arrow-leftarrow-rightclosecontrastdownloadeasy-languagefacebookinstagrammailmenueMinusPlusprintsearchsoundtarget-blanktwitteryoutube
Inhaltsbereich
204/17
06.10.2017

Martin Schulz zur Vergabe des Friedensnobelpreises

Zur Vergabe des Friedensnobelpreises 2017 an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) erklärt der Vorsitzende der SPD Martin Schulz:

Die Vergabe des diesjährigen Friedensnobelpreises an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) ist ein kraftvolles Signal zur richtigen Zeit. Es macht deutlich, wie dringend wir gerade jetzt mutige Initiativen für globale Abrüstung und eine Welt ohne Atomwaffen brauchen.

Wir brauchen keine neue Aufrüstungsspirale in der Welt, sondern eine Renaissance von vertragsgestützter Abrüstung und Rüstungskontrolle weltweit. Diese Mahnung des Nobelpreiskomitees muss uns allen Auftrag sein, Abrüstung und eine mutige Friedenspolitik wieder als echte Priorität auf die Tagesordnung der internationalen Politik zu setzen. Deutschland und Europa müssen dabei vorangehen.

Insbesondere der aktuelle Konflikt um das Atomprogramm Nordkoreas zeigt auf dramatische Weise die Gefahren nuklearer Aufrüstung. Auch die vom US-Präsidenten entfachte Debatte über einen möglichen US-amerikanischen Rückzug aus dem Atomabkommen mit dem Iran ist ein mahnendes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, in den Anstrengungen für Abrüstung, Diplomatie und Dialog weltweit nicht nachzulassen.

Denn Eines ist klar: Wenn politische Hitzköpfe über die Frage - Atomkrieg ja oder nein – entscheiden können, reicht das als Versicherung für den Frieden nicht aus. Wirklich sicher ist der Frieden erst dann, wenn Atomwaffen überhaupt nicht mehr eingesetzt werden können.