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Gleichstellung in der gerechten Gesellschaft

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Noch immer sind zu wenige Frauen in der Führungsebene großer Unternehmen vertreten. Das ändern wir. Noch immer verdienen Frauen im Schnitt viel weniger als Männer. Da machen wir nicht mit. Und noch immer sorgt der Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen dafür, dass es innerhalb einer Belegsc­haft Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „zweiter Klasse“ gibt. Damit muss Schluss sein.

Wir wollen volle Gleichstellung. Das heißt auch, dass homosexuelle Paare nicht weiter diskriminiert werden dürfen. Wir treten ein für die Ehe für alle. Wir wollen, dass jeder in unserer Gesellschaft die gleichen Chancen, Rechte und Freiheiten genießt.

Die Frauenquote ist beschlossen

Wir haben lange für die Frauenquote gestritten und gekämpft. Und wir haben uns durchsetzen können: Ab 2016 müssen rund 100 große börsennotierte Unternehmen mindestens 30 Prozent ihrer Aufsichtsratssitze mit Frauen besetzen. Weitere 3500 Betriebe setzen sich selbst eine verbindliche Quote.Denn Fakt ist: Noch immer sind nur etwa 17 Prozent der Aufsichtsratsposten in börsennotierten Unternehmen durch Frauen besetzt.

In den Vorständen großer Unternehmen sieht die Bilanz noch schlechter aus. Frauen sind heute so gut ausgebildet wie nie zuvor. Und dennoch sind es meist Männer, die die Führungspositionen für sich in Anspruch nehmen. Wir brechen diese verkrusteten Strukturen auf.

Frauenquote im Faktencheck

Die SPD hält, was sie verspricht. Die Quote für Frauen in Führungspositionen kommt. Der Bundestag hat das Gesetz von Frauenministerin Manuela Schwesig und Justizminister Heiko Maas am 6. März 2015 beschlossen.

Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zur Frauenquote zusammengestellt. Der Faktencheck.

Ein Kulturwandel in der Arbeitswelt

Die Einführung der Frauenquote bringt einen Kulturwandel in der Arbeitswelt. Sie ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur vollen Gleichstellung. Wir werden diesen Weg weitergehen. Wir sorgen auch für eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie und stellen sicher, dass Teilzeitmodelle nicht zu einer Karrierefalle werden.

Zwei zentrale Vorhaben, um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen, haben wir bereits durchgesetzt: das ElterngeldPlus und die Reform der Pflege von Angehörigen

Lohngerechtigkeit umfassend fördern

Arbeitsministerin Andrea Nahles räumt mit dem Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen auf. Dafür hat sie ein Gesetz auf den Weg gebracht. Leiharbeit soll auf eine Dauer von 18 Monaten begrenzt werden. In tarifgebundenen Unternehmen sind längere Einsatzzeiten möglich. Nach neun Monaten sollen Leiharbeitskräfte bei der Bezahlung der Stammbelegschaft gleichgestellt werden.

Das Gesetz wird Lohndumping verhindern und die Stellung der Beschäftigten stärken. Leiharbeitnehmer als Streikbrecher soll es künftig nicht mehr geben.

Lohndiskriminierung von Frauen beenden

Noch immer verdienen Männer im Schnitt 22 Prozent mehr als Frauen. Nicht zuletzt weil Frauen selbst bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit weniger Lohn kriegen. Dieser Ungerechtigkeit wollen wir schon lange ein Ende setzen. Frauenministerin Manuela Schwesig arbeitet an einem Gesetz, das für mehr Transparenz sorgen wird. Denn das ist die Voraussetzung dafür, die deutlichen Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern abzubauen.

Wir wollen, dass Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern der Vergangenheit angehören. Um das zu erreichen, müssen wir auch die sozialen Berufe aufwerten! Seit langem treten wir dafür ein, dass die Arbeit am und mit Menschen mehr anerkannt und besser bezahlt wird.

In Pflege- und Erzieherberufen sind übrigens überwiegend Frauen beschäftigt. Sie leisten oftmals schwere Arbeit. Arbeit, die nicht irgendwo am Rande der Gesellschaft, sondern mitten im Zentrum stattfindet – eine Voraussetzung für den Zusammenhalt in unserem Land.

Öffnung der Ehe

Wir haben die vollständige Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften zur Ehe bei Steuerangelegenheiten auf den Weg gebracht. Wir haben zudem eine deutliche Verbesserung der Gleichstellung homosexueller Paare im Adoptionsrecht erreicht. 2015 hat das Kabinett auf unseren Druck hin beschlossen, über 100 diskriminierende Einzelregelungen zu beseitigen.

Überfällige Schritte, denen weitere folgen müssen. Wir plädieren seit langem dafür, dass auch gleichgeschlechtliche Paare die Ehe schließen können. Auch Zweidrittel der Deutschen sprechen sich laut Umfragen für die „Ehe für alle“ aus. Dafür muss die Union allerdings ihre Blockadehaltung aufgeben.

Katarina Barley zum Internationalen Frauentag: 2016 ist ein Jahr für die Frauen

Der Internationale Frauentag ist in diesem Jahr politisch wie lange nicht mehr. Im Fokus stehen zum einen arbeitsmarkt- und sozialpolitische Themen: die Lohngerechtigkeit für Frauen, die Frauenquote in Unternehmen, die Neuordnung der Pflegeberufe. Zum anderen wird nach den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln stärker über das Geschlechterverhältnis, über Sexismus und Gewalt in unserer Gesellschaft diskutiert.

Am 8. März ist Internationaler Frauentag

Mitglied werden

Wir setzen uns für die Gleichstellung auf allen Ebenen der Gesellschaft ein. Frauenquote, Lohngerechtigkeit und die Öffnung der Ehe entsprechen unserer Vision einer gerechteren Gesellschaft. Wenn Sie uns dabei unterstützen möchten werden Sie SPD Mitglied.