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15.10.2017

Niedersachsen-Wahl 2017 „Fulminanter Erfolg“

dpa

SPD jubelt nach den ersten Hochrechnungen zur Landtagswahl in Niedersachsen auf der Wahlparty in Hannover. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Drei Wochen nach der Bundestagswahl hat die SPD die Landtagswahl in Niedersachsen spektakulär gewonnen. Die Sozialdemokratie unter Ministerpräsident Stephan Weil legt deutlich zu und wird erstmals seit 1998 wieder stärkste Kraft. Eine Fortsetzung von Rot-Grün ist aber nicht möglich.

Wahlsieger Weil sprach von einem „fulminanten Erfolg“ für die SPD: „Wir können zum ersten Mal seit der letzten Landtagswahl mit Gerhard Schröder vor 19 Jahren wieder die stärkste Fraktion im Landtag werden, das ist großartig“, sagte er

Über 4 Prozent legte die SPD gegenüber 2013 zu und erreicht laut vorläufigem amtlichen Endergebnis insgesamt 36,9 Prozent. Die CDU hingegen verlor deutlich über 2 Prozent – und landet rund 4 Prozent hinter der SPD.

SPD-Chef Martin Schulz gratulierte Weil zum „großartigen Sieg“: „Was du in den letzten Wochen geleistet hast, ist ohne Vorbild in der jüngsten deutschen Wahlkampfgeschichte!“

Weil will mit allen Parteien außer AfD sprechen

Die SPD unter Ministerpräsident Stephan Weil legt deutlich zu und wird zum ersten Mal seit 1998 wieder stärkste Kraft. Die CDU fährt mit ihrem Spitzenkandidaten Bernd Althusmann ihr schlechtestes Ergebnis seit 1959 ein, obwohl sie in Umfragen lange vorn gelegen hatte. Die Grünen landen zwar vor der FDP auf Platz drei, erleiden aber starke Einbußen. Die AfD schafft den Einzug ins Parlament, die Linken scheitern.

Rechnerisch möglich sind nun eine große Koalition aus SPD und CDU, eine Koalition aus SPD, FDP und Grünen sowie eine Koalition aus CDU, FDP und Grünen. Wahlsieger Weil kündigte an, er wolle mit allen Landtagsparteien außer der AfD sprechen.

Vorläufiges amtliches Endergebnis

Die SPD verbessert sich nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis auf 36,9 Prozent, gut vier Punkte mehr als 2013. Die CDU kommt nur noch auf 33,6 Prozent, rund zweieinhalb Punkte weniger. Die Grünen rutschen fünf Punkte ab auf 8,7 Prozent. Die FDP landet bei 7,5 Prozent, ein Minus von 2,4 Punkten.

Die AfD schafft mit 6,2 Prozent den Einzug ins Parlament, bleibt aber hinter ihren jüngsten Wahlerfolgen zurück.