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Aktionswochen
Aktionswochen
Unser Jugendwahlkampf sticht dadurch hervor, dass wir nicht nur betonen, dass wir an Europa festhalten wollen, sondern es gleichzeitig transformieren müssen, sodass es zum Zukunftsprojekt insbesondere für junge Menschen werden kann. Deshalb werden wir im Rahmen unserer vier Schwerpunkte Aktionstage durchführen zu den Themen: Seenotrettung/Solidarische Städte, Steuerflucht, Kampf gegen den Klimawandel und Erasmus+. Weil wir uns als internationalistischer Richtungsverband verstehen werden wir innerhalb der Aktionswochen nach Möglichkeit Aktionstage mit unseren Partnerorganisationen durchführen. Es soll pro Aktionswoche eine zentrale Aktion des Bundesverbands geben. Die Kontakte zu Partnerorganisationen können durch unseren int. Sekretär oder YES VP hergestellt.
Wir wollen innerhalb der Aktionswochen explizit unsere Kandidierenden einbinden. Den regionalen bzw. lokalen Gliederungen werden Action Kits an die Hand gegeben, die Materialien sowie Aktionsvorschläge beinhalten. Vom 26.04. bis zum Wahltag am 26.05. werden wir mit unseren Bussen auf unsere Kampagne zusätzlich aufmerksam machen und jeweils eine Woche einem unserer vier Themenschwerpunkte widmen.
Wir starten mit „Gerecht“, das sich insofern anbietet, dass wir mit dem 1. Mai in der ersten Woche einen Tag haben an dem wir eine große Reichweite erlangen können. Angedacht ist eine zentrale Aktion gemeinsam mit der SJÖ in Wien während der Bundesvorstandsklausur. Das Thema wird zeitnah festgelegt (in Frage kommen: EU Mindestlohn, Steuerflucht, Bankenregulierung, Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit).
Anschließend werden wir in der Woche vom 06.05. bis zum 12.05. den Fokus auf den Themenbereich „Offenes Europa“ legen, der Europatag am 09.05. bietet sich dort insbesondere an um Aktionen vor Ort zu machen. Für diese Woche sind Aktionen denkbar wie etwa save Schengen, wie würde ein Tag ohne Europa aussehen oder „build bridges not walls“-Demos ähnlich wie die der Seebrücke.
Vom 13.05. bis 19.05. folgt dann die Woche zum Themenblock „Nachhaltig“, in Betracht kommen Proteste vor Atommeilern oder Kohlekraftwerken in der Grenzregion, „climate marches“ wie die #fridaysforfuture-Demos oder das Säubern der Innenstadt von Plastikmüll.
Die letzte Woche vor der Europawahl nutzen wir dann beginnend mit dem BKT der Juso-Hochschulgruppen, um vor allen Dingen auf unsere jungen Kandidierenden aufmerksam zu machen und Nichtwähler*innen zu mobilisieren. Hier soll vor allem deutlich werden, dass es sich bei der Europawahl um eine Schicksalswahl handelt in einer Zeit, in der die Rechten in ganz Europa mittlerweile in Parlamenten vertreten sind und zentrale Werte, die wir uns als Europäer*innen gegeben haben, in Gefahr sind.
Wochenaufteilung in Themenblöcke:
1. Gerecht (29.04.-05.05.)
2. Offen (06.05.-12.05.)
3. Nachhaltig (13.05.-19.05.)
4. Jung (20.05.-26.05.)
Gerechtes Europa
Ort: belebte Straße/Fußgängerzone
Was: Lasst Menschen auf der Straße die vorbeilaufen entscheiden wie man die €825 Milliarden, 1,8 Tonnen 500 Euro Scheine oder mehr als 300 km aneinandergelegte 500 Euro Scheine, die der EU durch Steuerflucht verloren gehen. Die Passant*innen sollen auf Papier aufschreiben für welche Projekt sie Geld ausgeben würde/in was sie investieren würden. Das Ziel ist am Ende der Aktion eine Art Bodenzeitung/lange Linie entsteht mit all den Ideen die gesammelt wurden. Um die Aufmerksamkeit der Menschen zu erlangen sollte man Banner oder Transpis anbringen (selbstgemalt oder produziert) mit der Frage: Was würdest du mit 825 Milliarden tun? Alternativ kann man auch eine Karte der eigenen Stadt/Ort nehmen und die Leute markieren lassen wo es Investitionen benötigt.
Material: Papier oder Stadtplan/Banner/Tape/Stifte
Stellt euch in Städten vor Filialen/Standorten von Konzernen wie Google, Amazon, Facebook oder Starbucks und gebt gratis Kaffee aus bzw. nehmt Transpis mit auf denen ihr den Jahresumsatz dieser Unternehmen festhaltet und gleichzeitig darstellt wie viele Steuern die Konzerne zahlen.
Material: Transpi/Kaffee/Kekse/Postkarte „Gerechtes Europa“
Offenes Europa
Ihr wohnt in der Nähe einer innereuropäischen Grenze oder wollt die europäischen Errungenschaften der Freizügigkeit bildhaft darstellen. Nichts leichter als das. Dafür braucht ihr gar nicht viel. Nur ein wenig Kreide, um Straßen und Länder aufzumalen, Absperrband und was zum befestigen (da eignet sich fast alles dafür, egal ob Tische oder Stühle; am besten aber Sonnenschirmständer mit Stöcken) um Grenzposten darzustellen. Und schon kann es losgehen. Malt in der Fußgängerzone, am Baggersee oder wo auch immer ihr Menschen antrefft mit der Kreide einen kleinen Parcours auf. Am einfachsten ist, ihr fangt bei Deutschland in der Mitte an und ergänzt dann die Nachbarländer. Es kommt nicht auf eine maßstabsgetreue Darstellung an oder alle Länder aufzumalen. Eine vereinfachte einfache Darstellung mit Kreisen (Länder) und Verbindungen (Grenzen) genügt schon.
