arrow-leftarrow-rightclosecontrastdownloadeasy-languagefacebookinstagramlogo-spe-kleinmailmenueMinusPlusprintsearchsoundtarget-blankTwitteryoutube
Inhaltsbereich
03.06.2020

Möglicher Militäreinsatz gegen Demonstranten Maas verurteilt Trumps Gewaltandrohung

Foto: Heiko Maas
dpa

Außenminister Heiko Maas hat die Drohung von US-Präsident Trump, das Militär gegen Demonstranten in den USA einzusetzen, scharf verurteilt. „Statt Öl ins Feuer zu gießen, müssen wir versöhnen. Statt uns auseinanderdividieren zu lassen, sollten wir den Schulterschluss suchen gegenüber den radikalen Extremisten“, sagte Maas dem „Spiegel“. Mit Gewalt zu drohen, löse nur weitere Gewalt aus.

Maas zitierte den US-amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King: „Ungerechtigkeit an einem Ort bedroht Gerechtigkeit an jedem anderen.“ Diese Worte hätten nichts an Aktualität verloren. „Corona bedroht nicht nur Leben, Gesundheit und Wohlstand, gerade der Schwächsten. Das Virus nährt auch Rassismus und Antisemitismus weltweit“, sagte der Außenminister.

Dabei sei Zusammenhalt gerade jetzt wichtiger denn je. „Für mich heißt das: Jede und jeder sollte vor seiner eigenen Haustür kehren. Und: Demokraten dürfen nie eskalieren - auch nicht durch Worte. Mit Gewalt zu drohen löst nur weitere Gewalt aus", fügte Maas hinzu.

Trump hatte am Pfingstmontag mit dem Einsatz des Militärs gedroht, um die teils gewaltsamen Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt zu stoppen. Begleitet von Protesten und chaotischen Szenen vor dem Weißen Haus kündigte der US-Präsident die Mobilisierung aller verfügbaren zivilen und militärischen Kräfte seiner Regierung an.

Ausgelöst wurden die Unruhen durch den Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota am Montag vergangener Woche.