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09.12.2018

Barley zur Europawahl-Spitzenkandidatin gewählt Europa ist die Antwort

photothek

Katarina Barley ist am Sonntag mit einer Zustimmung von 99 Prozent zur SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl am 26. Mai bestimmt worden.

Sie ist Europäerin durch und durch. Jetzt führt Katarina Barley die SPD auf Platz 1 der Liste in die Europawahl. Ihr Ziel: Europa gegen die Feinde von innen und außen verteidigen. „Wir müssen alles dafür tun, was wir können, damit Rechtspopulisten und Nationalisten weder in Deutschland noch in Europa das Sagen bekommen“, sagte die Justizministerin.

Die europäische Idee ist für die SPD die Antwort auf die großen Aufgaben der Gegenwart und Zukunft. Sie lassen sich nur gemeinsam lösen. Wenn es um den Frieden geht zum Beispiel, um Klimaschutz, um soziale Regeln in der Globalisierung. Oder auch um die gerechte Besteuerung großer Unternehmen. Leidenschaftlich betonte die SPD-Spitzenkandidatin in ihrer Rede auf der Europadelegiertenkonferenz die Bedeutung der bevorstehenden Wahl.

Barley: „Raus aus der Komfortzone!“


Angesichts des Erstarkens rechtsextremer, nationalistischer Bewegungen in Europa rief sie zu einem energischen Wahlkampf auf, das europäische Einigungsprojekt stehe an einer „Weggabelung“ der Geschichte. Europa sei sehr zerbrechlich geworden. Rechtspopulisten wollten zurück in den Nationalismus, in Kleinstaaterei und Abschottung. „Wir müssen alle raus aus der Komfortzone.“ Und: „Lasst uns einen geilen Wahlkampf auf die Beine stellen“, rief die Justizministerin ihre Partei auf.

99 Prozent wählten sie anschließend zur SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl am 26. Mai – mit 192 von 194 gültigen Stimmen. Mit Katarina Barley auf Listenplatz 1 wird erstmals in der deutschen Geschichte eine Bundesministerin ihr Amt nach der Europawahl aufgeben, um Europa voranzubringen.

Europäerin durch und durch

Katarina Barley ist Europäerin durch und durch. Geboren wurde sie in Köln, die Mutter ist Deutsche, der Vater Brite, studiert hat sie in Paris. In den 1990er Jahren siedelte sie nach Trier über. In ihrer Heimat lebt man ein offenes Europa. „Die Farbe meines Lebens ist blau mit gelben Sternen.“

Barley will Europa weiter entwickeln. Nach der Wirtschafts- und Währungsunion gehe es jetzt um „ein Europa für alle“. Europa müsse wieder mehr die Menschen in den Blick nehmen. „Wir brauchen ein soziales Europa.“ So forderte sie unter anderem einen europäischen Mindestlohn und eine europäische Arbeitslosenversicherung.

Bullmann „Wir werden Europa verteidigen!“


Gemeinsam mit Barley führt Udo Bullmann auf Listenplatz 2 die Kandidatinnen und Kandidaten der SPD in die Europawahl. Bullmann ist Chef der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Europäischen Parlament. Er wurde auf Platz zwei der Liste mit 97,4 Prozent gewählt.

Es kommt auf die SPD an

Wenn es um Europa geht, sieht Bullmann bei den Konservativen heute keinen hinreichenden Verlass mehr. „Sind die Schwarzen noch zuverlässig, wenn die Braunen wieder marschieren?“, fragte er. „Wollen wir Europa denen wirklich ausliefern?“ Seine Antwort: „Nein! Wir werden es nicht zulassen, dass die Europa zerstören!“

Auch der gemeinsame Spitzenkandidat der europäischen Sozialdemokratie, der Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans, rief zum gemeinsamen Kampf gegen Rechts auf. Die sei in der über 150-jährigen Geschichte der Partei immer wieder Aufgabe der SPD gewesen. „Und das müssen wir eben auch heute wieder tun!“, rief der Niederländer den Delegierten in Berlin zu.

Jetzt die gesamte Europaliste der SPD anschauen.

Europa ist die Antwort