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Kurt Schumacher

Foto: Kurt Schumacher
Kurt Schumacher: 1950 / AdsD Friedrich-Ebert-Stiftung

Kurt Schumacher wurde am 13. Oktober 1895 in Kulm geboren. Nachdem dem Erwerb des Abiturs studierte er Rechtswissenschaften und Nationalökonomie. Kurz nach Beginn des Ersten Weltkriegs meldete sich Schumacher als Kriegsfreiwilliger. Im Militärdienst verlore er seinen rechten Arm.

Im Revolutionsjahr 1918 entschied sich Schumacher für die Mitgliedschaft in der SPD. Zwei Jahre später arbeitete er für die sozialdemokratische Zeitung „Schwäbische Tagwacht“ in Stuttgart. 1924 wurde er in den württembergischen Landtag und ab 1930 in den Reichstag gewählt. Aufgrund seiner unversöhnlichen Gegnerschaft zur Herrschaft der Nationalsozialisten inhaftierte man ihn 1933 bis 1944 in mehreren Konzentrationslagern.

Nach dem Endes des Zweiten Weltkrieges 1945 wurde Schumacher zum lokalen Vorsitzenden der SPD in Hannover gewählt, obwohl noch ein generelles Parteiverbot in der britischen Besatzungszone galt. Schnell stieg er zu einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der Sozialdemokratie auf und baute die SPD in den westlichen Besatzungszonen wieder auf. 

Dabei trat er allen Bestrebungen einer Einigung zwischen SPD und KPD aufs heftigste entgegen, da hierbei zwei völlig unterschiedliche politische Kulturen vermengt würden. 

Schumacher erwarb sich große Verdienste, in dem er die SPD für unterschiedliche, demokratisch linkseingestellte Gruppierungen öffnete. Insbesondere die Jugend, die zum Teil nur den Nationalsozialismus kannte, verehrte ihn besonders für seine strikte Ablehnung des Nazi-Regimes.Als erster Fraktionsvorsitzender der SPD im Deutschen Bundestag setzte er sich gegen die Wiederbewaffnung und die Westintegration Adenauers ein, weil er damit die Deutsche Einheit gefährdet sah. Ein besonderes Anliegen war ihm die gleichberechtigte Rolle Deutschlands in Europa.Kurt Schumacher starb am 20. August 1952 in Bonn.