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20.04.2020

Corona-KriseArbeitsminister Heil für höheres Kurzarbeitergeld

Foto: Hubertus Heil
Werner Schüring

Arbeitsminister Hubertus Heil plädiert dafür, das Kurzarbeitergeld befristet anzuheben. „Nicht nur für Geringverdiener, auch für Facharbeiter bedeutet Kurzarbeit einen erheblichen Einbruch. Miete und Rechnungen müssen ja weiterbezahlt werden. Deswegen suchen wir in der Regierung und mit den Sozialpartnern intensiv nach einer Lösung“, sagte Heil. Gewerkschaften, SPD, Grüne und Linke sind für eine Anhebung, CDU/CSU noch in der Diskussion. Arbeitgeber, FDP und AfD dagegen.

Arbeitsminister Hubertus Heil stellt sich hinter Forderungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), das Kurzarbeitergeld befristet anzuheben. „Die Forderung des DGB ist plausibel“, sagte der stellvertretende SPD-Vorsitzende der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) am Samstag. Zwar würden viele Unternehmen selbst aufstocken. Und Beschäftigte in Kurzarbeit hätten die Möglichkeit, selbst etwas hinzuzuverdienen ohne dass das Kurzarbeitergeld gekürzt wird. „Aber ja: In der Bundesregierung und unter den Sozialpartnern wird darüber beraten, wie wir Kaufkraftverluste ausgleichen können, wenn die Krise fortdauert“, sagte Heil.

Mit der Kurzarbeit können Unternehmen einige Wochen oder Monate der Flaute überbrücken, ohne Beschäftigte entlassen zu müssen. Die Beschäftigten erhalten dann 60 Prozent - mit Kindern 67 Prozent - des Nettoverdienstausfalles. In einigen Branchen stocken die Arbeitgeber das Kurzarbeitergeld aber nach tariflichen Vereinbarungen auf.