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Online-Kampagne

Facebook

Zirka 32 Millionen Facebook-Nutzer*innen gibt es in Deutschland (Stand: November 2018). Knapp 60 Prozent davon informieren sich laut Statista via Facebook über die persönlichen Meinungen ihrer Freunde zu politischen Themen (Stand: 2016). Durch die Datenskandale und Manipulationen der US-Wahlen im Jahr 2016 hat ein Sinkflug von Facebook eingesetzt. Zudem ist Facebook mittlerweile gesättigt von Unternehmen, Nachrichtenportalen und professionellen Medien. Um den Nutzer*innen weiterhin einen Mehrwert beim Nutzen des Newsfeeds zu bieten, wurde der Algorithmus zugunsten von mehr Freund*innen-Content angepasst. Das hat allerdings auch dazu geführt, dass es für Seiten schwieriger geworden ist, Reichweite zu generieren. Die Bedeutung der Plattform nimmt bei der jungen Zielgruppe 14 – 19 stark ab. Facebook landet in manchen Studien nur noch auf Platz 5, hinter Youtube, WhatsApp, Instagram und Snapchat. Du musst also abwägen, wie viel Aufwand ihr noch in Facebook stecken wollt. Für die „interne“ Kommunikation innerhalb der „Bubble“ sicherlich immer noch hilfreich, eine große Außenwirkung wird via Facebook nur noch in Ausnahmefällen erzielt.

Twitter

Auf Twitter muss jede*r Nutzer*in mit 280 Zeichen auskommen. Twitter ist deshalb ein sehr schneller und direkter Kommunikationsweg. Anders als bei Facebook kannst du bei Twitter gezielter mit einem Fachpublikum interagieren, da weder die breite Masse der Bevölkerung, noch jüngere Menschen auf Twitter vertreten sind, dagegen aber viele Journalist*innen und Politiker*innen und politisch Interessierte. Gleichzeitig ist Twitter auch eine Plattform, die in den letzten Jahren massiv durch Hatespeech und Shitstorms aufgefallen ist. Die Zahl der Bots und Fakeaccounts ist stetig gewachsen. Wer hier politisch kommuniziert, muss sich auf Beleidigungen, Hass und Trolle einstellen.

Instagram

Instagram hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Was Facebook an Boden verliert, wird hier dazugewonnen. Insbesondere die jüngste Zielgruppe zwischen 14 und 25 ist bei Instagram aktiv. Diese Plattform zeichnet sich durch kreative Interaktions- und Kommunikationsmöglichkeiten aus. In den Stories kannst du deine Follower Fragen stellen lassen, Abstimmungen durchführen, Countdowns verwenden oder Emoji-Slider einfügen. Diese Optionen erscheinen als nette Spielereien, wirken aber durch den Fun-Faktor sehr attraktiv und erhöhen die Verweildauer der Nutzer*innen auf der Plattform enorm – Stichwort: Gamification. Nutze sie zu deinem Vorteil! Instagram hat als Plattform für die Jusos enormes Potenzial. Durch die Nutzung von Hashtags und Ortsmarken können außerdem viele neue Follower/potenzielle Jusos hinzugewonnen werden.

Fotos

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Das gilt besonders für die sozialen Netzwerke. Gute Fotos bringen mehr Shares, Likes und Retweets. Doch bestimmte Anforderungen sollten dabei erfüllt werden:

Kacheln

Gibt es den „perfekten Facebook Post“? Wahrscheinlich nicht. Dafür sind die Nutzer*innen der sozialen Netzwerke einfach zu unterschiedlich. Du kannst aber einiges tun, um deine Chance auf viele Interaktionen und eine hohe Reichweite zu steigern:

Videos

Mehr als ein Drittel der Jugendlichen in Deutschland nutzt YouTube täglich oder mehrmals wöchentlich. Tendenz steigend. Gute Videos zu erstellen ist nicht schwer und damit kannst du viele junge Menschen erreichen. Egal ob Spiegelreflexkamera oder Smartphone – leg einfach los!

YouTube

Bei den Digital Natives haben Online-Bewegtbildkanäle mittlerweile das Fernsehen ersetzt. YouTube ist nach Google die zweitgrößte Suchmaschine der Welt und bietet im Wahlkampf neben der immensen Reichweite die Chance, Wähler*innen nicht nur zu informieren, sondern auch emotional zu erreichen. Für eine erfolgreiche YouTube-Kommunikation sollten Themen gefeatured werden, für die sich potenzielle Wähler*innen interessieren. Eine Analyse der Suchanfragen bei Google und YouTube kann helfen, solche Themen zu identifizieren.

Hate Speech

In den sozialen Netzwerken erfahren wir mehr über den Hass unserer Mitmenschen als uns lieb ist. Hate Speech, also gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Volksverhetzung, findet sich in Kommentarfunktionen der Zeitungen, in Auseinandersetzungen bei Facebook, Twitter und anderen Netzwerken. Völkisch-Nationale (Gruppen wie Reconquista Germanica) nutzen Hate Speech als Raumergreifungsstrategie in sozialen Netzwerken. Kernelement ihrer Strategie ist die Simulation von Mehrheiten, dazu legen sie Fake-Accounts an und greifen bestimmte Kommentarspalten gezielt an. Wir wollen nicht, dass der Hass unsere Freiheit bedroht, weder analog noch digital. Deshalb wollen wir etwas dagegen unternehmen: