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Pressemitteilung

082/21
28.07.2021

AsJ: Endlich – Nazis raus aus den juristischen Arbeitsmitteln!

Zu der Entscheidung des Verlags C.H. Beck, den Kommentar „Palandt“ und andere aktuelle juristische Werke umzubenennen, erklärt der Co-Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen in der SPD Harald Baumann-Hasske:

„Wir begrüßen diese Entscheidung des Verlags C.H.Beck und gratulieren ausdrücklich dazu. Der Zustand, dass regelmäßig aktualisierte juristische Standardwerke bis heute nach Personen benannt sind, die sie begründet haben, aber in den Zeiten nationalsozialistischer Gewaltherrschaft Teil des Systems, dessen aktive Unterstützer, Mitglieder der NSDAP oder sogar Mittäter waren, war schon lange nicht mehr hinnehmbar. Viele engagierte Juristinnen und Juristen, auch die ASJ, haben die Umbenennung seit Jahren gefordert. Es ist eine große Erleichterung, dass eine unselige Tradition endlich beendet wird.

Es ging uns nie darum, Rechtsgeschichte vergessen zu machen. Niemand wäre auf die Idee gekommen, ein Buch aus der Nazi-Zeit rückwirkend umzubenennen. Aber Werke, die in den 20er Jahren des 21. Jahrhunderts zum Teil mehrmals im Jahr aktualisiert werden, unter den Namen dieser Menschen fortzuführen, bedeutete, eine Tradition fortzusetzen, an der nichts Gutes war. Wir freuen uns, dass dem jetzt ein Ende bereitet wurde.“