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Käte Strobel

1907–1996

  • Geboren am 23. Juli 1907 in Nürnberg 
  • 1925 Eintritt in die SPD 
  • Nach Kriegsende Engagement beim Wiederaufbau der SPD in Franken und Bayern  
  • 1949-1972 Mitglied des Deutschen Bundestages 
  • 1958-1971 Mitglied des Bundesvorstandes der SPD  
  • 1958-1967 Mitglied des Europaparlaments (zeitweise dessen Vizepräsidentin und Vorsitzende der Sozialistischen Fraktion) 
  • 1966-1972 Bundesministerin für Gesundheitswesen bzw. für Jugend, Familie und Gesundheit  
  • Gestorben am 26. März 1996 in Nürnberg 

Sexuelle Aufklärung ist Gesundheitsversorgung 

Lange bevor wir von Care-Arbeit sprechen, sensibilisiert Käte Strobel für Sorgearbeit. Als Ministerin für Gesundheit, Jugend und Familie zeigt sie, dass der gesellschaftliche Aufbruch von „1968“ nicht nur auf der Straße, sondern auch in der Regierung stattfindet. 

Käte Strobel setzt auf den Ausbau der Gesundheitsvorsorge bei Schwangerschaft, Geburt und im Alter. Sie tritt auch für sexuelle Aufklärung ein. So beauftragt sie den Film „Helga“, der unerwartet zum Millionenerfolg wird. Die Darstellung einer Geburt ist ungewohnt, Menschen fallen in Ohnmacht und die Kinovorstellungen müssen vom Deutschen Roten Kreuz begleitet werden. Es folgt die Herausgabe des „Sexualkunde-Atlas“, womit Sexualkunde, trotz anhaltender Empörung, auch in den Lehrplan westdeutscher Schulen Einzug hält.