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22.09.2020

Schulgipfel Rückenwind bei der Schul-Digitalisierung

Foto: Saskia Esken
Photothek

Wie machen wir die Schulen während der Corona-Pandemie technisch schneller fit für digitales Lernen? Und wie können wir Schulschließungen verhindern? Darum ging es am Montagabend beim zweiten Schulgipfel zwischen Bund und Ländern. Gemeinsames Ziel sei es, „die Digitalisierung auch hinter den Klassenzimmer-Türen voranzubringen“, sagte die SPD-Vorsitzende Saskia Esken. Die Ergebnisse:

Bund und Länder wollen die Schul-Digitalisierung unter dem Eindruck der Corona-Krise vorantreiben. Der Bund hat den Ländern beim zweiten Schulgipfel Hilfen für das digitale Lernen an Schulen zugesagt. Lehrkräfte erhalten Dienstlaptops, Schülerinnen und Schüler eine Flatrate – und bei Bedarf ebenfalls einen Laptop.

Lehrkräfte erhalten zügig Laptops

Die 800 000 Lehrkräfte in Deutschland – und Kinder, deren Eltern sich das nicht leisten können, sollen noch in diesem Jahr Laptops bekommen. Der Bund will dafür zusätzlich 500 Millionen Euro bereitstellen. Bei einem Treffen am Montagabend im Kanzleramt verabredeten Bundeskanzlerin Angela Merkel, SPD-Chefin Saskia Esken und die Bildungsministerinnen und -minister aus Bund und Ländern entsprechende Schritte zur Finanzierung.

10-Euro-Flatrate für Schülerinnen und Schüler

Für Schülerinnen und Schüler soll es zudem eine Flatrate geben mit einem Datentarif für unter zehn Euro pro Monat. „Das Bildungs- und Teilhabepaket wird diese Kosten auch für bedürftige Schüler übernehmen“, sagte die SPD-Vorsitzende Saskia Esken nach dem Schulgipfel.

Bund und Länder wollen auch die Glasfaser-Internetanbindung für alle Schulen zügig ausbauen. Bekräftigt wurde bei dem Treffen außerdem, dass sich der Bund mit 500 Millionen Euro an den Kosten zur Ausbildung und Finanzierung von Administratorinnen und Administratoren, die sich um die Technik an den Schulen kümmern sollen, beteiligen will.

Digitale Bildung vorantreiben

Zudem wurde der schrittweise Aufbau einer bundesweiten Bildungsplattform und sogenannter Kompetenzzentren für digitales Unterrichten verabredet, in denen unter anderem Lehrkräfte für die Arbeit mit digitalen Unterrichtsmitteln weitergebildet werden sollen. „Das ist die große Aufgabe: Schulentwicklung an den Schulen möglich zu machen“, sagte die Parteivorsitzende Saskia Esken. „Und dabei wollen wir unterstützen.“

Außerdem wird es am kommenden Mittwoch ein Gespräch mit Expertinnen und Experten zum Thema Lüftungshygiene geben. Ziel ist es, eine erneute flächendeckende Schließung der Schulen nach Möglichkeit zu verhindern.

Ein weiterer Schulgipfel soll Anfang des kommenden Jahres stattfinden.

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