arrow-left arrow-right nav-arrow Login close contrast download easy-language Facebook Instagram Telegram logo-spe-klein Mail Menue Minus Plus print Search Sound target-blank X YouTube
Inhaltsbereich

Rente

Grafik: Alle reden von der Rente. Wir sichern sie.

Rente ist mehr als Mathematik. Rente ist mehr als Demografie. Rente ist eine entscheidende Frage der Gerechtigkeit.

Der Bericht der Rentenkommission [PDF, 1 MB] wird gerade intensiv diskutiert. Viele fragen sich, was die Vorschläge konkret bedeuten, besonders für langjährig Versicherte, für Menschen in körperlich belastenden Berufen, für die gesetzliche Rente als wichtigste Säule der Alterssicherung und für die Gerechtigkeit zwischen den Generationen. 

Klar ist: Ohne eine Reform sinkt das Rentenniveau ab 2031 deutlich. Wir wollen, dass die Rente auch zukünftig zum Leben reicht. Für uns als SPD gilt deshalb: Wer jahrzehntelang gearbeitet, eingezahlt und sein Leben auf verlässliche Regeln aufgebaut hat, braucht Fairness und Planungssicherheit.

Die Vorschläge der Rentenkommission sind ein einvernehmlicher Kompromiss. Das ist eine gute Grundlage für die Gesetzgebung, die nun ansteht. Die Vorschläge weisen den Weg zu einem zukunftsfesten Rentensystem. Für uns ist dabei ganz entscheidend: Die gesetzliche Rente muss auch künftig die wichtigste Säule der Alterssicherung bleiben.

Viele Sorgen und Fragen, die uns dazu erreichen, sind entscheidend für die weiteren Beratungen. Deshalb diskutieren wir die Vorschläge sorgfältig und bewerten sie nach unseren sozialdemokratischen Maßstäben: Gerechtigkeit, Respekt vor jeder Lebensleistung, Stabilität und Verlässlichkeit.

Worum geht’s?

  • Die Rentenkommission hat einen Vorschlag für die größte Rentenreform der letzten 25 Jahre vorgelegt.
  • Für uns als SPD ist klar: Die gesetzliche Rente muss die wichtigste Säule der Alterssicherung bleiben.
  • Mehr Menschen sollen in die Rentenversicherung einzahlen. Das macht das System gerechter, stabiler und zukunftsfest.
  • Die neue kapitalgedeckte Ergänzung soll die gesetzliche Rente stärken, nicht ersetzen.
  • Jetzt bewerten wir die Vorschläge fair. Dabei behalten wir besonders die Interessen langjährig Versicherter und körperlich stark belasteter Beschäftigter im Blick.

 

Sharepics für deine Kanäle

Mediathek

FAQ Rentenreform

Argumente

Behauptet wird: „Menschen, die ihre Lebensplanung auf die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren aufgebaut haben, werden jetzt schlechter gestellt.“

Richtig ist:

  • Diese Sorge ist nachvollziehbar. Für uns als SPD ist klar: Wer jahrzehntelang gearbeitet und eingezahlt hat, braucht Verlässlichkeit und Planungssicherheit.
  • Der Bericht der Rentenkommission istkein Gesetz, sondern ein Vorschlag. Es wird darauf ankommen, in der gesetzlichen Umsetzung entsprechende Vertrauensschutz- und Übergangsregelungen einzubauen. 
  • Besonders bei langjährig Versicherten muss es faire Übergangsregelungen geben und Rücksicht auf den Schutz bestehender Lebensplanungen.

Behauptet wird: „Wer früh angefangen hat zu arbeiten, wird gegenüber Späteinsteiger*innen benachteiligt.“

Richtig ist: 

  • Mit jedem Beitragsjahr entstehen Rentenansprüche. Wer bei gleichem Einkommen länger einzahlt, erhält auch mehr Rentenpunkte.
  • Wer mit 16 oder 17 ins Berufsleben eingestiegen ist und 45 Jahre oder mehr gearbeitet hat, hat bereits einen großen Beitrag in die Solidarität der gesetzlichen Rentenversicherung geleistet. Das erfordert Respekt vor Lebensleistung.
  • Lebensleistung und Dauer der Einzahlung werden für uns als SPD politisch auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen. 

Behauptet wird: „Eine Erhöhung des Rentenalters ohne altersgerechte Arbeitsplätze ist nichts anderes als eine Rentenkürzung.“

Richtig ist: 

  • Dieser Einwand ist berechtigt. Länger arbeiten ist nur dann gerecht, wenn Menschen dazu gesundheitlich und unter guten Bedingungen in der Lage sind.
  • Gerade in körperlich belastenden Berufen brauchen wir realistische Lösungen und Schutzregelungen. Wichtig ist daher: Es soll es eine Sonderregelung für diejenigen langjährigen Beitragszahler*innen geben, die kurz vor der Rente aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten können.
  • Für uns ist deshalb entscheidend: Nicht nur statistische Durchschnittswerte zählen, sondern die tatsächliche Arbeitsrealität der Menschen.
  • Entscheidend ist, dass wir für gute Arbeitsbedingungen mit Tarifbindung und einen hohen Beschäftigungsstand sorgen. Damit Beschäftigte ihre Erwerbstätigkeit gesund und leistungsfähig bis zum Rentenalter ausüben können, bedarf es gezielter und wirksamer Maßnahmen in den Bereichen Prävention, Rehabilitation sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Behauptet wird: „Jetzt kommt die Aktienrente und die gesetzliche Rente wird den Finanzmärkten ausgeliefert.“

Richtig ist:

  • Die gesetzliche Rente ist und bleibt für uns die wichtigste Säule der Alterssicherung.
  • Für uns ist wichtig, dass kapitalgedeckte Elemente nicht zulasten der umlagefinanzierten Beiträge der Versicherten gehen, sondern dass die Kapitalrente mit zusätzlichenBeiträgen aufgebaut wird, zur Hälfte von den Arbeitgebern finanziert. Es ist gut, dass sich die Kommission dieser Haltung angeschlossen hat.
  • Der Bericht schlägt zusätzlich eine kapitalgedeckte Ergänzung in der gesetzlichen Rente nach schwedischem Modell vor. Der Staat soll dazu einen öffentlichen Fonds organisieren.
  • Die Kapitalrente soll den umlagefinanzierten Teil der gesetzlichen Rente ergänzen und zur langfristigen Stabilität der gesetzlichen Rente beitragen.

Behauptet wird: „Beamte, Selbstständige und Abgeordnete bleiben am Ende wieder außen vor.“

Richtig ist: 

  • Unser Ziel als SPD ist die Erwerbstätigenversicherung, in die langfristig alle einzahlen.
  • Deshalb ist es ein wichtiger Schritt, dass die Kommission vorschlägt, künftig auch Selbstständige, Beamte und Abgeordnete in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen.
  • In einem ersten Umsetzungsschritt sollen dazu neue Selbständige, die nicht obligatorisch abgesichert sind, verpflichtend und ohne Opt-Out in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden. Bereits Selbständige sollen auch von der Versicherungspflicht umfasst werden, jedoch mit der Möglichkeit voraussetzungslos rausoptieren zu können. Beamt*innen sollen perspektivisch ebenfalls in die Rentenversicherung einbezogen werden. Gerade für uns als SPD ist das wichtig, weil das die Akzeptanz und Legitimation der gesetzlichen Rente stärkt.
  • Nur wenn mehr Menschen ihren Beitrag leisten, wird das System gerechter und stabiler.