerpräsidentin

1992 kandidiert Heide Simonis für den Kieler Landtag und wird ein Jahr später nach dem Rücktritt von Björn Engholm zur Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein gewählt. Als Regierungschefin des nördlichsten Bundeslandes verschafft sich Simonis in nur wenigen Monaten Anerkennung und Respekt. Heide Simonis kümmert sich als Ministerpräsidentin vor allem um neue Arbeitsplätze, die Ansiedlung von Zukunftsindustrien und die Förderung der Hochschulen.

Eine Wiederwahl 2005 scheitert, weil sie trotz Mehrheit im Parlament in insgesamt fünf Wahlgängen nicht die nötige Stimmenzahl erreicht. Es fehlt eine Stimme aus den eigenen Reihen.

Dem SPD-Parteivorstand gehört sie von 1993 bis 2005 an.

Soziales Engagement

Heide Simonis zieht sich aus der Politik zurück. Sie nimmt für sich in Anspruch, aus „Schläfrig-Holstein“ ein modernes Land gemacht zu haben. Von 2005 bis 2008 engagiert sie sich als ehrenamtliche Vorsitzende des Kinderhilfswerks UNICEF Deutschland.