Nach dem Angriff auf die Hauptstadt von Venezuela und der Festnahme des Präsidentenehepaares erklären Antje Draheim und Harald Baumann-Hasske, Vorsitzende der ASJ:
„Der militärische Angriff der Vereinigten Staaten von Amerika vom 3. Januar 2026 auf die Hauptstadt Venezuelas, Caracas, und die Festnahme von Staatspräsident Nicolás Maduro und seiner Ehefrau verstoßen nach aktuellem Kenntnisstand mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gegen internationales Recht. Wir verurteilen dieses Vorgehen auf das Schärfste.“
„Auch wenn Nicolás Maduro aus Sicht der Europäischen Union das Amt des Präsidenten ohne demokratische Legitimation erlangt und unter Missachtung von Rechtsstaatlichkeit verwaltet hat, kann dies den eklatanten Bruch des Völkerrechts nicht rechtfertigen“, so Antje Draheim.
„Präsident Trump läutet damit endgültig ein Zeitalter ein, in dem internationale Regeln nicht mehr verbindlich sind und das Recht des Stärkeren allem anderen vorgeht“, so Baumann-Hasske weiter. „Es wird jetzt deutlich, dass Trump mit äußerster Härte gedenkt, international durchzusetzen, was er für die Interessen der USA erklärt. Dieses unilateralistische Vorgehen der USA stellt die EU vor großen Herausforderungen, die sie entweder handlungsfähig machen oder an die Grenzen ihrer Existenz bringen werden. Nur ein gestärktes und geeintes Europa kann in einer multipolaren Welt bestehen.“
Wir erwarten von der Bundesregierung, das Vorgehen der USA als einen Bruch des Völkerrechts klar zu benennen und zu verurteilen, auch wenn die USA innerhalb der NATO strategische Partner bleiben. Zugleich muss sich die EU vorbehaltlos für eine Deeskalation, einen demokratischen Übergangsprozess und für die Wiederherstellung staatlicher Souveränität Venezuelas einsetzen, damit das venezuelische Volk selber über sein Schicksal entscheiden kann.