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Olaf Scholz

Ich bin einer von vielen. Ich bin einer von euch. Ich bin Sozialdemokrat.

Warum eigentlich SPD? Warum Sozialdemokratie? Die Antworten auf diese Frage sind bunt. Sie sind laut und trotzig, sie sind stolz und liebevoll.

Wir sind rund 400.000 Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. Und jede*r von uns bringt seine eigene, besondere Geschichte mit. Einige davon erzählen wir in unserem Projekt #1von400Tausend.

Mein Name ist Olaf Scholz

.. und Gerechtigkeit, das war der Grund, warum ich mit 17 in die SPD eingetreten bin. Nach so vielen Jahren ist die Gefahr groß, dass man sich Geschichten zurechtlegt, weshalb man bestimmte Entscheidungen getroffen hat. Ich erinnere mich an kein Ereignis oder diesen einen Moment, in dem ich plötzlich dachte: Jetzt trete ich in die SPD ein. Aber Gerechtigkeit, das ist ein Motiv, das mich durch mein ganzes Leben begleitet. Das war schon in der Grundschule so: Ich hatte einen Klassenkameraden, der sehr gut in der Schule war, aber nicht mit mir aufs Gymnasium gehen durfte. Das fand ich unglaublich ungerecht.

Weil ich mich für mehr Gerechtigkeit einsetzen wollte, wurde ich Schülersprecher, engagierte mich bei den Jusos, studierte Jura, wurde Anwalt für Arbeitsrecht – und Berufspolitiker.

Der erste Wahlkampf, bei dem ich „klebend“ dabei war, also Plakate für die SPD aufhing, war in den Siebzigern: Damals wollte Hans-Ulrich Klose in Hamburg Erster Bürgermeister werden, wurde er auch. Mein politisches Engagement prägten zwei sozialdemokratische Kanzler ganz besonders: Willy Brandt mit seiner klugen Ostpolitik, und – wie sollte es als Hamburger anders sein - Helmut Schmidt. Weil beide zeigten, wie ein guter Kanzler sein sollte: Sie erklärten immer, was sie eigentlich machen. Politik zu erläutern, das gehört einfach dazu.

Ich hatte die Chance an die Uni zu gehen und in Hamburg Jura zu studieren. Seit Ende der Achtzigerjahre arbeitete ich dann als Anwalt für Arbeitsrecht. In dieser Zeit vertrat ich viele Beschäftigte in Kündigungsschutzklagen und beriet neue Betriebsräte in Ostdeutschland im Zuge der Wiedervereinigung. Ich war zwar schon stellvertretender Vorsitzender der Jusos, aber Berufspolitiker wurde ich erst mit 40, als ich 1998 als Abgeordneter in den Bundestag einzog.

Von Anfang an hat mich in meinem politischen Engagement beschäftigt, wie wir mit mehr Respekt miteinander umgehen können. Die SPD ist für mich die einzige Partei, die immer schon dafür stand, dass es um jeden und jede in unserer Gesellschaft geht. Das treibt mich bis heute an: Ich will für ein besseres Miteinander sorgen. Dass der Supermarktkassierer und die Krankenhausleiterin eine gemeinsame Vorstellung einer guten Zukunft haben und niemand auf den anderen herabschaut. Und deshalb will ich den Bürgerinnen und Bürgern als Kanzler dienen.