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14.10.2015

Gabriel stellt Herbstgutachten vor Ein robustes Wirtschaftswachstum

Der Boom auf dem Arbeitsmarkt hängt auch mit Exportüberschuss zusammen. (Foto: dpa)
dpa

2015: Zahl der Beschäftigungsverhältnisse steigt um 270.000. "Wir bauen Beschäftigung auf", so Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. (Foto: dpa)

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem soliden Aufschwung. Die Bundesregierung rechnet im laufenden Jahr mit einem Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,7 Prozent und im kommenden Jahr mit einem weiteren Zuwachs von 1,8 Prozent. Außerdem „bleiben Arbeitsmarkt und die Beschäftigungslage außerordentlich stark“, betonte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel am Mittwoch.

In diesem Jahr steigt die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse um 270.000. 2016 werden es noch mal weit mehr als 200.000 sein. „Wir bauen Beschäftigung auf“, erläuterte Gabriel. Zudem seien fast alle neugeschaffenen Stellen sozialversicherungspflichtig. Wir haben die höchste Zahl an Beschäftigten in der Geschichte der Bundesrepublik“, betonte der SPD-Politiker, „mit über 43 Millionen, so dass wir eine stabile Entwicklung im Land haben, ein robustes Wirtschaftswachstum.

"Wir bauen Beschäftigung auf"

Das Herbstgutachten bestätigt auch eine gute Lohn- und Gehaltsentwicklung. Sie ist besser als in vielen Jahren zuvor. So zeigten auch der von der SPD konsequent eingeführte Mindestlohn sowie die für spürbare Rentenerhöhung ihre Wirkung. Die starke Binnennachfrage ist die wichtigste konjunkturelle Stütze. „Zusammen mit dem schwachen Ölpreis und den aktuellen Wechselkurs des Euro sind das für ein Land wie die Bundesrepublik Deutschland – mit dem großen Exportsektor – außerordentlich gute Rahmenbedingungen“, so Gabriel. Negative Auswirkungen des Mindestlohns sind nach wie vor nicht feststellbar.

Sinkende Arbeitslosigkeit

Im Gegenteil: Die Arbeitslosigkeit wird 2015 um 98.000 Personen sinken. „Wir werden in Deutschland im Bereich Fachkräftenachwuchs, Digitalisierung, im Bereich Forschung und Entwicklung zulegen müssen“, mahnte der Vizekanzler. Es müssten Bedingungen geschaffen werden, damit die wirtschaftliche und soziale Situation auch in einigen Jahren noch so gut sein werde wie heute.

Mit Blick auf die Zuwanderung aus Krisenregionen sagte Gabriel: „Eine schnelle Qualifikation und Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt kann bei dem Bedarf an Fachkräften helfen.“ Es wurden bereits Weichen gestellt: wesentlich mehr Geld für Sprachkurse und zusätzlich 2 Milliarden Euro für die Arbeitsmarktpolitik. „Wir können Dinge zusammenbringen, die sowohl dem Land helfen, aber auch denjenigen, die jetzt zu uns kommen“, zeigte sich der SPD-Parteichef zuversichtlich.

Fachkräftemangel: Integration in den Arbeitsmarkt

Sprachausbildung, Weiterbildung und Arbeit – so kann Integration gelingen. Diese Maßnahmen helfen den Flüchtlingen und der Wirtschaft, denn Deutschland stehe aufgrund der demografischen Entwicklung vor einem der größten Experimente, dem sich eine Industriegesellschaft bislang stellen musste, betonte Gabriel: „Wir werden in wenigen Jahren 6 Millionen Arbeitskräfte in Deutschland verlieren und daher auch erheblichen Bedarf an Fachkräftenachwuchs haben.“