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Arbeit-von-morgen-Gesetz

Symbolfoto zum Thema Automatisierung
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Chancen und Schutz im Wandel

Das neue „Arbeit-von-morgen-Gesetz“

Wenn sich der Job ändert, zum Beispiel durch die Digitalisierung, brauchen manche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Weiterbildung. Wir wollen das noch besser unterstützen. Und wenn ein Unternehmen mal in Schieflage gerät, gibt es für die Beschäftigten länger Kurzarbeitergeld. Das Ziel: Beschäftigte sollen sich auf mehr Chancen und Schutz verlassen können.

Fit für moderne Jobs

Beschäftigte in Arbeit halten – darum geht es auch, wenn sich die Arbeitswelt schnell wandelt. Wenn der Job aber nicht mehr sicher ist, wollen wir sie in neue Arbeit bringen. Dafür soll die Bundesagentur für Arbeit (BA) noch mehr tun können. Sie soll bei der Förderung von beruflicher Weiterbildung und Qualifizierung, die vom Strukturwandel betroffen sind, wirksam helfen. Mit dem „Arbeit-von-morgen-Gesetz“ wird es noch deutlich bessere Fördermöglichkeiten für Beschäftigte geben:

  • Anträge werden für Beschäftigte und Betriebe einfacher, die Bewilligung kommt schneller: Sind Qualifikation, Bildungsziel und Fördernotwendigkeit vergleichbar, geht das jetzt auch in Sammelanträgen, das heißt: auf individuelle Bildungsgutscheine kann verzichtet werden.

  • Mehr Unterstützung und höhere Förderung: Die Zuschüsse der BA zu Lehrgangskosten und Arbeitsentgelt werden um jeweils 10 Prozent angehoben, wenn mindestens jeder fünfte Beschäftigte eines Betriebes Weiterbildung braucht. Gibt es eine Betriebsvereinbarung zur beruflichen Weiterbildung oder einen entsprechenden Tarifvertrag, sind zusätzliche fünf Prozent Förderung möglich.

  • Wir entbürokratisieren das Zertifizierungsverfahren: So können auch Weiterbildungsmaßnahmen mit geringeren Teilnehmerzahlen finanziert werden.

Mehr Qualifizierung in der Transfergesellschaft

Das Arbeit-von-morgen-Gesetz verbessert die Fördermöglichkeiten für Qualifizierungen in Transfergesellschaften. Während des Bezugs von Transferkurzarbeitergeld können in kleineren und mittleren Unternehmen (mit weniger als 250 Beschäftigten) künftig bis zu drei Viertel der Weiterbildungskosten durch die BA übernommen werden. Die Weiterbildung für neue Jobs gilt unabhängig von Alter und Berufsabschluss. Zukünftig werden auch Qualifizierungen über die Dauer des Transferkurzarbeitergeldes hinaus gefördert werden. So werden auch längere Weiterbildungsmaßnahmen möglich.

Kurzarbeitergeld bis zu 24 Monate

Der Arbeitsmarkt ist in Deutschland heute insgesamt sehr stabil. Allerdings sind ernste Probleme in einzelnen Branchen angesichts der konjunkturellen Unsicherheiten weltweit nicht dauerhaft auszuschließen. Darauf wollen wir vorbereitet sein – und das erfolgreiche Kurzarbeitergeld (KuG) noch besser machen. Die Erfahrungen aus der Bankenkrise vor über 10 Jahren helfen dabei. Künftig kann das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate verlängert werden, wenn während der Kurzarbeit eine sinnvolle und zweckmäßige Weiterbildung stattfindet. Bislang wurde es in der Regel bis zu 12 Monate gezahlt.

Koalitionsausschuss beschließt „Arbeit-von-morgen-Gesetz“