arrow-leftarrow-rightclosecontrastdownloadeasy-languagefacebookinstagrammailmenueMinusPlusprintsearchsoundtarget-blanktwitteryoutube
Inhaltsbereich
162/18
19.11.2018

AfB: Kinder haben Rechte – Es ist unsere Aufgabe, für ihre Einhaltung und Umsetzung zu sorgen

Zum „Internationalen Tag der Kinderrechte“ am 20.November erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) Ulf Daude:

Obwohl die Rechte unserer Kinder seit über 25 Jahren durch die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen festgeschrieben sind, muss an deren Einhaltung und Umsetzung immer wieder erinnert werden. Es ist die Aufgabe von uns Erwachsenen – besonders in der Politik und in den Regierungen – dafür zu sorgen, dass Kinder überall in Frieden und Sicherheit aufwachsen können, dass sie eine gute (Aus-)Bildung erhalten, ihre Fähigkeiten und Talente entwickeln sowie ihr Leben und unser aller Zukunft gestalten können.

Nicht überall auf der Erde lässt sich leider dafür das nötige Engagement erkennen. Alle Länder müssen sich hinter der gemeinsamen Aufgabe versammeln. Zu sagen, dass dies jedes Land für sich erledigen solle, oder noch schlimmer, dass es „um uns first und die anderen egal“ geht, ist der falsche Weg. Wir haben eine gemeinsame Verantwortung über Landesgrenzen hinaus!

Auch in Deutschland gibt es noch genug zu tun: Von Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit sind auch wir viel zu weit entfernt. Bittere Realität ist, dass der Bildungserfolg unserer Kinder in Deutschland immer noch - wie große Studien immer wieder bestätigen – vom Geldbeutel und gesellschaftlichen Stand der Eltern sowie dem Wohnort abhängt.

Wir müssen nun gemeinsam endlich anpacken und altes Denken, z.B. von „Häuptlingen und Indianern“ oder einem „Oben und Unten“, von beruflicher und akademischer Bildung, ablegen. Wenn wir die Herausforderungen der Zukunft und den drohenden Fachkräftemangel meistern wollen, brauchen wir alle Kinder und Jugendlichen. Es ist zwingend notwendig, sie ohne Scheuklappen auf allen Ebenen bis zum bestmöglichen Abschluss zu fördern. Immer bessere Schulabschlüsse und eine gesteigerte Abiturquote sind kein Malus, sondern vielmehr ein Zeichen dafür, dass unser Bildungssystem endlich die Kinder und ihren individuellen Lernerfolg in den Mittelpunkt stellt. Diesen erfolgreichen Ansatz müssen wir weitergehen, für unsere Kinder und die Zukunft unseres Landes.

Die Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) setzt sich seit langem, und auch weiterhin, für die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz ein. Eigentlich müssten die allgemeinen Rechte für alle Menschen – Erwachsene wie Kinder – ausreichend sein. In der Praxis zeigt sich leider aber immer wieder, dass zu viele Kinder im Konflikt- oder Zweifelsfall zurückstehen müssen oder andere Rechte in der Abwägung gleich- oder vorgezogen werden. Deshalb brauchen wir die Priorisierung der Kinderrechte im Grundgesetz.

Die Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) begrüßt, dass sich aus allen Bereichen der Gesellschaft, auch überparteilich, immer mehr Institutionen und Personen dieser Forderung anschließen. Jetzt sind Bundestag und Bundesrat am Zug. Es wurde genug debattiert – nun heißt es zuzupacken und umzusetzen! Dies ist jetzt Aufgabe der Politik und der Regierungen, aber es ist und bleibt unser aller Erwachsener Aufgabe, unsere Kinder in den Mittelpunkt unseres Denkens und Wirkens zu stellen – in der Bildung wie in allen Bereichen unseres privaten und beruflichen Lebens.