Und schon kann es losgehen:
Nutzt den Parcours, um mit Passant*innen über die Vorteile von einem Europa ohne Grenzen zu sprechen. Fordert Sie auf, den Parcours mit euch abzulaufen oder nutzt ein Bobbycar zum Abfahren des Parcours, um Familien anzusprechen.
Zeigt Konsequenzen für Personen- und Warenverkehr, die mit geschlossenen Grenzen einhergehen, auf.Alternativtipp:
Ihr könnt auch eine große Karte der EU nehmen und die Freizügigkeit mit Spielzeugautos, Figuren- und Grenzen darstellen.
Was ihr beachten müsst
Ihr braucht eine Genehmigung vom Ordnungsamt. Evtl. schließt ihr euch an einen bereits angemeldeten Infostand an.Material: Genehmigung für einen Infostand/Kreide (gibt's im Spielwarenladen) oder Sprühkreide (übers Internet bestellbar; am besten eine Woche vorher), um den Parcours aufzumalen/Absperrband (bekommt ihr in jedem Baumarkt)/Tisch, Stühle, Absperrband oder ähnliches für die Grenzen
Bastelt einen Personalausweis aus Pappe mit einem Loch für euer Gesicht darin, auf dem bei Nationalität Europäer*in steht, und macht Bilder davon um die Erhaltung des Schengen Raums und gegen die Errichtung von Grenzkontrollen und Mauern aufmerksam zu machen. Teilt die Bilder über Social Media.
Material: Karton/Pappe/Stifte
Schreibt die Namen, der Städte welche sich bereit erklärt haben Geflüchtete aufzunehmen auf Schilder/Papier/Transpis (Die Liste findet sich auf seebruecke.org/startseite/sichere-haefen-in-deutschland/) oder produziert „Ortsschilder“ und zeigt den Menschen, dass es eine Gegenbewegung, wenn auch auf kommunaler Ebene gibt, der Abschottungspolitik Europas den Kampf anzusagen.
Material: Transpi/Papier/Stifte
Nachhaltiges Europa
Zieht euch schwarze Kleider an und stellt euch vor euer Rathaus oder einen anderen Platz an dem ihr viele Menschen treffen könnt. Legt euch auf den Boden auf ein Banner, auf dem angegeben ist, inwiefern unser jetziges Wirtschaften und unser Umgang mit der Umwelt zu einem massenhaften Aussterben von Arten und zunehmender Gefährdung unserer Gesundheit führt. Beispielsweise in dem ihr die Konzerne darauf schreibt, die maßgeblich für den meisten CO2-Ausstoß verantwortlich sind. Alternativ könnt ihr auch Wecker oder Sanduhren aufstellen um darauf aufmerksam zu machen, wie wenig Zeit uns noch bleibt um den Klimawandel zu stoppen.
Material: schwarze Kleidung/Transpi/Sanduhren/Wecker
Zeigt auf, inwiefern individueller Konsum und Klimawandel zusammenhängen. Welche Orte gibt es im Dorf/in der Stadt, die nachhaltigen Konsum fördern bzw. dafür sorgen, dass die Umwelt verschmutzt wird. Habt ihr Fahrradstationen oder Unverpackt Läden vor Ort? Zusätzlich könnt ihr dabei auch Passant*innen fragen welche Wünsche sie gerne den Politiker*innen mitgeben möchten. Macht darauf vorher mithilfe von Social Media aufmerksam.
Schafft Bewusstsein für die Vermüllung der Umwelt, indem ihr Straßenzüge, Parks oder öffentliche Plätze oder andere Flächen vom Müll befreit und das vorher auf Social Media ankündigt und durchführt.
Material: Müllsäcke/Müllgreifer/Handschuhe
Falls ihr ein Kohlekraftwerk oder ein Atomkraftwerk in der Nähe haben solltet, organisiert eine Protestaktion, gerne auch in Kooperation mit Nichtregierungsorganisationen oder Umweltverbänden um auf die Gefahren von Atom- bzw. Kohleenergie aufmerksam zu machen.
Material: Transpis/Stifte/Plakate
Junges Europa
Stellt einen Stuhlkreis auf einem belebten Platz auf, druckt Namensschilder und Bilder von EU-Abgeordneten aus, gerne auch von unseren jungen Kandidierenden Delara und Tiemo, platziert diese an den Stühlen und setzt euch dorthin, lasst aber einen Stuhl frei und bietet Passant*innen an sich zu euch zu setzen und darüber zu diskutieren wie Europa verändert werden soll.
Material: Stühle/Papier/Postkarte „Junges Europa“
Nehmt euch eine Holzbox, einen Stuhl oder etwas Ähnliches auf das ihr euch draufstellen könnt, gerne auch mehrere nebeneinander und stellt euch mit einem Schild auf dem ein provokatives Statement zur EU aufgeschrieben ist hin und versucht dieses dann mündlich zu entkräften. Hierfür haben wir euch ArguCards bereitgestellt, die euch Fakten und Daten an die Hand geben sollen, um Vorurteilen und Stammtischparolen etwas zu entgegnen.
Material: Holzbox/Stuhl /ArguCards/Megafon
Entnehmt unserem Jugendwahlkampfprogramm bzw. unseren Postkarten zwölf Forderungen und schreibt diese auf Pappe oder ein anderes Material, platziert diese auf dem Boden und lasst Passant*innen Punkte von 1-12 verteilen für die einzelnen Vorhaben, wie beim Eurovision Song Contest, welche sie am wichtigsten finden.