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28.10.2015

Regine-Hildebrandt-Preis 2015 geht an zwei soziale Projekte – Ehrenpreis für Manfred Stolpe

Der diesjährige Regine-Hildebrandt-Preis 2015 der SPD geht an zwei soziale Projekte in Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz: den Verein „Berufliches und Soziales Lernen im Hunsrück“ und den Verein „Begegnungszentrum Wittenberg West“. Der Preis ist insgesamt mit 20.000 Euro dotiert.

Die Jury des Regine-Hildebrandt-Preises nahm das 25. Jubiläumsjahr der Deutschen Einheit zum Anlass, außerdem einen „Regine-Hildebrandt-Ehrenpreis“ zu vergeben. Der Preis geht an Manfred Stolpe. Schirmherrin des Regine-Hildebrandt-Preises ist die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig. Sie sagte zum Ehrenpreis an Manfred Stolpe: „25 Jahre nach der Deutschen Einheit haben wir viel miteinander erreicht. Es bleibt aber auch viel zu tun. Kaum jemand steht so sehr für das Anpacken der Herausforderungen wie Manfred Stolpe. Er hat viel zum Gelingen der deutschen Einheit beigetragen. Einen langen Teil des Weges ist er gemeinsam mit Regine Hildebrandt gegangen und ist der Familie Hildebrandt bis heute sehr verbunden. Der Regine-Hildebrandt-Preis stellt mit dem bislang einmaligen Ehrenpreis ein ganz besonderes Lebenswerk in den Mittelpunkt und ehrt Manfred Stolpe für seine Verdienste.“

Die SPD und das Forum Ostdeutschland der Sozialdemokratie prämieren jedes Jahr gesellschaftliche Gruppen und Personen, die gegen Rechtsextremismus und Gewalt wirken sowie sich für die innere Einheit Deutschlands und für Frieden, Freiheit und soziale Gerechtigkeit einsetzen. Die Auszeichnung wird stets an Regine Hildebrandts Todestag, dem 26. November, und in diesem Jahr zum 14. Mal vergeben. Mit der Preisverleihung wird an eine außergewöhnliche Frau und kämpferische Sozialdemokratin erinnert.

Die Verleihung des Regine-Hildebrandt-Preises findet statt am 26. November 2015 um 18 Uhr im Willy-Brandt-Haus in Berlin. Eine gesonderte Presseeinladung geht Ihnen zu.

Manuela Schwesig zum Preis für „Berufliches und Soziales Lernen im Hunsrück“:

„Praktisches Arbeiten Hand in Hand baut Vorurteile ab und trägt zu einem friedlichen und hilfsbereiten Miteinander bei. Jungen Menschen mit einer Ausbildung bessere Zukunftschancen zu verschaffen, ist nicht nur sozialdemokratisch, sondern auch ganz im Sinne Regine Hildebrandts. Gut, dass es solches gemeinnütziges Engagement gibt.“

Informationen zum Verein Berufliches und Soziales Lernen im Hunsrück:

Der Verein (kurz: VBS) betreibt eine gemeinnützige Ausbildungsstätte im Tischlerhandwerk und ein Tagungshaus. Die Zielgruppe sind Jugendliche in besonders schwierigen Lebenslagen oder mit Verhaltensauffälligkeiten, die z.B. arbeitslos sind, einen Strafvollzug hinter sich haben, aus schwierigen Familienverhältnissen kommen oder Integrationsprobleme haben. Der Verein schafft ein Angebot für Jugendliche, die die Hürden auf dem Ausbildungsmarkt nicht hätten überwinden können. Der Verein finanziert sich aus Spenden und den Erlösen aus der Möbelherstellung. Der Verein hat sich bewusst für gemischte Gruppen von Einheimischen und Menschen mit Migrationshintergrund entschieden, weil der gemeinsame Alltag und gemeinsame Erfahrungen wesentlich zum Abbau von Vorurteilen und Intoleranz beitragen. Zur Zeit befinden sich acht Jugendliche in Ausbildung, darunter auch zwei afghanische Flüchtlinge. Seit Gründung wurden mehr als 150 Jugendliche ausgebildet. Manuela Schwesig zum „Begegnungszentrum Wittenberg West“:

„Der Nachbarschaftstreff dient in vorbildlicher Weise dazu, die unterschiedlichen Bedürfnisse und Kompetenzen ganz verschiedener Menschen für ein gemeinschaftliches Miteinander zusammenzuführen. Dabei trägt die Offenheit des Angebotes für Menschen egal welchen Alters, welcher Herkunft, Hautfarbe oder Religion zu einem Abbau von Vorurteilen und Fremdenfeindlichkeit bei und hilft, ein friedliches und soziales Miteinander zu sichern.“

Informationen zum Verein Begegnungszentrum Wittenberg West

Der Verein betreibt seit 2010 einen Nachbarschaftstreff. Der Treff bietet an jedem Werktag ein breites Programm mit Freizeit- und Bildungsangeboten und Nachbarschaftshilfe an, das auf die vielfältigen Bedarfe der Menschen in einer Siedlung mit spürbarem demografischem Wandel zugeschnitten ist. Neben den programmatischen Angeboten (Vorträge, Sprachkurse, Computer- und Verkehrsschulungen, Holz- und Handarbeit, Hausaufgabenhilfe, Line-Dance, Kochgruppen, etc.) fungiert der Nachbarschaftstreff als Knotenpunkt der Nachbarschaftshilfe. Hinzu kommen in Zukunft vor allem Flüchtlinge aus Syrien. Hier will der Verein mit Sprachpatenschaften beim Deutsch lernen helfen und eine Willkommenskultur praktisch in die Tat umsetzen. Berührungsängste sollen durch den offenen Umgang miteinander gar nicht erst entstehen.